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Allein© by Aisling ()
Dafür, dass er soviel Gepäck hatte, fiel die Tür erstaunlich leise ins Schloss. Und dann stand er da. Alleine auf dem Flur. Ein Kollege - er spielte Geige - hatte ihm zwar sein Gästebett angeboten, aber Thorsten hatte es dankend abgelehnt. Er wollte jetzt erst mal alleine sein und nachdenken, wie es weiter gehen sollte - ohne Leo.
Leo, der sich für seinen Job und gegen ihn, Thorsten, entschieden hatte. Leo, der ihn wie ein waidwundes Tier angesehen hatte, als er sich verabschiedet hatte.
Aber was sollte er machen? Jeden Tag mit der Angst weiterleben, dass irgendwann einer von Leos Kollegen vor der Tür stand und ihm leise, mit stockender Stimme mitteilte, dass...
Schließlich war er heute schon wieder mit einer Schusswunde zurückgekommen. Es war einfach zuviel. Es war inzwischen so schlimm, dass Thorsten nicht mehr vernünftig spielen konnte, wenn er wusste, dass Leo noch im Dienst und nicht zu Hause war. Manchmal zitterten sogar Thorstens Hände beim Spiel.
Halt. Thorsten schüttelte den Kopf. So ging es nicht weiter. Er hatte noch nicht mal das Haus verlassen und schon wälzte er sich in Mitleid.
Entschlossen schulterte er sein Cello und verließ das Haus. Es musste auch ohne Leo gehen. Irgendwie.
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