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Schneesturm© by Danny-Girl (), 2000
Jack O'Neill fröstelte, zog seine Jacke enger um seine Schultern und ließ seinen Blick über die verschneite Landschaft wandern. "Okay! Da wären wir also!" murmelte er mehr zu sich selbst, als zu den anderen, dann richtete er seine Aufmerksamkeit auf Sam. "Carter?" "Ja, Sir?" "Haben Sie schon irgendwelche Daten?" "Natürlich, Sir!" Sam warf einen Blick auf ihr Meßgerät, "Alle Werte sind völlig normal, nahezu identisch mit denen auf der Erde. Die Temperatur beträgt minus 15 Grad Celsius." "Danke Carter. ...Daniel?!" Jack drehte sich um und spähte nach seinem Anthropologen, der sich einige Meter von ihnen entfernt hatte. "Ja?" Jack ging auf ihn zu, "Schon irgendwelche Anzeichen einer Kultur?" "Das ist schwer zu sagen," Daniel schob seine Brille zurecht und blickte ihn an. "Nun, ... ich habe noch keine eindeutigen Spuren gefunden, denn der Schnee verdeckt alles," begann Daniel nun in seiner Wissenschafterbetonung. "Als zweites denke ich, wir sollten uns zunächst ein wenig vom StarGate entfernen. ... Siehst du den Wald dahinten?" er deutete auf einen verschneiten Wald, der gut zweitausend Meter von ihnen entfernt begann.. Jack blickte mit zusammengekniffenen Augen, in die ihm gewiesene Richtung, dann nickte er kurz. "Ja ... und was ist damit?" "Nun, ich bin der Meinung, dass sich da einige Wege befinden könnten!" Wieder blickte Jack zu dem Waldrand, "Gut möglich." Daniel ging in die Hocke und begann den Schnee zur Seite zu wischen. O'Neill verzog die Oberlippe, 'Wissenschaftler'. "Ähm, Daniel ..." der Angesprochene blickte ihn fragend an, "Sag mir Bescheid, wenn du was genaueres weißt, ... okay?!" "Natürlich Jack." Mit einem Kopfschütteln betrachtete Jack den Wissenschaftler, der nun wieder völlig in seine Arbeit vertieft war. "Daniel!" "Ja." antwortete er ohne aufzublicken. "In einer halben Stunde brechen wir auf, ... meinst du, dass du bis dahin hier alles untersucht hast?" "Ich denke schon!" "Carter, Teal'c!" O'Neill ging auf die beiden Angesprochenen zu, " In einer halben Stunde machen wir uns auf die Socken, Daniel meint, dass im Wald dahinten Wege sein könnten. Ich denke wir sollten mal nachschauen, ob er Recht hat!"
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"Zu schade, dass ich meine Ski zu Hause vergessen habe!" sagte O'Neill mit einem Grinsen und stapfte weiter durch den Schnee. "Das verstehe ich nicht, O'Neill." Teal'c betrachtete seinen Colonel mit einer hochgezogenen Augenbraue. "Was meinst du, Teal'c?" "Was sind Ski, ... und warum sind sie gerade jetzt so wichtig für dich?" "Ach weißt du 'mein Großer!'" fuhr O'Neill mit einem unverschämten Grinsen fort und schlang einen Arm um Teal'cs Schulter. "Ski: sind zwei lustige schmale Bretter, die man sich unter die Füße schnallt, um damit über den unberührten Schnee zu gleiten. Ich persönlich bevorzuge es damit irgendwelche steilen Berge herunter zu jagen und mir den Wind um die Ohren sausen zu lassen." Teal'c blickte Jack mit schräg gelegten Kopf an, "Deine Worte ergeben keinen Sinn, O'Neill!" damit beschleunigte er seinen Schritt und setzte sich ein kleines Stück von Jack ab. "Ach, komm schon Teal'c! O'Neill blieb kurz stehen und hob ratlos die Hände, dann setzte er zur 'Verfolgung' an. "Verstehst du denn gar kein Spaß? Außerdem sind die Dinger echt cool!" Sam, die wenige Schritte hinter den Beiden ging, konnte sich ein leises Kichern nicht verkneifen, 'Typisch: Colonel O'Neill!' dachte sie und ging kopfschüttelnd und schmunzelnd weiter. Daniel war stehen geblieben und putzte sich erneut seine Brille, doch kaum hatte er sie aufgesetzt, war sie wieder beschlagen. Schließlich steckte er sie mit einem leisen Fluchen in die Brusttasche seiner Weste und war nun bemüht die anderen einzuholen.
