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Brot und Spiele

© by Freya ()

 

Paradiesapfel, Beste Story, 2.PlatzParadiesapfel, Beste Slash-Story Disclaimer: (wobei ich immer noch nicht genau weiß, was das eigentlich heißen soll...ahh schlaues Buch mit fremder Sprache sagt: Verzicht, Widerruf, Dementi..ja das macht Sinn...ne eigentlich nicht, ich will ja nicht widerrufen und ich will auch nicht auf meine Rechte an der Geschichte verzichten...nur auf den Profit und auf eventuelle Klagen wegen Rufmordes :-) ..) nun denn. Jede Ähnlichkeit mit Lebenden oder bereits verstorbenen Personen ist rein zufällig und nicht gewollt:-)..ach ne, das war das andere..naja ihr wisst ja, was da so kommen muß, ich mache keinen Profit mit der Geschichte und bedauerlicherweise gehört mir auch niemand von den hier geborgten Charakteren, die gehören Panzer und Davis oder Rhysher oder Miramax...(und wem M. gehört, wissen wir ja :-) ...) Das Copyright für das Lied let's make it baby liegt bei Bon Jovi, auch das Lied habe ich unerlaubt benutzt und ihm ist ebenso wie Methos Duncan und Amanda nichts passiert.
Ich möchte an dieser Stelle noch einen Dank loswerden an Tara, die ich immer wieder aus anderen Geschichten geholt habe, um sie etwas zu fragen, und die geduldig immer wieder geholfen hat, wenn ich nicht weiter wußte (und mich zurück an den Schreibtisch geprügelt hat :-) . Für's Beta lesen ebenfalls ein Dank und einen dicken Schmatz auch an Atti. (alle übriggebliebenen Fehler gehen allein auf mein Konto und dienen der zusätzlichen Unterhaltung. :-) Und natürlich auch an Euch, die ihr meine Geschichte scheinbar gut findet, und eine Fortsetzung haben wolltet. Ursprünglich waren es 3 Teile, aber da sie alle nicht so lang sind, habe ich sie jetzt in eine Geschichte mit 3 Kapiteln gepackt. Und last but not least einen Dank an Gabriele, die mich auf meinen Fehler mit der Toga, die eine Tunika ist, aufmerksam gemacht hat.
Viel Spaß beim lesen und Feedback gerne an freya5000@yahoo.de
Archiv: Fanfiction Paradies (http://www.fanficparadies.de/) in der Highlander-Sektion.
 

Kapitel 1

 

Duncan lag auf dem Bett, eine Hand unter dem Kopf. Mit der anderen fuhr er sanft an Amandas Rücken entlang, die aufrecht neben ihm saß.

"Du kannst keine Kopfschmerzen haben, Amanda, Du bist unsterblich. Unsterbliche haben keine Kopfschmerzen!" Seine Stimme klang belustigt.

"Na dann vielleicht PMS?" Amanda lächelte leicht.

"Und was soll das jetzt wieder sein?" fragte er irritiert.

"Frauenbeschwerden, Du Ignorant." Sie grinste ihn an.

Duncan stützte sich auf einen Arm, um ihr ins Gesicht sehen zu können. "Amanda Liebes, wenn Du keine Lust hast, dann sag mir das doch einfach. Es ist ja nicht so, daß ich Dich zu irgend etwas zwingen möchte." Diesmal klang in seiner Stimme ein leichtes Bedauern mit.

Amanda beugte sich zu ihm, nahm seinen Kopf in beide Hände und gab ihm einen Kuß auf die Stirn. "Ich weiß, Duncan, und dafür liebe ich Dich ja auch so sehr."

Sie ließ ihn los, zog die Knie an und schlang ihre Arme darum. Den Kopf legte sie auf die Arme. "Ich weiß auch nicht, was es ist, aber irgendwie bin ich nicht in Stimmung!"

Duncan setzte sich jetzt ganz auf. Den Rücken an das Kopfende des Bettes gelehnt, zog er Amanda in seine Arme. Seufzend ließ sie ihn gewähren und kuschelte sich an seine breite Brust.

"Das ist aber auch nicht fair. Die sterblichen Frauen können immer körperliche Beschwerden als Ausrede benutzen! Wir dagegen müssen uns immer einen plausiblen Grund einfallen lassen," murrte Amanda leise.

"Amanda laß es gut sein, wenn Du nicht willst, dann werde ich mir eben anders helfen müssen!" Er strich sanft ihren Arm entlang. "Ist ja nicht das erst Mal." Ein kleines Lachen klang in seinen Worten mit.

"Du bist nicht enttäuscht?" Sie stützte sich an seiner Brust ab und sah ihm ins Gesicht, um seine Reaktion beobachten zu können.

"Nun ja, vielleicht ein bißchen, aber was soll ich machen... Ich bin ein Gentleman und da bleibt mir wohl nichts anderes übrig!"

Mit der Antwort zufrieden gab Amanda ihm einen langen Kuß. "Danke, manchmal ist es auch ganz nützlich, einen Boyscout als Freund zu haben!" Sie fuhr mit ihrem Finger leicht über seinen Brustkorb, seinen Bauch und weiter unter die Bettdecke, die bis zur Hüfte verrutscht war. "Ich werde Wiedergutmachung leisten, mein kleiner Boyscout, das verspreche ich."

