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Die Waschküche© by Freya ()
Manchmal konnte es wirklich nervend sein, Freunde zu haben, dachte Duncan, als er bis zu den Knöcheln durch den Staub in Methos' Keller watete. Warum hatte er sich nur bereit erklärt, dem alten Mann bei seinem Frühjahrsputz zu helfen. *Weil er darum gebeten hatte*, gab er sich selber die Antwort. Hätte er allerdings gewußt, was auf ihn zukommt, hätte er sich eine Ausrede einfallen lassen. "Wann hast Du eigentlich das letzte Mal hier aufgeräumt?" schrie er in Richtung des Raumes, in dem er Methos vermutete. "Hmm, was für ein Datum haben wir heute?" erschreckte ihn eine leise Stimme neben seinem Ohr. "Verdammt, schleich Dich nicht immer so an, das kann ich nicht leiden!" Methos lachte. "Ich weiß, aber es macht so viel Spaß zu sehen, wie sich der Kämpfer Duncan MacLeod vom Clan der MacLeod erschreckt." "Nicht sehr komisch, also wann hast Du das letzte Mal diesen Teil des Kellers betreten?" Methos überlegte einen Moment. "Vorgestern, als ich Wäsche gewaschen habe." Duncan sah ihn skeptisch an. "Seit wann wäscht Du Deine Wäsche denn selber? Ich dachte Du würdest dazu immer zu mir kommen." Der alte Mann lachte auf. "Mac, was glaubst Du eigentlich, wie ich an saubere Klamotten gekommen bin, bevor ich Dich kennengelernt habe? Und in der Zeit als ich kein so gerne gesehener Gast bei Dir war?" Immer noch skeptisch kam die Antwort. "Weiß nicht, im Waschsalon." Das Lachen wurde lauter. " Mac, ich habe nicht 5000 Jahre überlebt, um dann mit dreckiger Wäsche unter dem Arm mein Leben auszuhauchen, nur weil ich zu faul bin, selber zu waschen!" Duncan stimmte in das Lachen mit ein, die Vorstellung war wirklich komisch. Er schnappte sich den Besen, der in der Ecke stand, und ging damit auf Methos los. "Hab ich Dich, seit Monaten habe ich alle Waschsalons abgeklappert und jetzt erwische ich Dich endlich bei Mr.Wash!" Methos wehrte den Angriff mit einem Staubwedel ab. "Niemand wird mir meine Wäsche nehmen. Für diese Unterhosen habe ich ein kleines Vermögen ausgegeben und ich werde sie bis aufs Blut verteidigen!" Damit trieb er Duncan durch den ganzen Keller bis zu einen kleinen Raum am Ende einer Treppe. Als er mit dem Rücken an der Wand stand, gab Duncan lachend auf. "Du hast gewonnen, behalte Deine Unterhosen und Dein Leben und ich behalte meines!" Mit einem Glitzern in den Augen nahm Methos die Kapitulation an. "Du bittest mich um Dein Leben? Was bekomme ich dafür, Dich gehen zu lassen?" Duncan machte ein spontanes Angebot. "Einen Monat lang Wäsche waschen." Methos schien ernsthaft abzuwägen. "Ein bißchen mager für Deinen Kopf oder? Nein, leg noch einen Monat Hausfrau sein drauf und ich werde diese gefährliche Waffe aus den Händen legen." Er schwenkte den Staubwedel drohend. Lächelnd musterte Duncan den alten Mann. Manchmal wußte er einfach nicht, wann er scherzte und wann nicht. "Was bitte meinst Du mit ..Hausfrau sein?" "Naja, Einkaufen, Kochen, Putzen, Abwaschen...Wäsche waschen natürlich auch, das Bügeln nicht zu vergessen..." ein diabolisches Lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht. Er dachte da noch an ganz andere Dinge, aber das wollte er nicht so direkt aussprechen. Er war sich nicht sicher wie Duncan reagieren würde, wenn er ihm sagte, daß er ihn sich eigentlich als..nun ja..williges Objekt in allen Bereichen wünschte. Ihre Beziehung war noch nicht so weit, daß er Duncans Reaktionen abschätzen konnte, wenn es um Dinge ging, die sich nicht auf das *normale* Leben bezogen. Duncan lachte, er hatte den Scherz verstanden. "Also gut, mein Leben für einen Monat Hausmann sein." Methos reichte ihm die Hand. "Auf unser Abkommen!" Immer noch lachend schlug Duncan ein. Methos legte den Staubwedel aus der Hand und nahm Duncan