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Der Rest von SG-1 hatte soeben den Wald erreicht und blieb kurz davor stehen. "Okay Daniel, was sagst du nun?" Jack drehte sich um. "Oh, ... ähm!" kam Daniel keuchend zum Stehen und schnappte erst einmal nach Luft. "Was ist denn mit dir los?" O'Neill musterte seinen Freund von oben bis unten, "He, Dannyboy. Kleine Tour durch den Schnee und schon KO? Wenn wir zu Hause sind, müssen wir unbedingt an deiner Kondition arbeiten!" Daniel sah O'Neill kurz an und nickte beiläufig, während er versuchte wieder zu Atem zu kommen. "Ich denke, ..." "...wir sollten erst einmal ein Stück am Waldrand entlang gehen, ... vielleicht finden wir ja einen Weg!" beendete Jack den Satz seines Freundes. "Sir!" "Ja Carter, was ist?" "Ich denke dort drüben könnte sich ein Weg befinden!" Sam deutete nach rechts. Jack nickte kurz, "Sieht aus, als hätten Sie recht Carter. Okay, auf geht's."
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SG-1 war dem schmalen Weg, der sie immer tiefer in den Wald führte, nun schon mehr als eine Stunde gefolgt. Der Wald war mittlerweile lichter geworden und ein immer stärker werdender Wind zog auf. Die Luft schien kälter und kälter zu werden und die ersten Schneeflocken fanden ihren Weg zur Erde. "Okay Leute!" O'Neill mußte schreien, damit er verstanden wurde. "Das sieht gar nicht gut aus. Wir werden uns einen geschützten Platz suchen müssen, denn das hier könnte ein richtig 'schöner' Schneesturm werden. ... Alles klar, ... bleibt dicht zusammen! Abmarsch!"
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Ein ausgewachsener Schneesturm war mit voller Macht über das Land gebrochen und machte es nahezu unmöglich sich fortzubewegen. Das laute Getöse übertönte jeden anderen Ton und der wild wirbelnde Schnee nahm einem fast die Sicht.
Daniel bildete den Schluß von SG-1, immer wieder mußte er stehen bleiben, um wieder zu Atem zu kommen. 'Jack hat wohl Recht,' dachte er, als er erneut stehen blieb, 'wenn wir wieder in der Basis sind, sollte ich wirklich an meiner Kondition arbeiten.'
Jack führte, wie meistens, sein Team an. Er biß die Zähne zusammen und setzte seinen Weg eisern fort. 'Es mußte doch ein geschützter Platz zu finden sein ...'
Teal'c waren am wenigsten die Anstrengungen anzusehen. Seine Schritte schienen genauso mühelos, wie immer zu sein.
Sam ging dicht hinter Teal'c. Sie versuchte ihr Gesicht, mit den Händen zu schützen, denn sie hatte bisher noch nicht die Zeit gefunden ihre Schutzbrille aufzusetzen.
Daniel war ein ganzes Stück zurückgefallen und versuchte nun im Laufschritt sein Team einzuholen. Doch im nächsten Moment verspürte er einen Schmerz, der ihm die Sinne zu rauben schien. Er konnte nicht mehr atmen und die Welt um ihn herum verschwamm zu unwirklichen Formen. Eine plötzliche Hitze durchströmte seinen Körper und Daniel spürte, dass er zu Boden stürzte. Der Fall schien endlos zu dauern und dennoch war er nicht in der Lage, irgend etwas zu tun, um den Aufprall zu sänftigen.
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Mit zitternden Liedern öffnete Daniel langsam die Augen. Wo war er ... und was war passiert?! Er konnte sich nicht erinnern. Vorsichtig hob er den Kopf, um sich umzusehen, doch alles was er erkennen konnte war, dass er sich in einem absolutem Chaos befand. Der Schneesturm hatte nun seine volle Gewalt entfaltet und hüllte Daniel völlig in seinen kalten Mantel ein. Daniel zitterte und tastete mit klammen Fingern nach seinem linkem Fuß. Er wußte nicht warum, aber dort verspürte er einen unsagbaren Schmerz.
