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Codename: Babysitting

© by Danny-Girl ()

 

Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an SG-1 gehören MGM/UA, World Gekko Corp. Und Double Secret Production. Diese Fanfiction wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht, um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen, ist zufällig und nicht beabsichtigt.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Stargate-Sektion.

 

Cassandra blickte trotzig von ihrem Malblock auf und legte den roten Buntstift zur Seite.

"Mommy?!"

Dr. Fraiser schaute auf und sah ihre Adoptivtochter fragend an, "Was ist denn, Cassie?"

"Mir ist langweilig, ... darf ich zu Jack?"

"Ich denke es ist besser wenn du hier bei mir bleibst, ... du weißt, Gen. Hammond mag es nicht so gerne, wenn du durch das SGC stromerst!" Janet Fraiser lächelte und beugte sich wieder über ihre Unterlagen. Cassandra preßte die Lippen aufeinander und sah sich betont gelangweilt um. Plötzlich leuchteten ihre Augen auf, hastig sprang sie von ihrem Stuhl und steuerte zielstrebig auf einen der vielen Monitore zu. Ein kurzer Blick zu ihrer Mom, verriet ihr, daß diese noch immer an ihren Aufzeichnungen arbeitete. Cassie zögerte, doch dann hob sie die Hand und drückte einen der vielen Knöpfe, die sich unterhalb des Monitors befanden. Sofort war der ganze Raum von einem lautem Piepton erfüllt. Das Mädchen zuckte zusammen und begann wie wild auf die anderen Knöpfe zu drücken, um das Geräusch wieder abzustellen. Doch das Gegenteil war der Fall. Dem ersten Piepton gesellte sich jetzt ein weiterer hinzu.

"Cassie!" Janet Fraiser fuhr sich entsetzt durch das Haar, "Was hast du gemacht?! Du weißt doch, daß du hier nichts anfassen sollst..." hektisch begann sie etwas in den Computer einzugeben, doch das hatte lediglich zur Folge, daß jetzt zusätzlich eine Reihe bunter Lämpchen zu blinken begann.

"Ich wollte doch nur..." Cassandra senkte schuldbewußt den Kopf.

"Ist schon OK, Cassie!" Janet lächelte schwach, "Ich denke, deine Idee von vorhin war gar nicht so schlecht! ... Jack würde sich sicher über einen Besuch von dir freuen...!"

Cassie nickte, wirbelte herum und rannte auf die Tür zu. Dort blieb sie stehen, überlegte kurz und kam dann zu dem Entschluß, daß es der richtige Zeitpunkt für eine Umarmung war. Also rannte sie los und fiel ihrer Mom um den Hals, "Entschuldigung!" murmelte sie, setzte dann ihr unschuldigstes Lächeln auf, das sie besaß, und verschwand aus dem Labor.

 

Captain Samantha Carter hatte alle Hände voll zu tun und das im wahrstem Sinne des Wortes. In ihren Händen trug sie einen riesigen Stapel von Akten mit Forschungsergebnissen und Missionsberichten, die sie allesamt in ihr Büro schaffen wollte. Mühsam öffnete sie mit dem Fuß die Tür und schob sich langsam in den Korridor. Voller Erleichterung stellte sie fest, daß sie das erste Hindernis gemeistert hatte, ohne daß auch nur ein Blatt verrutscht war. Zufrieden lächelnd ging sie weiter.

 

Cassie war mittlerweile fast an ihrem Ziel angelangt.

Sie vermutete den Colonel in der Kommandozentrale und dementsprechend war dies auch ihr erstes Ziel. Doch als sie dort ankam, mußte sie enttäuscht feststellen, daß er sich nicht dort befand. Statt dessen stand Daniel Jackson am Fenster und blickte in die Gatehalle. In seiner rechten Hand hielt er eine Tasse mit heißem Kaffee und die Linke hatte er tief in seiner Hosentasche vergraben.

"Hallo Daniel!" begrüßte Cassie ihn.

"Oh!" Daniel drehte sich um und lächelte das Mädchen freundlich an, "Hallo Cassie, ... was machst du denn hier?"

"Die Schule ist heute ausgefallen und Mom hat keinen Babysitter gefunden, ... jetzt suche ich Jack!"

"Jack?!" Daniel blickte sich mit hochgezogenen Augenbrauen um, "Oh, der müßte bei Gen. Hammond im Büro sein."

"Danke!"

"Ähm, ... CASSIE! ...-Du solltest lieber warten ..."

