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Der perfekte Plan

© by Freya (), 08.05.2000

 

Disclaimer: Eigentlich sollte es nur eine gaanz kurze Geschichte (Ok sie ist nicht wirklich lang, aber irgendwie hat es doch gedauert) werden, aber mittlerweile ist es schon wieder halb 4 in der Früh...nene wenn frau erstmal anfängt...Die meisten Charaktere gehören nicht mir, ich habe sie nur geborgt (und das nicht ausschließlich von Panzer/Davis sondern auch von meinen Freunden.) Ich habe nicht vor, mit dieser Geschichte Geld zu verdienen und falls jemand Einwände gegen die Geschichte haben sollte, dann sagt mir das bitte, ich werde es ggf. ändern. Warum? Wenn ich das jetzt sage, ist ja die ganze Spannung weg. :-) Naja, die üblichen Charaktere gehören Panzer/ Davis und Rhysher. In dieser Geschichte gibt es keinen Sex (man kann ja nicht alles haben) ich hoffe, sie gefällt Euch dennoch. Wenn ja, sagt es mir unter freya5000@yahoo.de, wenn nicht, behaltet es für Euch:-)..
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion.

 

Duncan hatte alles bis ins letzte Detail geplant. Er hatte wochenlang Vorbereitungen getroffen und fast ebensolange daran gefeilt, was er kochen würde, und nun war alles perfekt. Die ersten Gäste würden bald eintreffen, das Essen war fast fertig und das Boot vorbereitet. Duncan überprüfte nochmals sein Werk, als ihn das Ergebnis zufriedenstellte, griff er zum Telefon und wählte.

"Pierson." Meldete sich eine dunkle nicht gerade erfreute Stimme.

Duncan fragte sich leise, wobei er wohl störte, laut sagte er aber: "Hi, ich wollte fragen ob Du nicht Lust hast, bei mir vorbeizukommen?"

Stille.

"Methos?"

"Ja ich bin noch da... warum?"

"Wie, warum?"

"Warum lädst Du mich ein?" die Stimme klang skeptisch und Duncan schmunzelte, er konnte direkt vor sich sehen, wie Methos nach dem Haken suchte.

"Ich habe was zu feiern und da würde ich Dich gerne dabei haben."

Wieder eine kurze Pause.

"Und was willst Du feiern? Die 1000. Jungfrau?" die Stimme klang spöttisch.

"Nein, dazu würde ich vielleicht nicht jeden einladen.." Duncan biß sich auf die Lippen, als er bemerkte, daß das vielleicht nicht gerade die beste Erwiderung war, aber bevor er seinen Patzer ausbügeln konnte, kam auch schon die sarkastische Antwort: "Oh fein, dann feierst Du also etwas unwichtiges, zu dem Du JEDEN einlädst? Sorry Duncan, aber ich habe heute ein Buch bekommen, auf das ich schon Monate warte, und bin sehr beschäftigt, vielleicht ein anderes Mal."

Duncan starrte ungläubig auf das Telefon. Methos hatte einfach aufgelegt. Er hatte einfach aufgelegt! Duncan drückte auf die Wahlwiederholung, während er sich einen großzügigen Schluck Whisky gönnte. Das war ja wirklich "toll" gelaufen. Die Leitung war besetzt. Wieder und wieder versuchte er es, aber Methos hatte anscheinend beschlossen, sein Telefon zur Seite zu legen.

 

Methos war gekränkt. Nein, er war wütend, wie konnte der Highlander nur annehmen, daß er auf einen Wink von ihm alles stehen und liegen lassen würde, um zu ihm zu eilen. Und das wegen irgendeines Blödsinns. Methos riß den Hörer vom Telefon, den er gerade wütend auf die Gabel geschmissen hatte, und wählte.

"Weißt Du, was für eine Party Mac heute Abend gibt?" fragte er ohne Einleitung.

"Oh, hallo Methos, ich freue mich auch, Dich zu hören. Nein, ich weiß es nicht, aber ist das wichtig?" kam die erstaunte Stimme von Amanda.

"Naja, er hat mich auch eingeladen, aber erst gerade und das hörte sich so...ich weiß auch nicht...so beiläufig an..." Methos wurde immer leiser, als er bemerkte, daß sich seine Worte laut ausgesprochen sehr gekränkt anhörten.