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"Bingo!" schrie O'Neill gegen den Sturm und drückte seine Kapuze fest auf seinen Kopf, damit sie nicht davonflog. "Eine Höhle! Das ist ja besser als das Ritz!" Mit einer schnellen Bewegung setzte er seinen Rücksack hab und kletterte in die Höhle, Sam und Teal'c folgten ihm. "Carter! Sie schlagen mit Teal'c das Lager auf. Daniel du hilfst mir bitte hier." "Ja Sir!" Carter drehte sich um und ging zu dem Jaffa. "Daniel! Was ist denn? Warum brauchst du so lange?" O'Neill richtete sich auf und blickte suchend auf. "DANIEL?!" Er konnte den Anthropologen nirgends entdecken. "Daniel, wo zum Teufel steckst du? ... CARTER!" "Sir?" Sam stand hinter dem Colonel und sah ihn fragend an. "Haben Sie Daniel gesehen?" Sam blickte sich suchend um, "Er war doch genau hinter mir." "Und wo ist er jetzt?" schrie O'Neill mit wütender Stimme. "Ich weiß es nicht, Sir!" "TEAL'C ... TEAL'C!" "O'Neill." der Jaffa stand augenblicklich neben Jack. "Wo ist Daniel, Teal'c?" "Nach einem kurzen suchendem Blick, schüttelte Teal'c kurz den Kopf. "Das kann ich dir nicht sagen O'Neill." "Verdammt! Hat er denn niemanden von euch gesagt, wo er hin will?" Jack starrte wütend nach draußen, dann ging er ein paar Schritte hinaus. "DANIEL! Wenn du mich hörst, dann beweg' deinen Arsch hierher, ... verstanden?" dann wandte er sich wieder an den Rest seines Teams, "Erinnert mich daran, dass ich General Hammond nach unserer Rückkehr über Daniels Fehlverhalten informiere, okay?!" "Sir, Sie wollen doch nicht wirklich mit General Hammond darüber reden?" fragte Sam besorgt. "Oh doch, Carter! Es ist nicht das erste Mal, dass Daniel etwas auf eigene Faust unternimmt ohne uns darüber zu informieren und es wird sicher auch nicht das letzte Mal sein, außer wenn ich dem einen Riegel vorschiebe." "Und das wollen Sie tun, indem Sie mit General Hammond reden?" "Nein, das werd' ich tun, indem ich unseren Wissenschaftler vor die Wahl stelle. Entweder fügt er sich richtig in das Team ein, oder er ist raus!" "Sie wollen Daniel aus dem Team werfen, Sir?!" Sam starrte Jack fassungslos an. "Nein Carter, das will ich nicht, aber Daniel läßt mir keine andere Wahl. Durch sein Verhalten, bringt er sich, und auch uns, immer wieder in lebensgefährliche Situationen." Er zögerte einen Augenblick, dann fuhr er fort, "Erinnern Sie sich noch an diese, ... diese 'Frau'?! Wie hieß sie doch gleich, ... SHYLA..." "Oh Sie meinen die Prinzessin auf P3R-636, die Daniel von dem Sarkophage abhängig machte und uns in den Minen schuften ließ?!" O'Neill starrte Sam einige Sekunden fassungslos an, 'Wie kann sie sich denn jetzt noch an die Planetenbezeichnung erinnern? Gott! Ich weiß noch nicht mal, auf welchen Planeten wir uns gerade befinden.' "Richtig Major!" sagte er trotz allem, "Jedenfalls wären wir ohne ihn, niemals in Gefangenschaft geraten. Wie oft hat uns sein kopfloses Verhalten fast den Arsch gekostet?! Überall rennt er hin, ... alles muß er anfassen ... die Sache mit Lindris ..." "PY3-948" unterbrach in Sam. "Ja, ... meinetwegen! Hätte er nicht wieder seine Finger überall gehabt, dann wären wir einfach umgekehrt und nichts wäre passiert. Daniel wäre nicht in der Psychiatrie gelandet, Teal'c hätte nicht im Sterben gelegen und ... Herrgott, ... Janet, Ihnen und mir wäre auch ne' Menge erspart geblieben..." "Sir!" "P9R-427!" ...war er es gerade, der diese Planetenbezeichnung herausschmetterte?! "Warum hat er diesem alten Kerl vertraut? Warum? Toll, ... da legt er sein Hände auf dieses, ... dieses Ding ... und die beiden tauschen die Körper. ... Danny wäre dabei fast gestorben ...!" "Sir, Sie..." "Er ist so dumm, ... so unglaublich kopflos und leichtsinnig ..." "Sir!" "Was