den Besen weg. "Dann fang doch am besten gleich mal an. Da ist die Wäsche." Er deutete auf einen großen Berg links von Duncan. Ungläubig sah der erst auf den Berg dann in Methos Augen. Das Lachen klang mittlerweile etwas gezwungen. "Ha, ha, netter Witz! Laß uns weiter den Keller aufräumen." Methos Blick wurde fragend. "Was für ein Witz? Wir haben eine Abmachung. Wenn Du die Wäsche gemacht hast, kannst Du den Keller ja aufräumen, ich habe noch andere Sachen zu erledigen!" Duncan stutze einen Moment, dann beschloß er auf das Spiel einzugehen, das dem alten Mann anscheinend so viel Spaß machte. Er drehte sich um und sah sich genauer im Raum um. Als sein Blick auf die Waschmaschine fiel, konnte er sich ein abfälliges Lächeln nicht verkneifen. "Du willst mir doch nicht wirklich erzählen, daß Du dieses alten Ding hier noch benutzt, oder?" Duncan zeigte auf den alten Toplader. Methos sah seinen Freund an und erwiderte spöttisch. "Wieso denn nicht? Alt heißt doch nicht unbedingt, nicht mehr zu gebrauchen oder?" Duncans Mund verzog sich zu einem breiten Lächeln. "Hmm..ich weiß nicht. Du wirst doch nicht abstreiten wollen, daß gewisse Dinge Verschleißerscheinungen mit zunehmendem Alter zeigen..." Methos spöttischer Blick blieb. "Wenn Du damit Maschinen meinst, gebe ich Dir Recht, bei anderen Sachen nicht." Das Grinsen auf Duncans Gesicht wurde anzüglich. "Ach nein? Und was für andere Dinge meinst Du jetzt speziell?" "Gut gelagerter Wein z.B. oder Dein geliebter Whisky, auch Honig kann sich Jahrtausende halten." "Wie was?" "Was, wie was?" "Honig kann sich wie was auch Jahrtausende halten?" "Wie das hier, natürlich." Jetzt wurde Methos Grinsen anzüglich, als er auf sich deutete. "Hmm..gestern Nacht waren da aber schon ein paar Verschleißerscheinungen zu bemerken." bemerkte Duncan betont unbetont. Methos atmete hörbar ein. "Duncan MacLeod, was zum Teufel soll das jetzt heißen? Ich bin unsterblich, ich bin aber kein Gott!" Duncans Blick wurde weich als er leise murmelte. "Das kann ich so jetzt nicht unterschreiben..." Methos horchte bei den Worten auf. Was war denn auf einmal in den Schotten gefahren, er war doch sonst nicht so...offen. Erstaunt sah er ihm in die Augen. "Wie habe ich denn das jetzt zu verstehen?" Duncan sah zu Boden und Methos beobachtete fasziniert, daß sich auf seinem Gesicht so etwas wie ein rötlicher Schimmer zeigte. Sein Herz zog sich zusammen, er liebte diesen sturen Schotten und seine Schüchternheit machte ihn nur noch liebenswerter. Sanft legte er einen Finger unter Duncans Kinn und hob sein Gesicht bis er in die dunklen Augen sehen konnte. Duncans Blick war verschleiert, als er leise, so leise, daß Methos sich vorbeugen mußte, um ihn zu verstehen, flüsterte. "Die letzte Nacht war die Schönste, die ich in meinem Leben erlebt habe..." Methos schluckte, damit hatte er nicht gerechnet. Er wollte etwas erwidern, das Kompliment zurückgeben aber sein Hals war wie zugeschnürt. Statt dessen zog er Duncan an sich und hauchte einen Kuß auf seinen Mund. Als wenn das ein geheimes Zeichen gewesen wäre, legte Duncan seine Arme um ihn, öffnete die Lippen und erwiderte den Kuß zärtlich. Es war ein Geben und Nehmen, ein vorsichtiges Erkunden des anderen, als wenn es der erste Kuß wäre, den sie jemals geteilt hatten. Die Zungen erkundeten den Mund des anderen, spielten miteinander und leckten genießerisch über die nachgiebigen Lippen. Gedankenverloren standen sie, in einen Kuß, der intensiver war als Sex es sein konnte, vertieft, an die Waschmaschine gelehnt da und jeder beschloß für sich, daß er nicht der Erste sein würde der dieses Erlebnis unterbrechen würde.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann stehen sie da wohl noch heute. :-)
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