Doch das blonde Mädchen war schon weg.

 

Okay, okay ... den Fahrstuhl würde Sam auch noch schaffen. Jetzt, wo sie schon so weit gekommen war. ... Vorsichtig versuchte sie eine Hand unter den Stapel wegzunehmen, um den Knopf drücken zu können, doch die 'leichte' Rutschbewegung der Ordner verriet ihr das daß wohl doch keine so gute Idee war. ...

Der Fuß!

... Richtig! Sie könnte versuchen den Schalter mit dem Fuß zu betätigen. Also, ... jaaaa das kööööööönnte klappen, ... noch eine Stück, .... noch ein...

...nein, das ging auch nicht.

Mhm. Sam mußte sich eingestehen, daß sie ein Problem hatte.

Wie konnte sie nur diesen verdammten Fahrstuhl rufen?!

 

Als nach dem drittenmal klopfen, noch immer kein "Herein" zu hören war, beschloß Cassie einfach auf gut Glück in das Büro zu gehen. Langsam und vor allem, ganz, ganz leise öffnete sie die Tür und schob sich in den Raum.

Leer!

Na toll!

Hatte sich denn heute die ganze Welt gegen sie verschworen?! Cassie wollte gerade ihre Suche fortsetzen, als das rote Telefon auf dem Schreibtisch zu klingeln begann. Das Mädchen zögerte einen Augenblick, doch dann ging es zum Telefon und nahm den Hörer ab.

"Ja Hallo?!... Hier spricht Cassandra Fraiser, und wer sind Sie?...... Der Präsident?! ... Nein Gen. Hammond ist nicht da. ...... Nein, ich weiß auch nicht, wo er ist! Aber vielleicht können Sie mir ja helfen, denn ich suche Jack! ..... Jack O'Neill, ...ja, ich glaube, er ist Colonel .... nein .... nein"

 

Das war der letzte Versuch, das hatte sich Sam vorher geschworen. Vorsichtig beugte sie sich nach vorne und versuchte mit der Nasenspitze den Schalter zu erreichen.

Jaaaaaa, ... das sah gut aus, .... das sah gut aus, ... noch ein Stück ... und noch ein Stück ...., weit war es nicht mehr.

Kurzer Seitenblick auf die Ordner, sehr gut, die rutschen auch nicht. ... Perfekt.

Nur noch wenige Millimeter und dann...

... nur noch ... und...gleich...

"Captain Carter?!" O'Neill stellte sich schmunzelnd und mit verschränkten Armen neben Sam.

"Sir?!" Sam zuckte zusammen, richtete sich hastig wieder auf und lächelte den Colonel verlegen an.

"Kann ich Ihnen 'eventuell' irgendwie behilflich sein?" fragte er mit einen breitem Grinsen.

"Das währe sehr nett, Sir!" Sam spürte, daß sie rot wurde.

O'Neill nickte und betätigte den Schalter. Wenig später öffneten sich die Fahrstuhltüren.

"Wo wollen Sie hin, Captain?"

"In mein Büro, Sir!"

O'Neill nickte.

"Ähm, ... Sir?"

"Ja Carter?!"

"Wie lange standen Sie schon da?"

"Lang genug Captain!"

"Oh!"

 

"...ja meine Mommy arbeitet hier! .... sie ist Ärztin!" verkündete Cassandra stolz und begann die Telefonschnur um den Finger zu wickeln. "Nein. .... nein, Gen. Hammond ist noch immer nicht da. ...... Ja ...... ja, das werde ich tun, .... ja ....... ja........Tschüs!" Cassie legte den Hörer auf die Gabel und wirbelte herum, im nächstem Moment blickte sie in das, vor Zorn hochrote, Gesicht von General Hammond.

"Oh, Hallo General Hammond! Da war gerade ein Anruf für Sie, ... doch Bill ruft später noch mal an."

"Bill...?!"

"Ja!"

"Ähm,... BILL ... ?!"

 

Mit einem leisem Surren öffneten sich die Fahrstuhltüren und Sam, begleitet von Jack, trat heraus. Noch immer türmten sich die Ordner und Akten in ihren Armen. O'Neill, der die ganze Situation für äußerst amüsant befand, betrachtet 'seinen' Captain mit einen verschmitzten Lächeln. "Carter?"

"Ja, Sir?"

"Sind sie nicht der Meinung, das Sie es 'etwas' übertrieben haben?"

"Was meinen Sie, Sir?"