ist, Carter?!" O'Neill starrte Sam wütend an. "Ich weiß, dass Sie sich Sorgen ma..." "Sorgen?" unterbrach er sie, "... Ich? ... Um ihn? Neinnein, Carter, Daniel ist alt genug ... und deshalb wird er diesmal dafür gerade stehen und sich vor General Hammond davor rechtfertigen!" "Sir!" "Carter?!" Beide sahen sich für einen Augenblick an, dann senkte O'Neill den Blick, "Sie haben Recht Sam, ich mache mir Sorgen ... und ich bin auch nicht auf ihn, sondern auf mich sauer. Ich weiß wie er ist, und ich hätte ihn nicht einfach aus den Augen lassen dürfen." Dann bückte er sich und schnallte entschlossen wieder seinen Rucksack auf, "Ich werde ihn suchen gehen, wenn ich in vier Stunden noch nicht zurück bin, und der Schneesturm vorbei ist, dann gehen sie und Teal'c zum StarGate und holen Verstärkung." "Ja, Sir!" "Aber zunächst, werde ich versuchen ihn über Funk zu erreichen." Auch wenn O'Neill wenig Hoffnung hatte, dass es funktionierte, so wollte er doch diesen Versuch nicht auslassen, also zog er kurz entschlossen sein Funkgerät aus seiner Westentasche, "O'Neill an Jackson, bitte kommen!" er wartete einige Sekunden, bevor er es erneut versuchte, "Daniel, ... komm schon melde dich. ... Kannst du mich hören?" Doch nur ein statisches Rauschen antwortete ihm. "Der Sturm ist zu stark, ... wahrscheinlich geht es deshalb nicht!" warf Carter ein. O'Neill verkniff sich einen Kommentar und nickte stumm, "Wahrscheinlich haben Sie recht, Major!" sagte er dann doch. "Ich wollte diesen Versuch nur nicht auslassen, ... die Möglichkeit war ja doch vorhanden, dass es geht." Damit zog er seine Jacke wieder fester um seine Schultern und machte sich auf den Weg. "Viel Glück, Sir!" flüsterte Sam leise. Sie wußte, dass der Colonel sie nicht mehr hören konnte, aber sie fühlte sich so besser. "Passen Sie auf sich auf, Jack ... und bringen Sie Daniel wieder gesund und heil mit nach Hause." Dann dreht sie sich um und ging wieder in die Höhle.
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Der Schnee, der seinen linken Fuß bedeckte, hatte sich rot verfärbt und das konnte nichts anderes bedeuten, als dass er blutete. Vorsichtig begann Daniel den Schnee zur Seite zu wischen, als seine Finger plötzlich auf etwas kaltes Metallenes trafen. Ein neuer Schwall von Schmerz, überkam ihn und er mußte die Zähne zusammenbeißen, um nicht laut aufzuschreien. Mit zitternden Fingern und einer dunklen Vorahnung, fuhr er fort und legte den Rest seines Fußes frei. Daniel erstarrte. Eine Falle! ...er war in eine Falle getreten! 'Okay, das bedeutete zumindest, dass dieser Planet eine, mehr oder weniger, intelligente Bevölkerung hat, oder wenigstens einmal hatte' versuchte sich Daniel abzulenken. Die Falle ähnelte einer Wildtierfalle und war von mittlerer Größe. Die scharfen Zacken, hatten sich tief in sein Fleisch gebohrt und steckten nun in seinem Knochen. 'Verdammt!' dachte Daniel, 'Toll! Jack wird mir den Kopf abreißen, wenn er das hier sieht. Er darf es nichts merken, ... auf gar keinen Fall!' Er biß die Zähne wieder fest aufeinander und versuchte mit letzter Kraft die Falle zu öffnen, doch er war zu schwach.
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Die eisige Kälte, die O'Neill ins Gesicht schlug, ließen seine Schritte länger werden. Er mußte Daniel so schnell wie möglich finden, bevor noch ein Unglück passierte, ... wenn es nicht schon längst passiert war. Noch einmal verlängerte er seinen Schritt. 'Warum hab ich dich nicht hinter mir gehen lassen? Ich weiß doch wie du bist! Ich weiß doch, ... Verdammt, ich hätte dich zwischen Teal'c und mich stecken müssen! Oh Daniel verdammt! Ich hoffe für dich, dass du verletzt bist, denn wenn nicht, werd' ich dir den Kopf abreißen. ... Das schwör' ich dir!'