"Wenn er Dich einlädt, wird er Dich gerne dabei haben wollen oder? Warum nimmst Du es nicht einfach als das, was es ist, eine Gelegenheit gut zu essen und zu trinken?"

Methos lächelte. Amanda war immer so praktisch. "Du meinst, Freibier sollte ich mir nicht entgehen lassen?"

Ein lautes Lachen war zu hören. "Wenn Du es so genau haben willst, ja!"

"Also gut, warum eigentlich nicht. Wir sehen uns nachher."

"Fein, ich wollte gerade ein Taxi bestellen, aber wenn Du kommst, kannst Du mich abholen, liegt ja sowieso auf Deinem Weg."Mit einem kleinen Lachen stimmte Methos zu. Amanda hatte eine Art, bei der es schwerfiel, ihr etwas abzuschlagen. Er seufzte, holte sich seinen Mantel und sein Schwert und machte sich auf den Weg.

 

Duncan fluchte laut und ausgiebig in gälisch. Das durfte doch nicht wahr sein. Erst besetzt und jetzt ging der Anrufbeantworter dran..

"bitte hinterlassen Sie eine Nachricht." Und ob er das tun würde. "Adam, ich weiß, daß Du da bist! Bitte nimm den verdammten Hörer ab!...Adam?.. Es tut mir leid, es war nicht so gemeint. Ich würde mich freuen, wenn Du kommen würdest. Bitte!..." keine Reaktion. "Adam bitte, ich habe doch gesagt, daß es mir leid tut, was soll ich denn noch machen...Wenn es Dich freut, dann bekommst Du einen Kniefall von mir als Entschuldigung, aber sieh zu, daß Du deinen Hintern hierher bewegst!" nachdem er diese aufmunternden Worte hinterlassen hatte, nahm er noch einen tiefen Schluck aus seinem Glas und ging in die Küche, um sich um das Essen zu kümmern. *Wenn das Methos nicht dazu bewegt zu kommen, dann wird es gar nichts.*

 

Methos' Laune hatte sich etwas gebessert, als er bei Amanda eintraf. Er war fest entschlossen, das beste aus dem Abend zu machen und auf Teufel komm raus mit Amanda zu flirten, während er sich mit Bier vollaufen ließ. Sollte Mac nur sehen, dß er ihm völlig egal war. Amanda war bester Laune und ließ sich begeistert auf einen Flirt mit dem ältesten der Unsterblichen ein. Methos konnte wirklich verdammt charmant sein, wenn er wollte. Er überhäufte sie auf der Fahrt zum Boot mit Komplimenten. Sie grinste verstohlen. *So soll das Spiel also laufen?* nun denn, sie würde gerne mitspielen.

Als sie das Boot erreichten, spürten sie viele Unsterbliche. Methos Augen zogen sich zusammen, als ob er überlegen würde, wie er reagieren sollte.

"Methos, was ist? Du glaubst doch nicht, daß Mac irgendwen eingeladen hat, den Du von *früher* kennst?" fragte Amanda amüsiert.

Er gab einen unwilligen Laut von sich. "Bei Mac weiß man das nie genau.."

Amanda legte eine Hand auf seinem Arm und erwiderte jetzt völlig ernst. "Duncan würde Dich nie wissentlich in Gefahr bringen!"

Methos sah sie genauso ernst an. "Das ist ja das Problem, wissentlich! Aber was, wenn das Schicksal mal wieder spielen will? Ich bin in 5000 Jahren einigen Menschen begegnet, die ich lieber nicht wieder treffen würde."

Amanda stieg aus und machte eine auffordernde Geste. "Wie hast Du nur all die Jahre überlebt, wenn Du immer das schlimmste annimmst?"

Methos schloß das Auto ab und murmelte leise. "Genau deshalb!" Amanda warf ihm einen scharfen Blick zu, beließ es aber dabei und ging vor.

Der älteste der Unsterblichen atmete ein paar Mal tief durch und folgte ihr eine Minute später.

Vor der Tür blieb er nochmals kurz stehen und machte sich klar, daß er hier war um Mac eine Freude zu machen, und wenn Mac mit vielen Freunden feiern wollte, dann würde er das akzeptieren. *Nein, ich bin hier, weil es Bier gibt!* verbesserte er sich. *Viel Bier!* und mit dem Gedanken öffnete er die Tür.