"Ich meine," er fuchtelte mit den Fingern in der Luft und prustete ein wenig Luft aus dem Mund. "den ganzen Akten Kram. Sind das nicht ein 'wenig' viele Akten, die Sie auf einmal transportieren?"

"Schon Sir, aber..."

 

"Okay kleine Lady, was haben wir gelernt?"

"Nicht das rote Telefon zu benutzen!" antwortete Cassie schuldbewußt.

"Richtig! Und nun ab mit dir!"

Cassie wirbelte herum und rannte los, schließlich hatte sie eine 'Mission', sie mußte Jack finden.

General Hammond lächelte dem Mädchen kopfschüttelnd hinterher, dann setzte er sich in seinen Stuhl und nahm den Hörer in die Hand.

 

Daniel stand noch immer in der Kommandozentrale und hatte eine neu gefüllte Tasse frischen Kaffees in seiner Hand. Er pustete vorsichtig den heißen Trank und mußte feststellen, daß sogleich seine Brille beschlagen war. Leise vor sich hinmurmelnd, drehte er sich um und ... kollidierte im nächsten Moment mit Cassie, die wie ein Wirbelwind um die Ecke geschossen kam.

Das Erste, was Daniel realisierte, war, daß die Tasse nun leer war.

Das Zweite: daß sein Hemd und seine Hose seltsam feucht waren ...

und als letztes stellte er fest, daßs es nicht nur feucht, sondern auch verdammt heiß war, was sich da über ihn ergossen hatte. Mit einem lauten Zischen sog er die Luft ein. Gleich darauf begann er aufgeregt und wie wild mit den Händen fuchtelnd von einem Bein auf das andere zu treten. Das ganze wurde jetzt auch noch akustisch, mit einem: "Ahh, uhhh, ohhhh, ... aaa-aua!" unterlegt.

"Entschuldige Daniel!" und mit diesen Worten war Cassie auch schon verschwunden.

 

"Airman?!"

"Ja, Captain?" der Airman blieb stehen und blickte Sam fragend an.

"Könnten Sie mir eventuell behilflich sein?"

"Natürlich!" Airman Handerson kam ein paar Schritte auf Sam zu.

"Könnten Sie mir bitte mein Büro öffnen?" Carter deutete mit einen Kopfnicken zur Tür.

"Selbstverständlich!" Handerson dreht sich um und tat wie ihm geheißen.

"Danke Airman!" Sam nickte ihm zu und registrierte mit einem Aufatmen, daß sie nun am Ziel war. Bevor sie jedoch wußte, was sie traf, wurde sie von einer ungeheuren Wucht gepackt und zu Boden gerissen. Die Akten und Ordner flogen im hohen Bogen in die Luft, kamen mit einem flatternden Geräusch wider herunter und bedeckten den ganzen Boden mit Papier.

"Oh nein!" stöhnte Sam laut auf und rappelte sich mühsam wieder auf, "Das darf doch nicht wahr sein, ... da hab ich es bis hier geschafft und jetzt?! Verdammt"

"Entschuldige Sam, aber ich habe dich nicht gesehen!" Cassie blickte Carter unschuldig an.

"Ist schon gut Kleines, ich hätte ja auch öfter gehen können und hätte nicht versuchen sollen alles auf einmal zu transportieren!"

"Hast du Jack gesehen?"

"Ja! Er wollte zu Teal'c!"

"Okay!" Cassie sprang wieder auf ihre Füße und rannte weiter.

"Ähm, Cassie..." doch das Mädchen konnte sie schon nicht mehr hören.

 

"JACK!" Cassandra hatte den Colonel von SG-1 am Ende des Flures entdeckt und rannte nun auf ihn drauf zu. "JACK!" rief sie wieder und sprang in seine Arme.

"Cassie!" stieß O'Neill überrascht hervor, "Was machst du denn hier?"

"Ich hab dich gesucht."

"Oh! ... Und wo ist deine Mom?"

"In ihrem Labor." antwortete Cassie freudestrahlend.

"Oh!" sagte Jack mit einem Lächeln und setzte das Mädchen wieder ab.

"Hast du Zeit mit mir zu spielen?"

"Ich befürchte nein, Cassie! Der General will gleich noch mal mit mir reden ... und ich befürchte, daß Sam, Daniel, Teal'c und ich dann sehr bald auf Mission gehen werden!"

"Och Männo!" Cassie zog einen Schmollmund, "Das ist gemein."