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Daniel hatte sich einen abgerissenen Ast geangelt und benutzte ihn nun als Hebel. Langsam, Zentimeter für Zentimeter öffnete sich die Falle und gab seinen Fuß wieder frei. Mit angehaltenen Atem begann Daniel seinen Fuß heraus zu ziehen, doch im nächsten Moment brach der Ast und die Falle schnappte erneut zu. Daniel entfuhr ein Schrei aus der Kehle, im nächsten Moment wurde alles um ihn herum dunkel.
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Sam hatte ein kleines Feuer angezündet und stellte zufrieden fest, dass ihre Vermutung stimmte und der Qualm ohne Probleme abzog. Sie hielt ihre Hände über die kleinen Flammen und genoß die wohlige Wärme, die sie sofort spürte und die sich langsam ausbreitete. Ihre Gedanke schweiften ab. Sie mußte an den Colonel und Daniel denken, hoffentlich war ihnen nichts passiert.
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Daniel lag auf dem Rücken, starrte in den tosenden Sturm und zitterte am ganzem Körper. Er hätte nicht sagen können, wie lange er nun schon hier so lag und das wilde Spiel der Schneeflocken beobachtete. Im Moment beschäftigte ihn eigentlich etwas ganz anderes. Wann war ihm das letzte Mal so kalt gewesen? Er mußte angestrengt nachdenken und kam letzten Endes zu dem Entschluß, dass er es nicht mehr wußte. Plötzlich wurde ihm bewußt, dass Jack, oder die Anderen, jeden Moment hier auftauchen konnten. Wenn er nicht wollte, dass sie etwas merken, dann mußte er sich beeilen und sich aus diesem Ding befreien und das so schnell wie möglich. Mit fast tauben Fingern, tastete er wieder nach dem Ast und versuchte erneut die Falle zu öffnen. Diesmal hatte er mehr Erfolg. Ganz vorsichtig und langsam, zog er seinen verletzten Fuß heraus und registrierte zufrieden, wie die Falle, ohne dass sich sein Fuß darin befand, wieder zuschnappte. "Sehr gut, Jackson!" lobte er sich selbst und erschreckte sich im gleichen Moment über seine rauhe Stimme. "WOW!" entfuhr es ihm, dann begann er sich langsam aufzurichten. Nur all zu gern, hätte er jetzt den Ast als Krücke benutzt. Doch ihm war klar, dass das mehr als auffällig gewesen wäre und er so Jack sicher nicht davon überzeugen konnte, dass alles okay sei. Vorsichtig ging er ein paar Schritte und stellte dann fest, dass er noch immer stark zu bluten schien, also ließ er sich wieder in den Schnee fallen und holte aus seinem Rucksack die Erste-Hilfe-Box.
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"DANIEL!" Jacks Stimme war kaum gegen den Sturm zu hören, dennoch versuchte er es wieder. "Komm schon, Danny! Wo steckst Du?" Er blieb stehen und blickte sich suchend um, "DANNY!" Jack ging einen kleinen Berg hinauf, mit einem Aufatmen stellte er fest, dass sich der Sturm langsam legte und dass auch der Schnee immer weniger wurde. "Jackson verdammt, wo steckst du?"
