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Der Berg ruft

© by Freya (), 04.06.2000

 

Disclaimer: Ich bin grundsätzlich gegen Sklaverei und habe es mir deshalb zum Ziel gesetzt, die Jungs von Panzer/Davis und Rhysher freizukaufen. Solange ich allerdings auf das nötige Kleingeld warte, leihe ich sie mir von Zeit zu Zeit, um ein bißchen Spaß mit ihnen zu haben. Ich werde mir zum Geld sammeln allerdings etwas anderes einfallen lassen, da ich mit dieser Geschichte keines verdienen werde.
Diese Story ist ein PWP und wie könnte es anders sein, beinhaltet sie sexuelle Handlungen zwischen zwei der unglaublichsten Männer, die ich jemals das Glück hatte, in meiner Phantasie zu verkuppeln. Wenn Dich sowas abstößt, dann fang gar nicht erst an zu lesen, wenn nicht, wünsche ich soviel Spaß beim lesen wie ich beim schreiben hatte. Diese Geschichte ist nicht Betagelesen also entschuldige ich mich schon an dieser Stelle für alle eventuellen rechtschreiblichen Entgleisungen. Feedback? Ja! Auf jeden Fall! An: freya5000@yahoo.de.
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion.

 

"Wie kommst Du bloß auf die Idee, ich könnte an SOWAS Spaß haben? Von all Deinen wirren Ideen in den letzten Wochen ist DAS hier wohl das idiotischte! Wieso habe ich mich eigentlich überreden lassen mitzukommen? Ich hätte mir doch denken können, daß es etwas völlig verrücktes ist!"

Methos sprach laut, so laut, daß es jeder hören konnte, der sich im Umkreis von mehreren 100 Metern befand. Sehr zu seinem Verdruß befand sich außer Duncan aber niemand in der Nähe, und Duncan schien seine bitteren Worte nicht wahrzunehmen. Also legte Methos noch ein paar Phon zu.

"Ich könnte jetzt mit einem wohltemperierten Bier in meiner Wohnung sitzen und Xena sehen, aber Nein. Ich stapfe bei 50° im Schatten durch die Berge und sehe zu, wie einem verrückten Schotten das letzte bißchen Hirn unter der Sonne schmilzt! Ich fasse es nicht, daß ich zugestimmt habe. Diese verdammten Hundeaugen. Ich sollte an meinen Grenzen arbeiten. Nein, Duncan! Danke, aber nein danke! Hörst Du mich Highlander?! Ich will nach Hause!"

Methos schrie mittlerweile. Duncan, der einige Meter voraus gelaufen war, blieb abrupt stehen und drehte sich zu seinem verärgerten Freund um. Manchmal konnte der alte Mann eine wirkliche Plage sein.

"Was willst Du?! Nach Hause? Bitte, dann geh doch! Ich werde Dich nicht aufhalten. Verdammt Methos, ich wollte Dir eine Freude machen und Du maulst rum, weil Du Dich ein bißchen bewegen mußt! Wenn der Ort per Hubschrauber erreichbar wäre, dann wäre er überlaufen von Touristen und das kannst Du auch nicht ausstehen. Weißt Du was? Ich werde nie wieder versuchen, Dir eine Freude zu machen, Du undankbarer alter Mann! Du willst nach Hause?! Schön. Gehen wir nach Hause."

Nach diesem Ausbruch ging Duncan schnellen Schrittes in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Als er auf der Höhe des alten Mannes war, griff dieser nach seinem Arm und hielt ihn fest. Ruhiger sprach er auf den Schotten ein.

"Mac, sag mir einfach wohin die Reise geht. Ich hasse es bergauf und bergab zu laufen, wenn ich nicht weiß, wohin. Ich brauche ein Ziel, wenn ich mich den Strapazen eines solchen 'Spazierganges' weiterhin aussetzen soll. Du hast mich zu einem kleinen Ausflug eingeladen. Schön. Dieser Einladung bin ich gefolgt, obwohl Du mir nicht sagen wolltest, wohin wir unterwegs sind. Du sagst, Du willst mir eine Freude machen, aber bisher habe ich noch nicht besonders viel Spaß gehabt."

Duncan atmete tief ein und ließ die Luft dann mit einem tiefen Seufzen wieder entströmen. Er hatte nicht darüber nachgedacht, was es Methos für Überwindung kosten mußte, mit ihm durch die Wildnis zu laufen, ohne genau zu wissen, wo er war und was ihn am Ende erwarten würde. Er konnte nach den letzten Ereignissen nicht erwarten, daß Methos ihm blind vertraute. Genau das wollte er aber. Er wollte Methos Vertrauen zurückgewinnen und ihrer Freundschaft eine neue Tiefe geben. Er wollte den Ärger, die Verletzungen und das Mißtrauen endgültig hinter sich lassen. Er wollte die Augen des Mannes, der ihm so viel bedeutete, wieder leuchten sehen. Deshalb hatte er diesen Ausflug geplant.

