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Drabbles Vol. 1

© by Syrinx ()

 

Roter Alarm? Grüner Alarm? Blauer Alarm? Pinker Alarm!
Brauner Alarm
Crossing the Threshold
Bad Hair Day
Möhren an der Angel
Ein welker Daumen
Sehnsucht
Abk.
Früh übt sich
Fraternisieren
Unter Wasser
Kleinigkeit


 

Disclaimer: Paramount gehören alle erwähnten Charaktere.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Star Trek-Sektion.

 

 

Roter Alarm? Grüner Alarm? Blauer Alarm? Pinker Alarm!

 

Ein normaler Tag auf der Brücke. Plötzlich ertönte Sevens Stimme über die Comm. "Captain, melden Sie sich in der Astrometrie."

 

Janeway runzelte die Stirn. Sie musste dringend mit Seven klären, dass der Captain eines Raumschiffs nicht herumkommandiert wurde. Und ein Bitte ab und zu wäre auch nicht schlecht. Die Arbeit mit Seven war wirklich nicht immer einfach.

 

10 Minuten, nachdem sie die Brücke verlassen hatte, schwankte das Schiff und alle Konsolen begannen, in einem grellen Pink zu leuchten.

 

"Was ist das?"

"Das sind der Captain und Seven."

"Streiten sie wieder? "

"Offensichtlich."

"Und was ist das für ein Alarm?"

"Zickenalarm."
 
Ende

 


 

Brauner Alarm

 

Die Voyager befindet sich im Orbit um einen Planeten, um ihre Nahrungsvorräte aufzustocken. Tom und Chakotay laufen, Tricorder hoch erhoben, durch die Reihen frisch gelieferter Container, um eine vorläufige Bestandsaufnahme zu machen. Plötzlich beginnt Toms Tricorder wild zu piepen. Als Reaktion darauf fangen die nächstgelegenen Konsolen an, braun zu blinken, und ein schriller Warnton erklingt. "Verdammt, Neelix!!! Schnell, Chakotay, raus hier!"

"Was ist ist los?"

"Der Frachtraum wird gleich Druck verlieren, wir müssen hier raus!"

"Wieso?"

"Haben Sie nicht gehört, die neueste Erfindung von B'Elanna? - Selbstauslösender Alarm, Level-5-Kraftfelder, sofortige, automatische Entsorgung in den Weltraum, dortige Vernichtung..."

"Von was?"

"Leola-Wurzel."

 
Ende

 


 

Crossing the Threshold

 

"Captain."

"Nehmen Sie Platz, Mr. Paris. Ich will etwas mit Ihnen besprechen."

"Ja?"

"Haben Sie eigentlich schon ein Foto von sich am Steuer eines Shuttles?"

"Captain?"

"Sie erinnern sich an unsere Unterhaltung vor Ihrem Transwarp-Flug?"

"Ja."

"Und was habe ich Ihnen gesagt, den Kurs betreffend?"

"Ich sollte.... Oh. Wurde ich etwa..?"

"Oh ja, sie wurden geblitzt!"

Janeway dreht den Bildschirm ihres Notebooks zu Tom.

"Hier, sehen Sie! Das bringt Ihnen zwei Punkte und den Entzug Ihrer Pilotenlizenz für zwei Monate! Ich habe Ihnen doch gesagt, dass die Kazon die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung in diesem Sektor mit einer permanenten Radarstation kontrollieren!"

 
Ende

 


 

Bad Hair Day

 

"Es ist einfach nicht fair."

"Hmm?"

Chakotay hob den Blick von seinem PADD und sah hinüber zu seiner Vorgesetzten, welche gedankenverloren aus dem Fenster starrte.

Sie seufzte tief und wandte sich ihm zu.

"Sie dürfen sich Ihre grauen Strähnen färben, während ich mit dieser seltsamen Frisur herumlaufen muss. Alle finden mich hässlich."

"Aber nein, Kathryn. Niemand findet Sie hässlich."

"Und warum interessieren sich dann nur Hologramme, Bösewichte und Q für mich?"

Chakotay seufzte. "Nun, weil..."

"Sie finden mich auch hässlich!"

"Nein, Kathryn, dass habe ich nie..."

"Sparen Sie sich das und beweisen Sie mir das Gegenteil!"