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Daniel mußte sich zusammenreißen, dass er möglichst ohne zu humpeln ging. Er hatte keine Ahnung wo die Anderen waren, also ging er einfach der Nase nach. "Jackson verdammt, wo steckst du?" Jack! Das war Jacks Stimme. Sie hörte sich noch etwas entfernt an, aber sie war deutlich zu hören. "JACK?!" "Jackson? Warst du das?" "Ich bin hier, Jack!" "Bist du okay?" "Ja!" log Daniel und humpelte weiter in die Richtung, aus der O'Neills Stimme kam. "Dann beweg' endlich deinen Arsch hier rüber!" "Ich bin gleich da, Jack!" Daniel wollte seinen Schritt beschleunigen, mußte jedoch feststellen, dass ihm im nächsten Moment furchtbar übel wurde. Benommen stützte er sich an einen Baum und schnappte nach Luft. Dann blickte er auf und konnte die verschwommenen Umrisse von O'Neill erkennen. Schweiß rann ihm über die Stirn und lief ihm durch das Gesicht. 'Schweiß?! Aber es ist doch so kalt, ... wie kann ich da schwitzen?' verwirrt fuhr er sich mit der Hand durch das Gesicht und taumelte dann weiter. 'Reiß' dich zusammen, Jackson!' dachte er verbissen und konzentrierte sich voll und ganz auf seine Schritte. "Wo zum Teufel hast du gesteckt, Jackson?!" Da war es wieder Jackson, Jack nannte ihn nur so, wenn er wirklich sauer war. Also mußte er jetzt wirklich aufpassen, dass seine Verletzung nicht auffiel. Mit, fast, festem Schritt, ging er auf O'Neill drauf zu. "Hi Jack!" "Hi Jack?!" echote O'Neill, " Was besseres fällt dir nicht ein?! Wo warst du und was hast du getrieben?! Warum mußt du dich immer wieder von uns trennen und warum kannst du nicht ein einziges Mal deinen Mund aufmachen und mich fragen, ... oder mir Bescheid sagen? WARUM; Daniel?!" Daniel schloß kurz die Augen und taumelte zurück, erneut kroch Übelkeit und ein starkes Schwindelgefühl in ihm hoch, "Sind das nicht ein wenig viele Fragen, Jack?" fragte er mit schwacher Stimme, und war im nächsten Moment sauer auf sich, dass sie nicht fester geklungen hatte. Aber sein Gegenüber war zu gereizt um es zu merken, "Daniel. Sollte das noch einmal vorkommen, dann bist du raus aus dem Team, ... verstanden?!" "Raus?" wiederholte Daniel fassungslos und starrte Jack mit offenem Mund an. Sein Herz verkrampfte sich bei den harten Worten seines Freundes, doch gleichzeitig verstärkten sie seine Absicht, seine Verletzung auch weiterhin zu verbergen. "Ja: raus! Das hast du dir selbst zuzuschreiben, Daniel! Ich habe deine Extratouren satt, verstanden?!" "Ja Jack!" "Jetzt komm', Carter macht sich deinetwegen Sorgen ... und das völlig zu unrecht!" Daniel nickte und folgte dann wortlos seinem Freund.
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Daniel blieb stehen und stützte sich erneut an einem Baum ab. "Ja'k! Warte ne' Sekunde!" "Was ist los mit dir, Daniel? Wir haben erst vor ein paar Minuten Pause gemacht, du kannst unmöglich schon wieder müde sein!" Daniel nickte und ging humpelnd auf seinen Freund drauf zu. O'Neill sah ihn prüfend an, "Was ist mit deinem Bein, Daniel?" Erschrocken blieb Daniel stehen. "Wieso?!" fragte er unsicher. "Du humpelst!" Daniels Gedanken begannen zu rasen, er durfte sich nicht verraten, "Das ist nichts, Jack! Ich ... ich bin nur eben auf eine Wurzel getreten und umgeknickt, ... nichts weiter!" "Laß mich mal sehen!" sagte O'Neill auffordernd und ging auf den jungen Mann drauf zu. "Ich bin okay, Jack!" Daniels Stimme klang scharf, "Siehst du ..." er ging ein paar Schritte auf O'Neill zu und schaffte es tatsächlich, nicht zu humpeln. Jack nickte beschwichtigt und ging dann weiter. Daniel atmete innerlich auf, mit vorsichtigen Schritten folgte er ihn. Lediglich ein Fußabdruck im Schnee und ein wenig Blut kennzeichneten die Stelle, an der er gerade noch gestanden hatte.