In seinen Vorstellungen war sein Plan perfekt gewesen. Die abgelegene Berghütte in den Wäldern Canadas, die er zufällig gefunden, in mühevoller Arbeit renoviert und in den letzen Wochen mit genügend Vorräten bestückt hatte, um dort Monate verbringen zu können, wenn man es denn wollte. Methos und er, fernab der Zivilisation, fernab von jeglicher Gefahr. Alleine. Eine Möglichkeit sich auszusprechen, ohne permanent von der Vergangenheit unterbrochen zu werden. Leider hatte er vergessen, Methos' komplexe und komplizierte Denkweise in seinen Plan mit einzubeziehen. Er hatte Methos nur gesagt, er wolle ihm eine Freude machen und erwartet, daß der alte Mann genauso sehnsüchtig auf eine Gelegenheit zur Aussprache und Zweisamkeit wartete wie er und deshalb keine weiteren Fragen stellen würde. Was für einen Fehler er damit begangen hatte, stellte er fest, als er in die fragenden Augen seines Freundes blickte.

"Ich.." begann Duncan, um dann abzubrechen, weil er nicht wußte, wie er sich ausdrücken sollte. Manchmal wünschte er sich, wie Amanda zu sein. Sie konnte über Gefühle reden, ohne jedes Wort auf die Waagschale zu legen und Angst vor der Reaktion zu haben. Duncan schluckte und begann erneut. "Wir sind auf dem Weg zu einer Hütte, sie ist ungefähr 8 Meilen nördlich von uns. Es ist eine phantastische Aussicht von da oben..."

Er sah wie sich ein Lächeln in die Augen des anderen Mannes schlich. "Du schleppst mich quer durch Amerika und halb Canada, um mir eine Aussicht zu zeigen, die ich mit größter Wahrscheinlichkeit schon kenne?! MacLeod, Du bist unglaublich."

Duncan zeigte ein schiefes Lächeln und zuckte mit den Schultern. "Ich dachte, es würde Dich vielleicht freuen...ich weiß...*been there..done that...* aber vielleicht kennst Du dieses wunderschöne Fleckchen Erde noch nicht.."

Der Blick, der diese Worte begleitete, erinnerte so sehr an einen kleinen Hund, der erwartete gelobt zu werden und statt dessen Bekanntschaft mit der Zeitung machte, daß Methos nicht anders konnte. Beruhigend klopfte er Duncan auf die Schulter und bat lachend: "Hör auf damit Highlander! Ich komme mit, wenn Du aufhörst, wie ein waidwundes Tier auszusehen!"

Duncans Lächeln wurde strahlend, dann drehte er sich mit den Worten: "Schön, gehen wir!" wieder um und setzte seinen Weg den Berg hinauf fort.

 

Kopfschüttelnd folgte Methos dem Schotten. Hatte er nicht gerade darüber nachgedacht, Grenzen setzen zu wollen? Er hatte wahrlich keine Lust, weiter durch die Berge Canadas zu wandern, und er wollte nicht in einer einsamen Berghütte mit Duncan MacLeod vom Clan MacLeod sitzen und sich den Sonnenuntergang ansehen.

*Na alter Mann, eigentlich ist das genau das, was Du willst, nur sitzt ihr in Deinen Wünschen nicht nebeneinander sondern er auf Deinem Schoß..nicht wahr?* überfiel ihn eine Stimme aus den Tiefen seines Gehirns. Ungewollt lachte Methos laut auf bei dem Gedanken an den schottischen Krieger, an den Verteidiger der Witwen und Waisen, der auf seinem Schoß saß während sie einen romantischen Sonnenuntergang betrachteten.

Duncan drehte sich fragend nach ihm um. "Was ist so komisch?"

Methos unterdrückte sein Lachen und erwiderte mit seinem unschuldigsten Blick. "Nichts, gar nichts Mac, immer frisch voran. Ich hoffe, Du hast in deiner Hütte einen Kühlschrank? Das Bier in meinem Rucksack dürfte mittlerweile gar sein."

Der Highlander zeigte ihm seine blendend weißen Zähne. "Natürlich Methos. Wir sind zwar etwa 100 Meilen von der nächsten Stadt und 300 von der nächsten Stromquelle entfernt, aber elektrisches Licht, Klimaanlage, Whirlpool und Kabelfernsehen sind auch vorhanden. Ich habe in meinem Rucksack etwa 2000 Batterien, um die Einbauküche zum laufen zu bringen..Oh, habe ich vergessen, Dir zu sagen, daß Du auch welche hättest mitnehmen sollen?!"