 

Lautes Lachen und ein vielstimmiges "Hallo." scholl ihm entgegen. Bevor er seinen Mantel und damit sein Schwert ablegte, checkte er die Anwesenden auf mögliche Gefahr. Er sah in viele freundliche Gesichter. Allen voran Duncan, der mit einem Glas in der Hand auf ihn zusteuerte.

Vor dem Kamin standen Gina und Robert, neben ihnen saß Joe auf einem Sessel. Richie stand mit Amanda noch neben der Garderobe und im hinteren Teil des Raumes, neben einer langen Tafel konnte er ein paar Frauen ausmachen, die ihn freundlich anlächelten. Bevor er etwas sagen konnte, war Duncan auch schon bei ihm und reichte ihm das Glas.

"Schön, daß Du da bist!"

Etwas überrumpelt nahm er das Glas entgegen und versuchte gleichzeitig, seinen Mantel auszuziehen. Mit einem Lachen nahm Duncan ihm das Glas wieder ab. "Vielleicht ziehst Du Dich erstmal aus."

Nachdem das erledigt war, nahm er das Glas und einen tiefen Schluck.

"Hallo alle zusammen!" sagte er laut und leise fragte er: "Was zum Teufel feierst Du eigentlich, und wer sind die ganzen Ladies da hinten?"

Duncan lächelte ihn strahlend an. "Läßt Dein Gedächtnis Dich im Stich, alter Freund, Du solltest sie alle kennen." Er forderte alle mit einer Geste auf, sich zu setzten.

"So, da wir jetzt vollzählig sind, können wir endlich Essen, Andrea ist schon fast verhungert." Duncan zwinkerte einer schlanken dunkelhaarigen Frau zu, die schon am Tisch Platz genommen hatte. Die anderen folgten ihrem Beispiel.

Methos wurde ein Stuhl am Kopfende, neben Duncan, zugewiesen, die anderen setzten sich wo Platz war. Riesige Platten mit Spargel, große Schüsseln mit frischen Kartoffeln, ausgelassene Butter und Sauce Hollandaise und verschiedene Sorten Schinken erfreuten das Auge und bald darauf auch die Gaumen. Methos betrachtete während des Essens die Gesichter am Tisch.

Er kramte in seinen Erinnerungen und tatsächlich konnte er bald jedes Gesicht in der Runde einem Namen zuordnen. Neben Andrea sah er Sigrun, die gerade in ein angeregtes Gespräch mit Carolin vertieft war. Am anderen Ende des Tisches saßen Richie und Joe, die ebenfalls in Gespräche mit ihren Nachbarinnen vertieft waren. Richie debattierte gerade mit Heidi und Joe versuchte, Larena von etwas zu überzeugen. Seine Aufmerksamkeit wurde von herzlichem Lachen angezogen. Chanie, Eris, Tara und Freya hatten wie immer eine Menge Spaß, wenn sie beisammen waren.

Er hörte gerade wie Chanie und Freya laut die Vorzüge des *Kenhom Wok* diskutierten "er ist ja sooo billig!!" während sie alle Tränen vor Lachen in den Augen hatten. Gabriele schließlich tauschte mit Gina Neuigkeiten über Paris aus. Robert flirtete währenddessen mit Eva, Amanda und Andrea. Ein Lächeln überzog sein Gesicht.

Duncan hatte Recht, es waren alles alte, z.T. sehr alte, Freundinnen von ihm. Aber woher kannte Duncan sie? Als er eben zu der Frage ansetzen wollte, klopfte Duncan an sein Glas und alle Augen richteten sich auf ihn.

"Ich freue mich, daß Ihr alle kommen konntet! Ihr wißt ja, warum wir hier sind!" Er machte eine kleine Pause, während alle zustimmend nickten, und sah dann Methos an, der ein deutlich sichtbares Fragezeichen auf der Stirn hatte.

"Oh, habe ich vergessen, Dir zu sagen, was wir feiern?" Methos konnte nur stumm nicken, während tausendundeine Vermutung sein Gehirn durchschoß. Keine schien wirklich zu passen. Duncan wollte ihn nicht länger auf die Folter spannen. Er stand auf und erhob sein Glas.