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Die vier Stunden waren fast vorüber. Sam saß am Feuer und befand sich in einem innerlichen Konflikt. Sie wollte nicht einfach ihre Sachen packen und den Colonel und Daniel hier allein lassen, andererseits wußte sie, dass, wenn Daniel verletzt war, es besser wäre Verstärkung zu holen. Wer weiß, was passiert war, ... außerdem war es ein Befehl, und selbst wenn er ihr mißfiel, ... er mußte ausgeführt werden. Plötzlich tauchten zwei Gestalten vor ihr auf, "Colonel, Daniel!" entfuhr es ihr und sie sprang erleichtert auf. "Alles klar Carter! Ich habe ihn gefunden ... und es geht ihm gut." Er warf einen Blick über seine Schulter und sah Daniel vorwurfsvoll an. "Warum hast du dich zurückfallen lassen Daniel?" Sam sah Daniel fragend an. "Kann ich das nicht nachher beantworten? ... Ich bin müde!" "Nein Daniel, denn das würde mich auch mal brennend interessieren." Jack legte den Kopf schief und kniff die Augen zusammen. "Ich bin wirklich SEHR müde." Daniel schob sich an Jack und Sam vorbei, und verschwand in der Höhle. Er mußte sein Bein entlasten, denn die Schmerzen wurde immer unerträglicher. Bisher war sein Bein noch nicht angeschwollen, was er wohl lediglich der Wanderung durch den Schnee zu verdanken hatte, denn so war die Verletzung immer gut gekühlt gewesen. Schlafen! Ja, das war jetzt das was er brauchte. Das war das wonach sich sein Körper sehnte. Schlafen! Dieses Wort bekam plötzlich eine nie gekannte Macht und schien das Wichtigste im ganzem Universum zu sein. Daniel zog seine Jacke aus und genoß die kühle Luft, die ihn umgab. Aber es war noch immer viel zu heiß, ... Moment, seit wann war es heiß hier?! Unwichtig, ... wichtig war nur, dass es heiß war und er etwas dagegen unternehmen mußte und das, so schnell wie möglich. Hastig öffnete er sein Hemd und ließ es zu Boden gleiten. "Was wird das Daniel?" fragte Jack, der ihn mißtrauisch beobachtete. "Es ... es ist so heiß Ja'k!" Im nächsten Moment begann sich alles um Daniel zu drehen, doch er schaffte es gerade noch sich an der Höhlenwand abzustützen. "Heiß?!" wiederholte Jack mit sorgenvoller Stimme. "Ja!" erwiderte Daniel. "Merkst du es denn nicht, Jack?" "Danny, es ist verdammt kalt hier." O'Neill ging langsam auf Daniel zu und registrierte zum ersten Mal, das starke Zittern seines Freundes. "Du bist sicher, dass dir heiß ist, Danny?" "Es ... ist ... kalt?!" Daniel versuchte nachzudenken, doch die Hitze schien sein ganzes Denken zu blockieren. Plötzlich gaben seine Knie unter ihm nach und Daniel merkte, dass er fiel. Schemenhaft nahm er wahr, wie Jack ihn auffing und langsam zu Boden gleiten ließ. Die Stimmen von Jack und Sam, drangen nur gedämpft an sein Ohr und dann wurde es erneut dunkel um ihn.
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"Wie ist seine Temperatur?" O'Neill saß noch immer neben seinem Freund und beobachtete sein unruhigen Schlaf. Daniels Haar war schweißnaß und klebte strähnig in seinem Gesicht. "40,5°C, Sir und es steigt weiter...!" "Puls?" fragte er ohne aufzublicken. "86, Sir." "Was macht sein Bein?" "Er hat viel Blut verloren, Sir. Das Bein ist angeschwollen, es könnte sein, dass es gebrochen ist." "Es ist alles meine Schuld, Sam!" Jack strich Daniel eine Strähne aus dem Gesicht. "Das ist nicht wahr, Colonel!" "Ich hätte ihn nicht am Schluß gehen lassen dürfen, er ist kein Soldat, er ist ein Wissenschafter, ... ein Zivilist!" "Wir waren in keiner gefährlichen Situation, Sir. Sie konnten doch nicht wissen, dass so etwas passiert." "Er ist ein Zivilist, Sam und er ist in meinem Team! Ich bin für mein Team verantwortlich..." sagte O'Neill verbittert und sah Sam das erste Mal, seit Stunden an. "Wann ist Teal'c zum Gate gegangen?" "Vor drei Stunden, Sir!" Sam betrachtete Jack besorgt, "Sie sollten sich jetzt ein wenig ausruhen, Sir. Ich kümmere mich um Daniel!" "Ich bin nicht müde." "Sir, mit allem gebührendem Respekt, Sie stehen völlig neben sich. Vielleicht haben Sie auch Fieber..." Sam wollte die Hand auf die Stirn des Colonels legen, doch dieser wich zurück. "Mir geht es gut Carter!" sagte er schroff. "Ich habe ihm Vorwürfe gemacht, ... habe ihn angeschrien und gesagt, dass er aus dem Team fliegt, ... dabei konnte er gar nichts