Methos hob entschuldigend seine Hand und erst, als Mac herablassend nickte, drehte er seine Hand und knickte erst seinen Kleinen, dann den Ring und schließlich Zeigefinger und Daumen nach innen. Duncans Gesicht versteinerte.

"Was?!.." keuchte er. Dann hatte er sich wieder in der Gewalt. Methos wollte ihn reizen? Das Spiel konnten auch Zwei spielen. Mit einem verführerischen Lächeln und einer erhobenen Augenbraue leckte er sich genüßlich und sehr langsam über seine vollen Lippen.

Methos Hand fiel herab, als hätten seine Knochen plötzlich beschlossen, Ferien ohne die Muskeln und Sehnen zu machen. Der älteste der Unsterblichen konnte gerade noch seinen Unterkiefer dazu bewegen, den Urlaub abzusagen. Er schluckte hart. *Verdammt! Das ist nicht fair!!*

Ein sehr zufriedenes Lächeln ob dieser Reaktion zeigte sich auf Duncans Gesicht, ehe er sich wortlos umdrehte weiterging. *Und jetzt wagt er es auch noch, fröhlich zu pfeifen als sei Nichts geschehen!* Methos Gedanken spielten das alte Frage und Antwort Spiel. Was zum Teufel war DAS gerade gewesen?! Er mußte aufpassen, daß er nicht wieder eine solche Situation heraufbeschwor, denn er wußte nicht, ob er das nächste Mal so gelassen bleiben konnte. *Gelassen? Ja, das Blut aus dem Gehirn!* quälte ihn die Stimme wieder. *Wie gut, daß Du so gelassen reagiert hast...Ist nur beim Laufen etwas unangenehm oder?* Methos verbat sich entschieden jeden weiteren Gedanken in diese Richtung und setzte sich mit einem Seufzer wieder in Bewegung. *Und diese verführerische Rückenansicht...wie seine Muskeln sich unter der engen Jeans abzeichnen...und sieh Dir bloß diesen Hintern an..* die Stimme wollte einfach nicht schweigen.

Laut begann Methos das nächstbeste Lied zu singen, das ihm in den Sinn kam. Vielleicht konnte er damit seine Gedanken in eine ungefährlichere Richtung lenken. "Damned if you love me, damned if you don't. It's getting harder holding on, but I can't let you go. Damned if you don't need me, damned if you do! God, I wish it wasn't me, standing in these shoes! Damned damned..."
Als seine Ohren den Text an sein Gehirn meldeten, brach er abrupt ab. Damned, das war nicht komisch! *Oh, ziemlich komisch von hier..* vernahm er eine wohlbekannte Stimme in seinem Inneren. Das mußte aufhören! Anderenfalls könnte das Wochenende schnell zur Hölle werden.

Andere Zeilen kamen ihm in den Sinn und bevor er realisierte, daß er laut sang, erfüllten sie auch schon die weiten Wälder. "I ain't too proud of all the struggles and the hard times we've been trough. When this cold world comes between us, please tell me that you'll brave! 'cause I can realize the danger when forgiveness fades away. If you don't love me-lie to me! 'Cause baby you're the one thing I believe. Let it all fall down around us, if that's what meant to be. Right now, if you don't love me baby-lie to me..." Oh nein, das wurde ja immer schlimmer. Er hoffte, vielleicht zum ersten Mal seit der Erfindung des Durchlauferhitzers, daß die Hütte eine Dusche hatte, die kein warmes Wasser produzieren konnte.

Duncan hatte aufgehört zu pfeifen, als er Methos wohltönenden Bariton vernahm. Ein breites Lächeln überzog sein Gesicht und beschwingten Schrittes näherte er sich dem Ziel ihrer Reise.

 

Methos erreichte die Hütte einige Minuten nach ihm. Duncan hatte seinen Rucksack bereits abgelegt und erwartete ihn auf der Veranda. Der Schotte hatte nicht zu viel versprochen, die Aussicht war atemberaubend. Duncan, der ihn mit einem strahlenden Lächeln und ausgebreiteten Armen willkommen hieß.

"Und? Was hältst Du davon?" fragte er neugierig.

"Sehr schön, könnte mich daran gewöhnen." grinste Methos zurück, ohne auch nur einen Blick auf die Umgebung geworfen zu haben.

Duncan schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter, bevor er die Arme wieder ausbreitete. "Nein im Ernst Methos, sieh Dich um, ist es nicht traumhaft?!"

Derart zurechtgewiesen ließ der alte Mann seine Augen über die Landschaft gleiten. Steile Berge wechselten sich mit sanft geschwungenen Tälern ab. In der Ferne konnte er einen kleinen See ausmachen, auf dem sich die Nachmittagssonne mit ihrem weichen Licht spiegelte.