"Aye, Captain!"

 
Ende

 


 

Möhren an der Angel

 
Anmerkung: Setzt direkt in der Szene, als Kashyk Janeway von seinen Plänen unterrichtet, zu den Devore zurückzukehren und sie versucht, ihn zum Bleiben zu überreden, ein. Janeway erzählt Kashyk amüsiert, dass er nicht die erste widerspenstige Seele wäre, die sie an Bord geholt hätten. Kaum dass sie diesen Satz ausgesprochen hat, wird sie schlagartig ernst und meint schließlich, dass sie sein Shuttle bereit machen lässt. Dieser plötzliche Stimmungswandel hat mich immer etwas überrascht, doch wiederholtes Anschauen der Folge produzierte schließlich diesen Drabble und jetzt passt alles perfekt!

 

Er wäre nicht die erste widerspenstige Seele gewesen, die wir an Bord geholt hätten. Chakotay war so eine widerspenstige Seele, Seven ebenfalls. Ich bin froh, dass ich die beiden bei mir habe, ich weiß nicht, ob ich ohne sie so weit gekommen wäre.

Ich will, dass sie mir nahe sind, und dennoch sind sie gerade wegen dieser Nähe unerreichbar für mich. Mit Kashyk wäre es nicht anders, würde er hier bleiben. Könnte ich das ertragen?

Ich kann Seven auf Abstand halten, sie ist Borg. Ich kann Chakotay auf Abstand halten, er versteht mich. Aber könnte ich mich auch Kashyk entziehen?

 
Ende

 


 

Ein welker Daumen

 
Anmerkung: Eine Hommage an die Hanfpflanze in Janeways Bereitschaftsraum, die auf mysteriöse Weise waehrend der 2. (oder war es die 3.? Mein Gedaechtnis wird auch nicht besser.) Season verschwand.

 

Chakotay blickte überrascht auf, als seine kommandierende Offizierin strammen Schrittes und mit einer deutlich sichtbaren schwarzen Wolke ueber dem Kopf ihren Bereitschaftsraum verließ und auf ihrem Sessel Platz nahm. Normalerweise war sie zu dieser Tageszeit dank erhöhtem Koffeinspiegel besser gelaunt.

 

"Soll ich B'Elanna Bescheid sagen, dass sie sich Ihren Replikator anschaut?"

Ein Blick in das Gesicht des Captains brachte ihn jedoch sofort zum Schweigen. Janeway zog ein kleines Plastiktütchen aus der Hosentasche, in dem sich einige, wie Chakotay annahm, Teeblaetter befanden.

"Wissen Sie,was das ist? Das ist der Rest. Für die nächsten 60 000 Lichtjahre. Meine verdammte Hanfpflanze ist eingetrocknet!"

 
Ende

 


 

Sehnsucht

 

Seltsam, die Golden-Gate-Bridge direkt von meinem Fenster aus zu sehen.

Sieben Jahre habe ich sie herbeigesehnt; jetzt sehe ich sie jeden Tag und trotzdem bin ich nicht so zufrieden, wie ich sein sollte. Die Sehnsucht nach etwas, das ich nicht benennen kann, lässt mich nicht los. Vielleicht ist es das Verlangen nach meinem jüngeren Selbst, nach meinem alten Bild von diesem Universum voller friedlicher, wundervoller Welten, die nur darauf warten, entdeckt und erforscht zu werden.

 

Morgen breche ich nach Deep Space Nine auf, von wo aus ich eine Mission leiten werde. Tief im Raum erhält meine Sehnsucht hoffentlich wieder ein Ziel...

 
Ende

 


 

Abk.

 

"Ist das jetzt T oder DP? Oder A?"

"Ich denke, du kommst mit D am besten hin."

"D? Nein, es ist mindestens DP."

"Wenn du es genau nimmst, müsstest du auch SP, AC und ein bisschen V in den Header schreiben."

"V? Wozu V?"

"Na hier..."

"Hey Jungs, was macht ihr?"

"Hey B’Elanna."

"Hallo Schatz. Du hast doch den zweiten Teil gelesen. Ist der E oder EX?"

"Versuchs mal mit HO..."

"Autsch! Tom, war doch nur ein Scherz! Ich muss wieder arbeiten. Harry, cu@lunch. Tom, hdgggdmalfiue."