"Glaub mir Cassie, ich würde auch lieber mit dir spielen, als jetzt eine Mission zu starten."

"Ich denke Angeln ist ein Sport und kein Spiel, O'Neill." mischte sich jetzt auch Teal'c ein.

"Das ist richtig Teal'c, aber wir reden hier ja auch nicht vom Angeln."

"Hast du nicht eben gesagt, daß du alles dafür geben würdest, jetzt Angeln zu können?" erwiderte Teal'c mit der gewohnten tonlosen Stimme.

"Ja Teal'c, das habe ich gesagt, ... aber das war, bevor ich die Einladung von meiner Freundin bekommen habe!" antwortete Jack mit einem unverschämten Grinsen und legte einen Arm um Cassandra.

"Ich habe nicht gewußt, daß sie dich eingeladen hat, O'Neill."

"Dann wasch' dir mal die Ohren Teal'c, ... Cassandra hat mich gerade eben..." O'Neill kam nicht dazu weiter zu sprechen, denn Teal'c hatte sich bereits abgewandt und war im Begriff sein Quartier zu betreten.

"He! Teal'c, das ist aber nicht höflich!" O'Neill hatte Mühe, ein Kichern zu unterdrücken. "Was hast du vor, daß du so schnell verschwindest?"

"Ich werde mir die Ohren waschen, O'Neill. Vielleicht bin ich ja dann in der Lage, Cassies Botschaft zu verstehen." Damit schloß er die Tür und ließ zwei prustende Gestalten auf dem Flur zurück.

 

"Soll ich mit General Hammond reden, ob er dir heute Urlaub geben kann?" fragte Cassandra, während sie auf den Weg zu den Offizierskabinen waren.

"Ich glaube, der General wird es auch dann nicht erlauben Cassie."

"Und wenn ich ganz lieb 'bitte' sage?!"

"Ich befürchte, selbst dann nicht Kleines." O'Neill lächelte und streichelte Cassandra liebevoll über das Haar.

"Darf ich es trotzdem versuchen?"

"Gern!"

 

"Colonel O'Neill bitte kommen Sie sofort in mein Büro, ... Colonel O'Neill bitte!" kam die Stimme des Generals plötzlich aus dem Lautsprecher.

 

"Ich befürchte, Cassie, das du jetzt keine Gelegenheit mehr haben wirst mit ihm über mein Urlaub zu sprechen."

"Ich versuch' es trotzdem! ... Nachher!"

 

"Colonel O'Neill, ... schön, daß Sie so schnell gekommen sind ... bitte setzen Sie sich doch!"

Jack nickte, nahm Platz und blickte den General fragend an.

"Was ist los, Sir?"

"Es geht um die Mission die SG-1 heute Abend, außerplanmäßig durchführen sollte."

"Ja, Sir?"

"Sie muß leider ausfallen!"

"Was ist denn passiert, Sir?"

"Dr. Jackson hat einige leichte Verbrühungen an der rechten Hand und an seinem Arm. Dr. Fraiser hat ihm, wegen einer möglichen Entzündungsgefahr, davon abgeraten, in den nächsten Tagen eine Mission zu starten. Captain Carter hat einige Probleme bei ihren schriftlichen Unterlagen und bat mich ebenfalls um etwas mehr Zeit."

"Oh!"

"Wenn Sie also keine besonderen Arbeiten mehr in der Basis haben, dann würde ich Sie gerne für das Wochenende nach Hause entlassen!"

"Danke, Sir."

General Hammond nickte mit einem Lächeln, "Schönes Wochenende, Jack."

"Danke, Sir!" Jack erhob sich von seinem Stuhl und ging zur Tür. Als er sie öffnete fand er Cassie, mit dem Rücken zu ihm sitzend, im Besprechungsraum vor.

"He Cassie, ... was hältst du von Eishockey?"

"Mußt du denn nicht auf Mission?"

"Nein, ich habe ein freies Wochenende. Das heißt, das wir jetzt was tolles Unternehmen und das ich dann morgen Angeln fahre kann. ... Geh und frag deine Mom, ob alles klar geht, damit wir starten können. Ich werde in der Zeit Daniel und Carter einen Besuch abstatten und mich bei ihnen bedanken."

Cassie nickte und verschwand, in Richtung Krankenstation.

Bald darauf saßen O'Neill und Cassandra im Auto und waren auf den Weg zu Eishalle, wo Jack versprochen hatte, Cassie einen richtigen Bodycheck beizubringen ....

 
Ende

 
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