*Genauso wie in Duncans Augen..* murmelte die Stimme freundlich. Energisch schüttelte Methos sie ab und forderte den Highlander auf, ihm das Innere der Hütte zu zeigen.

Er ließ seinen Rucksack eher hastig als vorsichtig auf den Boden fallen, sobald er den Raum betreten hatte. Er hatte eine einfache Berghütte in schlechtem Zustand erwartet, aber das hier war ein richtiges Kleinod. Von einem großen hellen Raum, in dem vor einem Kamin, der links in die Wand eingelassen war, ein breites Sofa, zwei bequem aussehende Sessel und einer kleiner Tisch standen und ein..Bärenfell?!..lag, aus, konnte er rechts zwei Türen und direkt gegenüber des Einganges noch eine weitere ausmachen. Die erste führte in eine recht große gemütliche Küche mit einem riesigen hölzernen Eßtisch und einem eisernen Herd. Die zweite in ein Badezimmer, dessen herausstechendstes Möbel eine alten Badewanne mit Entenfüßen war. Die letzte Tür führte in ein Schlafzimmer, das die ganze Länge der Hütte einnahm. Weiche Teppiche lagen auf dem Boden und das erste, was Methos neben der Aussicht wahrnahm, war ein riesiges Bett. *Eine Spielwiese* verbesserte die Stimme ihn belustigt. Auf einem gezimmerten Podest, das die gesamte linke Seite des Raumes etwa in Hüfthöhe überspannte, lagen eine große Matratze und unzählig viele Kissen in den verschiedensten Blautönen. Zwei Stufen, ebenfalls mit blauem Teppich belegt, führten auf dieses mindestens 6qm große Bett.

Ehe die Stimme weitere Kommentare abgeben konnte, wandte Methos sich dem Rest des Zimmers zu. Die rechte Zimmerseite nahm ein ähnlich beschaffenes Bett ein. Viele verschiedene Grüntöne zierten die Kissen, das Bett und den Teppich davor. Duncans dunkle Haut mußte wundervoll zwischen diesen grünen Kissen aussehen. *Atmen, atmen nicht vergessen!* feixte die Stimme, bevor er es verhindern konnte. Von jedem Bett aus hatte man einen phantastischen Ausblick auf die Berge. Die komplette Rückwand der Hütte bestand aus Glas, wie Methos staunend feststellte. Eine kaum sichtbare Tür führte vom Schlafzimmer aus auf die breite Veranda die das ganze Haus umgab.

"Gefällt es Dir?" fragte eine dunkle Stimme dicht hinter seinem Rücken. Methos nickte stumm.

Dieses Haus war etwas ganz besonderes und plötzlich war es Methos egal, ob es hier oben Strom gab und ob er jemals wieder einen Fernseher zu Gesicht bekam.

"Dann muß ich also nicht umdekorieren.."

Methos fühlte Duncans Atem in seinem Nacken wie eine Liebkosung.

"Ich habe gehofft, daß es Dir gefällt..." Duncan legte eine Hand auf Methos Schulter und drehte ihn zu sich um. Mit einem Lächeln nahm er Methos Hand, schloß die Finger um einen kleinen Gegenstand und murmelte. "Sie gehört Dir!"

Methos sah erstaunt auf den Schlüssel in seiner Hand, dann in Duncans Augen. Er schluckte, bevor er mit heiserer Stimme fragte: "Warum?"

Duncan sah zu Boden und suchte nach den passenden Worten. Dann kam sie aus ihm herausgebrochen, ebenso heiser und sehr leise. "Du brauchst Deine Freiheit. Du brauchst die Natur. Einen Ort, an den Du Dich zurückziehen kannst. Fern von allen Menschen. Ich dachte, hier würdest Du Dich wohl fühlen und ich wüßte dann wenigstens, wo Du bist. Als Du das letzte Mal verschwunden bist, habe ich gedacht, ich würde Dich nie wiedersehen. Keiner wußte, wo Du bist, niemand hatte Dich gesehen, nicht einmal die verdammten Watcher haben Dich aufspüren können, von den anderen ganz abgesehen..."

Methos versteifte sich. Der verdammte Schotte hatte ihm nachspionieren lassen? Er hatte die halbe Welt auf ihn angesetzt? Er merkte, daß eine brodelnde Wut in ihm hochstieg. Was glaubte der Highlander eigentlich, warum er sich zurückzog. Bestimmt nicht, um sich von jedem finden zu lassen. Zornige Worte lagen ihm auf der Zunge, als Duncans nächste Worte ihn stocken ließen.