"Was meint sie?"

"Keine Ahnung. Aber hier, Alg passt doch auf jeden Fall, oder?"

 
Ende

 


 

Früh übt sich

 

"Edward, hast du unsere Tochter gesehen?"

Admiral Janeway blickte suchend um sich. "Sie war gerade noch hier, direkt neben mir."

Gretchen Janeway verdrehte genervt die Augen. "Du solltest doch auf sie aufpassen. Männer!"

 

Sie wollte gerade kopfschüttelnd den Raum verlassen, als aus der angrenzenden Küche das Geräusch von splitterndem Porzellan und das überraschte Quieken einer Zweijährigen zu hören war. Gretchen und Edward eilten zum Ort des Geschehens und blieben angesichts der Szenerie betroffen in der Tür stehen.

 

"Edward, ist die Kaffeekanne <über> unsere Tochter gefallen?!?!"

Admiral Janeway nickte ungläubig. "Sieht so aus. Und... sie schleckt die Kaffeereste aus den Scherben!"

 
Ende

 


 

Fraternisieren

 
Background-Info: Beinahe die gesamte Crew wird von Aliens gefangen genommen, erhält eine Gehirnwäsche und wird in den Fabriken der Entführer als Arbeiter eingesetzt. Während sie auf dem Planeten sind, ruft Janeway die Voyager, um herauszufinden, ob sie wirklich Captain eines Raumschiffes ist, wie "Amal Kotay" behauptet.

 

"Raumschiff Voyager?"

Es war seltsam, diese Worte so unsicher aus ihrem Mund zu hören.

"Captain?"

 

Und dann passierte es. Ich habe mich in der Vergangenheit wohl tausendmal gefragt, ob ich das Folgende wirklich gehört habe. Und genauso oft habe ich mir die Comm Logs anhört, um zu versichern, dass ich nicht geträumt habe. Sie hat es tatsächlich gesagt. Sie war sich nicht im geringsten bewusst, wie lange ich genau darauf gewartet habe.

Ich habe mir eine Kopie der Logs gemacht, nur um sicher zu gehen. Nicht, dass ich diese Worte je vergessen werde.

 

"Warum nennen Sie mich nicht einfach Kathryn?"

 
Ende

 


 

Unter Wasser

 
"Missing scene" der Episode "Nacht"
Diese Szene setzt direkt in Janeways Quartier ein, als sie nach dem Briefing und ihrer Unterhaltung mit Chakotay wieder zu ihrem Fenster zurückkehrt und hinausstarrt.

 

Seit vier Jahren sind wir hier. Vier Jahre konstanten Drucks, Kämpfe, Angst. Vor allem Angst. Und natürlich Schuldgefühle. Normalerweise spürt man es nicht, dieses Nagen. Man kann sich inmitten eines Kampfgetümmels schließlich nicht selbst bemitleiden.

Doch wenn man nachts alleine in seinem Bett liegt und einem nicht einmal mehr die Sterne Gesellschaft und Trost bringen können, beginnt man zu grübeln. Man hat das Gefühl, unter Wasser zu treiben, Geräusche erreichen das Ohr nur noch gedämpft. Unter einem, Dunkelheit. Neben einem, Leere. Über einem... Licht. Schwach, weit entfernt. Zu weit, um es zu erreichen.

 

Wenigstens hast du den Alkoholgeruch nicht bemerkt.

 
Ende

 


 

Kleinigkeit

 

Harry und Neelix saßen Tom gegenüber, welchem die Anzeichen einer schlaflosen Nacht deutlich ins Gesicht geschrieben standen.

 

"Durch den gestrigen Plasmastoß durch die EPS-Leitungen sind einige der Bilder beschädigt worden, die der Doc für die medizinischen Akten gemacht hat, und B'Elanna sollte sie mit Susan Nicoletti wieder herstellen. Sie waren also auf der Krankenstation und haben sich durch sämtliche Bilder gearbeitet. Bei allen war die Kleidung gelöscht worden!"

Tom vergrub sein Gesicht in den Händen.

"Harry, sie haben sich tot gelacht!"

Neelix drückte Tom aufmunternd den Arm.

"Ach Tom, ich sage mir auch immer: In der Kürze liegt die Würze!"

 
Ende

 
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