dafür...! Er ist in diese verdammte Falle getreten und ich mache ihn Vorwürfe!" "Sir! ... Sie haben doch selbst gesagt, dass er seine Verletzung überspielt hat." "Ja, das hat er!" entgegnete O'Neill verbittert, "Aber ich hätte es merken müssen, ich hätte..." "Ja'k." flüsterte Daniel schwach und schlug langsam die Augen auf. "Dannyboy!" Jacks Stimme klang beinah zärtlich, er lächelte leicht und blickte Daniel fragend an. "He, ... belauscht du uns schon lange?!" "N...nein! Ich..." "Red' lieber nicht, du mußt dich schonen, du brauchst deine Kraft noch." "Ich ... wollte nur," Daniel schluckte hart, "nur sagen, dass es hier eine Intelligente Lebensform geben muß..." "Wie kommst du denn jetzt darauf?" "Die Falle!" Daniel begann zu husten, "Die wurde sicher nicht von irgendwelchen Tieren dort aufgestellt." Daniel bestätigte seine eigenen Worte mit einem Nicken und schloß wieder die Augen. "Schlaf dich gesund, Danny. Janet wir sicher bald hier sein und sich um dich kümmern." "41,1°C" Sam richtet sich auf und sah Jack besorgt an. "Janet wird bald hier sein, Sam!" versuchte er sich selbst zu beruhigen. "Hoffentlich, ... denn wenn das Fieber weiter so steigt, ... wir haben schon sämtliche Fiebermittel verbraucht, die wir in unseren Erste-Hilfe-Boxen hatten." "Ich weiß, Sam!" Plötzlich waren Stimmen draußen zu hören, Jack blickte auf und beobachtete Sam, die eilig zum Höhlenausgang ging. "Sie sind da!" verkündete sie voller Erleichterung. "Hast du gehört Danny?! Jetzt wird sich Janet um dich kümmern." Jack sah Daniel an, ein ungutes Gefühl überkam ihn. Hastig legte er seine Hand auf Daniels Brustkorb, ... nichts! Er tastete nach dem Puls, ... nichts! "Janet!" schrie er aus Leibeskräften, während er begann Daniels Herz zu massieren. "Er hat aufgehört zu atmen ... und sein Herz schlägt nicht mehr...!" Janet Fraiser war sofort neben ihm und übernahm die Wiederbelebungsversuche. "Stanley, hilf mir hier!" schrie sie zu einen der Sanitäter. Ein blonder junger Mann, kniete sich neben Daniels Kopf und stülpte eine Atemmaske über sein Gesicht. Janet massierte noch immer Daniels Herz, sie machte eine kurze Pause und blickte Stanley fragend an. Dieser legte zwei Finger an Daniels Hals und schüttelte mich dem Kopf, "Kein Puls!" Janet nickte und beugte sich erneut über Daniel, "Komm schon Daniel! ... Komm schon!" "Keine Atmung, kein Puls!" meldete sich Stanley wieder. "Komm schon Daniel, atme verdammt!" flüsterte Jack leise, während er leichenblaß dem Schauspiel folgte. "Los Daniel, ... komm schon! Streng dich ein kleinwenig an." schrie Janet völlig atemlos. "HALT!" schrie Stanley plötzlich. "Ich habe hier einen schwachen Puls, ... Atmung wieder selbständig! ... Puls wird kräftiger!" "Danke!" flüsterte O'Neill und ließ sich auf die Knie sinken.
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Nach einer Stunde war Daniel soweit stabil, dass Janet bedenkenlos den Rückmarsch zum StarGate zustimmen konnte. "Legt ihn auf die Trage!" ordnete sie den beiden Sanitätern an. "Und dann geht es so schnell wie möglich zurück nach Hause, Daniel braucht dringend eine Bluttransfusion und ein warmes Bett." "Ja Doc." Stanley lächelte und hob dann vorsichtig die Trage an.
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Kurz bevor sie das Gate erreicht hatten, schlug Daniel erneut die Augen auf, "Ja'k?!" "Ich bin hier Spacemonkey." Daniel sah Jack vorwurfsvoll an, doch dann lächelte er leicht. "Du hast uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt!" "Entschuldige, Jack!" "Verdammt für was entschuldigst du dich? Danny, ich ... ich hätte es nicht ertragen können, wenn du ..." Jack brach ab und sah zu Boden. "Es tut mir leid, Jack!" "He, was tut dir leid? ... Dass du mein bester Freund bist? Oder dass ich mir Sorgen um dich mache?" "Ich..." "Oh nein, Danny! Du entschuldigst dich jetzt nicht! Da gibt es nämlich nichts, wofür du dich zu entschuldigen brauchst, ... klar?!" "Ja, ... Ent..." "Ah! Keine Entschuldigung!" Jack lächelte Daniel kurz an, "Ähm, Daniel ... eine Sache wäre da noch!" "Ja?!" "Ich hoffe du weißt, dass dein Konditionstraining nur verschoben ist, ... nicht dass du denkst..." "Keine Sorge Jack, ... wir können gleich morgen anfangen!"
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