"Als mir klar wurde, daß Du nicht von mir gefunden werden wolltest, wurde ich fast panisch. Was, wenn Dir etwas passiert wäre, was, wenn Dich ein anderer gefordert hätte? Ich wollte Dir noch so viel sagen. Was, wenn ich die Chance nicht bekäme...ich bin fast verrückt geworden..." Die braunen Augen sahen auf, die Bitte um Verständnis lag in ihnen. "Ich brauche Dich Methos. Ich kann den Gedanken nicht ertragen, da&Szlig; Du Dich vor mir versteckst, weil ich Dich verletzt habe. Ich will nie wieder diese Angst spüren, Dich endgültig verloren zu haben."

Methos drehte sich um und sah aus dem Fenster. Er hatte seine Arme um sich geschlungen, als müßte er sich vor etwas schützen. Duncan brauchte ihn? Duncan hatte Angst um ihn? Duncan wollte ihn beschützen? Plötzlich bekam Methos keine Luft mehr. Duncan stand zu nah hinter ihm, nahm ihm die Luft zum Atmen. Warum mußte der Schotte immer alles auf einmal nehmen? Reichte es nicht, daß er immer wieder zu ihm zurück kam? Reichte es nicht für's Erste, ihre Freundschaft zu reparieren? Vorsichtig. Spielerisch. Ohne Verpflichtungen. Warum immer ganz oder gar nicht? Er mußte hier raus.
Mit wenigen Schritten war er bei der Tür und auf der Veranda. Tief atmete er die klare Luft ein. Schon besser. Sein Blick wanderte über die Landschaft. Der Highlander hatte einen guten Geschmack, was die Schönheiten der Natur anging. Langsam kamen seine Gedanken zur Ruhe.

Interpretierte er nicht etwas viel in Macs Worte hinein? Vielleicht meinte der Schotte etwas anderes? Er drehte sich um, um den Mann, der seine Gedanken, nicht erst seit heute, viel zu häufig beherrschte, zu betrachten.

Duncan stand immer noch an der gleichen Stelle und sah ihn traurig aber offen an. Methos gab sich einen Ruck. Was würde er schon riskieren? Ein gebrochenes Herz? Den Verlust einer Freundschaft, die seit langem nicht mehr befriedigend war? Er mußte wissen wie Duncan seine Worte gemeint hatte.

 

Er betrat wieder das Zimmer und sah seinen Freund fragend an. Das Lächeln, das Duncans nächste Worte begleitete, war herzergreifend. "Ich hab's vermasselt, stimmt's? Ich habe genau die richtigen Worte getroffen....Du brauchst bestimmt jemanden, der sich um Dich sorgt und immer wissen will, wo Du gerade bist...Es tut mir leid..." Er biß sich auf die Lippen, drehte sich um und wollte gehen.

Methos Stimme hielt ihn zurück. "Was tut Dir leid? Daß Du Dich um mich sorgst, oder daß Du gesagt hast, daß Du mich brauchst?"

"Daß Du nicht so empfindest wie ich..." Duncans Stimme war leise, kaum hörbar, sein Rücken angespannt, als hätte er Mühe, sich aufrecht zu halten.

Methos Herz brach fast, aber er mußte es genau wissen. "Und wie empfindest Du?"

Mit erstickter Stimme kam die Antwort. "Ich liebe Dich. Ich brauche Dich. Ich möchte, daß Du für immer bei mir bleibst." Duncan ging zur Tür, er wollte die Antwort nicht hören und er wollte vor allem nicht, daß Methos seine Tränen sah. Er hatte dem Mann gerade sein Herz zu Füßen gelegt und er wollte nicht sehen, wie es zertreten wurde.

Ein Gedanke wühlte sich aus den Tiefen von Methos Bewußtsein und schrie. *Das sind genau die Worte die Du immer hören wolltest! Bla, Bla nur Freundschaft, Du willst seine Liebe!! Jetzt hat er sie Dir angeboten, laß ihn nicht gehen!* und als wenn ein Knoten in seinem Gehirn geplatzt wäre, kam Leben in die schlanke Gestalt. Er rannte Duncan hinterher, riß sie ihm seinen Rucksack aus der Hand, schlug die Haustür zu und lehnte sich an sie, um Duncan den Weg zu versperren.

"Geh nicht!"

Erstaunt ob dieser heftigen Reaktion starrte Duncan ihn nur fragend an. Methos sah die Tränen, die immer noch in den dunklen Augen schimmerten. "Ich auch!" war das Einzige, was er hervor brachte. Ein weiterer fragender Blick aus fast schwarzen Augen.

"Auch was?" Diesmal war es an Duncan, Gewißheit zu verlangen.

Methos nahm das geliebte Gesicht in seine Hände und wischte mit seinem Daumen sanft eine Träne von der Wange.