"Wir feiern heute einen Geburtstag." und während Methos versuchte, das Gehörte in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen, standen die anderen ebenfalls auf. "Deinen! Auf Dich mein Freund!" sagte Duncan mit rauher Stimme und prostete ihm zu.

Methos sah sprachlos von Duncan zu den anderen. Alle hatten ihre Gläser zum Toast erhoben. "Auf Dich!" hörte er die Stimmen wie aus weiter Ferne. Dann warf er wieder einen fragenden Blick auf Duncan. Ein warmes Lächeln begleitete Duncans nächste Worte.

"Wer von uns weiß schon genau, wann er geboren wurde, aber jeder feiert es. Von heute an feiern wir Deinen Geburtstag jedes Jahr, und wenn Dir dieser Tag nicht gefällt, dann nehmen wir eben einen anderen."

Damit hätte Methos nicht gerechnet. Duncan hatte eine richtige Geburtstagsfeier für ihn organisiert und er hatte sich die Mühe gemacht, Freunde von ihm aufzuspüren. Er schluckte. Das war wirklich rührend. Als Joe dann, von der Gitarre begleitet *for he's a jolly good fellow* anstimmte und 17 Stimmen mit einfielen, merkte er, wie ihm die Kehle eng wurde. Glücklicherweise war das Lied nicht sehr lang und als die letzten Töne verklungen waren, wurde ihm auch schon von allen Seiten herzlich gratuliert.

Natürlich hatten sie auch ein Geschenk für ihn. Er traute seinen Augen kaum, als er das Einwickelpapier abmachte und darunter eine echte Gutenberg-Bibel zum Vorschein kam. Er war wie erstarrt, seine Augen schnellten zu Amanda die abwehrend die Hände hob.

"Keine heiße Ware! Wir haben alle zusammengelegt und sie ehrlich erstanden, was glaubst Du wohl, weshalb es keine weiteren Geschenke gibt?" Methos stimmte aus vollem Herzen in das Lachen mit ein, so glücklich war er schon lange nicht mehr gewesen.

Der Abend wurde lang und laut und lustig. Jede seiner alten Freundinnen hatte eine lustige Anekdote aus ihrer gemeinsamen Zeit erzählt. Er hatte so viel gelacht wie selten zuvor, als ihm die Szenen wieder in Erinnerung gerufen wurden. Viele hatte er schon fast vergessen, um so mehr freute er sich, als sie ihm die aufgeschriebenen Geschichten zum Abschied in einer großen Mappe überreichten. Als der Morgen schon graute, verabschiedeten sich die letzten Gäste und Duncan machte sich daran, die Überreste des rauschenden Festes zu säubern, während Methos am Tisch saß und sich glücklich die Bibel ansah. Duncan drehte die Musik lauter. Die Stimmen der *Master of Gregorian Chant* erklangen *Don't give up, 'cos you have friends* und Methos merkte, daß seine Augen feucht wurden. Duncan lächelte ihm zu und er konnte nicht anders. Er stand auf und ging, nein rannte nach draußen. Oben angekommen ließ er sich auf das Deck fallen und legte den Kopf auf die Arme. Tränen liefen über sein Gesicht, während er weiter dem Gesang lauschte.

So fand Duncan ihn einige Minuten später. Stumm setzte er sich neben ihn. Methos sah auf, seine Stimme klang heiser, als er leise ein "Danke!" murmelte. Mehr konnte er nicht sagen, aber mehr war auch nicht nötig.

Duncan nahm sein Gesicht in die Hände, sah ihm lange in die Augen und wischte mit seinem Daumen zärtlich die Tränen weg. Dann zog er ihn näher und gab ihm einen zarten Kuß.

"Gern geschehen my Love!" sagte er mit rauher Stimme.

Methos lächelte. "Ich..Du..Wir..." versuchte er seine Gedanken in Worte zu fassen. Dann gab er den Versuch auf und ließ seine Gefühle sprechen, als er Duncan in seine Arme zog und ihm einen stürmischen Kuß gab. Später würden sie noch genug Zeit haben, über die Zukunft zu sprechen.
 
Fin

 

 
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