"Ich liebe Dich auch! Ich brauche Dich auch und ich möchte auch nicht mehr ohne Dich leben! Du bist zwar ein sturer Schotte und manchmal eine echte Plage, Deine Fürsorge kann einem wirklich auf den Geist gehen und Deine vermeintliche Verantwortlichkeit für Jeden und Alles ist wirklich lästig, aber ich liebe Dich."

Für das Lächeln, das sich jetzt auf Duncans anbetungswürdigen Lippen zeigte, hätte Methos die ganze Welt inklusive sich selbst verraten. Als er mit seinen Finger die Lippen berührte, die den Himmel versprachen, schwor er sich jeden Tag ein solches Lächeln auf Duncans Gesicht zu bringen. Langsam, fast ehrfürchtig, fuhr er mit dem Daumen über den lächelnden Mund, während seine andere Hand selbstvergessen Duncans schönes Gesicht streichelte. Dann ließ er seine Zunge seinem Daumen folgen. Mit zarten Strichen erkundete er die volle Unterlippe, löste sie mit sanftem Druck von ihrem Gegenpart und ließ seine Zunge in Duncans Mund gleiten.

Duncan hatte sich zurückgehalten, hatte die Berührungen seines Geliebten genossen, aber der süße Ansturm war zu viel für seine Beherrschung. Er zog den alten Mann fest in seine Arme und vertiefte den Kuß. Er sog die verführerische Zunge tief in seinen Mund, als wolle er sie verschlingen. Dann drängte er sie zurück und verlangte Zugang zu Methos Mund, um ihn zu erkunden, zu schmecken. Ihre Zungen spielten miteinander. Mal trafen sie sich bei ihm, mal bei Methos. Mal berührten sie sich nur kurz, mal umschlangen sie sich, als wenn sie sich nie wieder lösen wollten. Immer wieder lösten sie sich aber, um die sensiblen Lippen nicht zu kurz kommen zu lassen.

Duncan fand schnell heraus, daß Methos es liebte, wenn er ihm mit seiner Zunge über die fast geschlossenen Lippen leckte, um dann neckend über den Mundwinkel wieder Zutritt zu verlangen. Methos wiederum bemerkte, daß Duncan ein Stöhnen nicht unterdrücken konnte, wenn er seine Unterlippe einsog und sie sanft mit den Zähnen bearbeitete. Die Münder spielten miteinander, schmeckten sich, schienen den jeweils anderen vollkommen einnehmen zu wollen.

Duncan hatte ein Bein zwischen Methos Schenkel gepreßt und rieb sich aufreizend mit seinem Körper an ihm. Der älteste der Unsterblichen konnte kaum noch klar denken. Alle Gedanken, alles Sein, alles konzentrierte sich auf das Fühlen. Das Fühlen dieses starken kraftvollen Schotten, der sich an ihm rieb, ihn seine Erektion fühlen lies und seine Seele in sich einsog.

Methos' Hände suchten Halt an den breiten Schultern des Mannes, der ihn mit seinem Kuß zum Orgasmus bringen könnte...Duncans Zunge stieß heftig in Methos' Mund, während er seinen Schwanz an Methos' Oberschenkel und damit seine Hüften an härteren Teilen von Methos Körper rieb... würde.

Plötzlich ließ der Druck nach und Methos stöhnte frustriert auf. Was zur Hölle war in den Highlander gefahren. Duncan stützte sich mit beiden Armen an der Tür ab, sah gierig auf die geschwollenen Lippen seines Freundes und Liebhabers und dann liebevoll in seine Augen. Schwer atmend grinste er.

"Ich liebe Dich! Ich liebe Dich mehr, als ich je einen anderen Menschen geliebt habe."

Methos rutschte ein Stück an der Tür nach unten, als er nicht mehr gehalten wurde und erwiderte mit einem erstickten Lachen. "Duncan MacLeod vom Clan MacLeod, ich liebe Dich auch. Und falls Du jemals wieder auf die Idee kommst, mir das mitten im heißesten Kuß seit Jahrhunderten zu sagen, dann schwöre ich Dir, wird das das Letzte gewesen sein, was aus diesem talentierten Mund kommt!"

Und um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, zog er Duncan wieder an sich und biß ihm in die Unterlippe. Stöhnend machte der sich erneut los, aber bevor Methos etwas sagen konnte bemerkte er, daß er den Boden unter den Füßen verlor.

"Duncan!" ächzte er nur, als sein Bauch Bekanntschaft mit Duncans Schultern machte.
" Sorry Darling, aber ich habe bemerkt, daß Du nicht mehr stehen kannst und ich habe einen Traum seit ich diese Hütte renoviert habe. Das erste Mal Sex mit dem ältesten der Unsterblichen vor der grandiosen Kulisse der unberührten Bergwelt Canadas." Erklärte er dem fassungslosen Mann, während er ihn ins Schlafzimmer trug und ihn vorsichtig auf dem Bett ablegte.

"Du sagtest vorhin etwas in der Art.. fast wahnsinnig geworden... bist Du sicher, daß Du die Grenzen nicht schon mit einem Sprung überschritten hast?!" fragte Methos nach Luft ringend.

Duncan, der gerade dabei war, sich aus seinen mittlerweile viel zu engen Jeans zu schälen, grinste ihn breit an. "Hört, hört und das von jemandem, der mir droht, meinen Kopf zu nehmen, wenn ich jemals wieder einen Kuß unterbreche...Hast Du vor, mich mit Liebesentzug zu strafen oder ziehst Du Dich auch aus?"

Methos lachte, lachte bis ihm die Tränen kamen. "Du bist unglaublich Duncan!" Duncan stand, nur noch mit einem atemberaubenden Lächeln bekleidet, vor dem Bett. "Ich weiß...also?"

 

Methos war das Lachen in der Kehle stecken geblieben, als Duncan sich ausgezogen hatte. Völlig in den Anblick des perfekten Körpers, der sich vor ihm präsentierte versunken, fragte er abwesend. "Also was..?"

"Ziehst Du Dich aus, oder soll ich das übernehmen?" Methos überlegte kurz, sehr kurz, dann streckte er eine Hand nach dem verführerischen Mann aus.

"Ein bißchen Hilfe könnte ich vielleicht gebrauchen."

Duncan ließ sich nicht zweimal bitten, war mit einem Satz auf das Bett gesprungen, hatte ein paar Kissen zu Seite geschleudert und riß Methos T-Shirt mit einem Ruck auf. Erneut schüttelte ein Lachen den Körper des schlankeren Mannes. Duncan schien wirklich ein Tier im Bett zu sein. Hatte Amanda also einmal in ihrem Leben nicht übertrieben.

Duncan beugte sich zu Methos und küßte ihn hart. "Lach nicht über mich.." murmelte er an den schmalen Lippen, was den alten Mann nur noch stärker Lachen ließ. Duncan ließ von seinem Mund ab und strich mit seiner Zunge den empfindlichen Hals entlang, verweilte kurz auf einem Schlüsselbein und beschäftigte sich dann ausgiebig mit einer Brustwarze, die sich auch planmäßig sofort aufrichtete.

Das Lachen wurde leiser, dann zu einem leisen Stöhnen, das lauter wurde, als Duncan, ohne seinen Mund von der Brust zu entfernen, anfing, die Ausbuchtung in der Jeans zu streicheln, die offensichtlich nach Befreiung verlangte. Methos hatte seine Augen geschlossen, seine Hüften bewegten sich in dem von Duncans Hand vorgegebenen Rhythmus.

Dann ließ die Hand von ihm ab, ebenso wie der Mund. Schwer atmend wartete Methos nicht, wie es weitergehen würde.

Er nahm seine Hände, die bisher in Duncans Haaren gewühlt hatten, und wollte sich von seiner Hose befreien, kam allerdings nur bis zu seinem Hosenbund. Starke Hände legten sich auf seine und hielten ihn zurück.

Er öffnete die Augen und sah, daß Duncan ihn liebevoll und aufmerksam betrachtete "Laß mich..." murmelte er und setzte das von Methos geplante fort. Langsam öffnete er die Hose Knopf für Knopf und nach jedem geöffneten Knopf der ein weiteres Stück von Methos freigab platzierte er einen Kuß auf die heiße Haut.

Duncan schmunzelte, als er bemerkte, daß Methos keine Unterhosen trug. "Damit hat sich die Frage nach *briefs or shorts* ja auch erledigt Honey und wie ich sehe Linksträger."

"Ops, ertappt, aber erzähl es nicht weiter Darling, sonst kann ich mir die ganzen Frauen gar nicht mehr von meinem Alabasterleib halten." stimmte Methos in sein Lachen ein.

Duncan hatte den kritischen Knopf erreicht und freudig sprang ihm ein sehr harter, sehr heißer Schwanz entgegen. "Hmm..das sieht aber gut aus, darf ich?" grinste Duncan und leckte, ohne die Erlaubnis abzuwarten, kurz über die Spitze auf der eine kleine Träne glitzerte.

Methos entfuhr ein heftiges Stöhnen. Seine Hände griffen nach Duncan, aber der hatte sich mit einer schnellen Bewegung außer Reichweite gebracht.

"Mein Spiel!" murmelte er rauh und befreite Methos schwer atmend und eher hastig von seiner restlichen Kleidung. Ausgiebig betrachtete er den Körper seines Liebhabers, dann fing er an, dem schönen Körper zu huldigen. Bei den schlanken Füßen angefangen arbeitete er sich langsam an den langen Beinen entlang. Zwischen jedem Kuß flüsterte er: "Wie schön Du bist."

Methos schloß wieder die Augen und gab sich der Sensation von Duncans Mund hin, der jeden Zentimeter seiner Haut küßte. Jeden Zentimeter außer dem der harten Erektion, die Methos fast umbrachte.

"..Bitte...!" bettelte er stöhnend, aber Duncan dachte gar nicht daran, sein Spiel schon zu beenden. Seine Finger mit denen von Methos verschränkt, damit der alte Mann nicht auf die Idee kam, selbst Hand anzulegen, küßte er sich langsam, viel zu langsam für Methos' Geschmack, seinen Weg nach oben. Fast schmerzhaft wurde der Griff der schlanken Hände, als Duncan kurz an der Leiste verweilte, um dort einen temporären Knutschfleck zu hinterlassen. Als dieser unglaubliche Mund auf seiner Brust angekommen war und genüßlich die Schweißperlen ableckte, glaubte Methos, es nicht mehr aushalten zu können.

Er versuchte ernsthaft, sich von Duncans Händen zu befreien, und bat laut stöhnend: "Bitte Duncan, bitte beende es. Blas' mir einen, hol mir einen runter, fick mich oder laß meine Hände los. Ich halte das nicht mehr aus!" aber es war aussichtslos, er wurde nur fester in die weiche Matratze gedrückt und wieder murmelte Duncan, wenn auch keuchend. "Mein Spiel." Er küßte und leckte weiter den schönen Körper entlang, entschlossen ihn zu kosten, sich seine Konturen einzuprägen, jeden Millimeter kennenzulernen und zu schmecken. Methos mit allen Sinnen in sich aufzunehmen.

Duncans Schwanz war mittlerweile so hart, daß er dachte, er würde explodieren, aber er wollte sein Spiel nicht beenden. Noch nicht. Als er über den Hals leckte und den sensiblen Punkt hinter den Ohren küßte, steigerte sich Methos' Stöhnen zu einem gutturalen Schrei, was Duncan beinah zum Orgasmus brachte. Methos' Stöhnen zu hören, war schon ein sinnliches Erlebnis, aber ihn vor Lust schreien zu lassen, brachte ihn an den Rand seiner Selbstbeherrschung. Er lag halb auf dem sich windenden Körper und hielt immer noch Methos' Hände fest in seinen. Beide Arme über ihren Köpfen haltend, schob er sich mit seinem ganzen Körper über ihn, nahm Methos Mund in Besitz und ließ seine Zunge langsam rein und raus gleiten.

Ihre Schreie mischten sich in seinem Mund, als sich ihre harten Glieder berührten. Methos' Hüften bewegten sich unkontrolliert, rieben sich an Duncan und brachten den Schotten um den Verstand. Mit einem lauten Keuchen löste Duncan seinen Mund von dem seines Geliebten.

Ein tiefes Stöhnen entfuhr Methos, als er Duncans heißen Atem an seinem Hals spürte und die vor Lust heisere Stimme in sein Ohr hauchte: "...laß Dich gehen... komm mit mir..." Mit einem Schrei und Duncans Namen auf den Lippen kam Methos der Bitte nach.

Als die ersten Wellen des Orgasmus Methos durchfuhren, und Duncan den heißen Samen an seinem Bauch spürte, ließ er sich von seinen Gefühlen mitreißen und verlor sich in einem Höhepunkt, der Methos' in nichts nachstand.

 

Methos lag ,schwer atmend, mit geschlossenen Augen da und hatte ein befriedigtes Grinsen auf den Lippen. Duncan lag neben ihm, hatte seinen Kopf in Methos Armbeuge und platzierte sanfte Küße auf seinem Geliebten.

"Ich liebe Dich, Duncan." murmelte der alte Mann nach einer Weile.

Duncan legte sich auf den Rücken, zog Methos auf sich und sah ihm tief in die Augen. "Du bist die Liebe meines Lebens, Methos."

Als er sah, daß seine große Liebe etwas erwidern wollte, verschloß er ihm die Lippen mit einem Kuß. Dann sagte er leise: "Ich weiß, das Du in Deinem langen Leben größere Lieben hattest als mich, aber ich werde daran arbeiten, Dich in den nächsten 5000 Jahren vom Gegenteil zu überzeugen."

Methos lächelte Duncan glücklich und müde an, ehe er ihm einen sanften Kuß gab und leise erwiderte: "Wenn Deine Überzeugungsarbeit so aussieht wie gerade, dann werde ich der Letzte sein, der versucht, Dich nicht von Deiner wirren Meinung abzubringen." Mit einem zufriedenen Lächeln schloß Duncan die Augen. Methos gehörte ihm. Für immer.
 
Fin

 

 
Du bist der 1999. Leser dieser Geschichte.