Hastig ergriff er ihre Hand und hielt sie fest. "Ich kann es kaum erwarten, aber wenn ich pünktlich sein möchte, dann muß ich mich jetzt fertig machen!" Er zog ihre Hand an seine Lippen drückte einen Kuß auf ihre Handfläche und schickte sich an aufzustehen. Amanda rutschte in die Kissen zurück und sah ihm nach als er, so nackt wie die Göttin ihn erschaffen hatte, in Richtung Badezimmer ging.

Das mußte der Prototyp gewesen sein, den die Göttin im Kopf gehabt hatte, als sie den Mann schuf. Die dunkle Haut, die im Schein des Kaminfeuers wie Bronze wirkte. Die breiten Schultern, die über einen perfekt modellierten Rücken in einen wirklich knackigen Hintern übergingen. Und die Beine, diese langen Beine, an denen sich die Muskeln bei jedem seiner Schritte wie bei einer Marmorstatue abzeichneten. Sie stieß einen langen Seufzer aus.

Vielleicht hatte sie doch Lust? Sie grinste. Ja sie hatte Lust, aber nicht auf diese Party, auf die er sie mitschleppen wollte.

Duncan war Vorsitzender in einem Verein, der sich dafür einsetzte, daß die alten Traditionen und Kulturen nicht in Vergessenheit gerieten. Sie veranstalteten einmal im Jahr zu einem gewählten Thema eine große Party, zu der Unmengen von wichtigen und unwichtigen Personen aus Seacouver eingeladen waren. Dieses Jahr ehrten und feierten sie die Römer.

Duncan mußte natürlich als Festkomiteemitglied daran teilnehmen und er hatte sie gebeten, ihn zu begleiten. Sie hätte vielleicht zugestimmt, wenn das nicht damit verbunden wäre, daß sie sich dafür hätte verkleiden müssen. Sie wollte nicht in einem alten Bettlaken für die Meute den Kasper machen. Denn die Mitglieder des Vereines und ihre Begleiter waren die einzigen, die zu diesem Fest in der jeweiligen Mode der gewählten Zeit erscheinen mußten.

Sie hatte nichts gegen eine lustige Kostümparty, aber sich in aller Öffentlichkeit schlecht bekleidet zu zeigen, nein das würde dann doch zu weit gehen. Duncan hatte ihr erst heute Abend gesagt das sie in Kostümen würde kommen müssen, ansonsten hätte sie ihm schon viel früher gesagt, daß er nicht mit ihr rechnen konnte. Sie überlegte sich ihren Entschluß nochmals, als sie ihn mit seinem Kostüm aus dem Bad kommen sah.

Er trug eine kurze Tunika und sie hatte einen guten Blick auf seine schönen Beine. An der Seite trug er ein Kurzschwert, das sie auf den ersten Blick als durchaus zu gebrauchende Waffe erkannte.

"Erwartest Du Schwierigkeiten mein kleiner Römer?" grinste sie ihn an.

"Nicht unbedingt aber man weiß ja nie, wer sich auf solchen großen Veranstaltungen so blicken läßt." Er grinste zurück. Dann kam er zum Bett, kniete sich auf den Rand und nahm ihre Hand in seine. "Bist Du Dir ganz sicher, daß Du nicht mitkommen möchtest?" Er sah sie fragend an, während er begann, zarte Küsse auf ihrem Handgelenk zu plazieren.

Dann spürte sie seine Zungenspitze auf ihrer Haut, als er sich mit seinen Lippen an der Innenseite ihres Armes nach oben bewegte. Sie bemerkte, daß sich die feinen Härchen auf ihren Armen aufstellten.

"Duncan, laß das, ich kann nicht klar denken, wenn Du das machst."

Mit einem bedauernden Blick und einem letzten Kuß auf ihre Schulter ließ er sie los und stand auf. "Soll das heißen, Du bleibst bei Deinem Nein?"

Amanda nickte. "Aber ich wünsche Dir viel Spaß bei Deiner Feier und bleib nicht so lange, ich warte auf Dich!" Sie schenkte ihm ein verführerisches Lächeln.

"Ich bin so schnell ich kann wieder da!" versprach er und ging mit dem Mantel über dem Arm zum Aufzug.

"Ach und Duncan?" er drehte sich fragend um.

"Zieh den Mantel an, bevor Dich jemand so auf der Straße so sieht." Er kam ihrer Aufforderung mit einem Grinsen nach und verschwand.

 

Amanda bemerkte, daß sie Hunger bekam. Aber zum Glück hatte Duncan immer etwas im Hause. Sehr zur Freude seiner vielen Freunde, die immer wieder unerwartet bei ihm auftauchten und dann meistens auch zum Essen oder länger blieben. Sie stand auf und ging zur Küchenzeile. Dann betrachtete sie lange den Inhalt des Kühlschrankes. Ein paar Erdbeeren, frische Schlagsahne und Salat. Das war neben einer Flasche Champagner alles, was er zu bieten hatte.

Amanda schüttelte den Kopf. Das sah Duncan gar nicht ähnlich, war er auf Diät? Quatsch dem widersprach die Schlagsahne und außerdem, warum sollte er eine Diät machen, er hatte kein Gramm zuviel auf seinen verführerischen Rippen. Sie leckte sich über die Lippen, als sie an seinen Körper dachte.

Sie schloß den Kühlschrank und durchsuchte die Küchenschränke. Erbsensuppe, Tomatencreme-Suppe und ein paar andere Suppen standen fein säuberlich sortiert in einem der Schränke.

Nein, das mußte ein Zufall sein. Selbst Duncan würde die Konserven nicht nach dem Alphabet ordnen. Oder doch? Sie sinnierte noch darüber, als sie eine unsterbliche Präsenz bemerkte.

Der Fahrstuhl ratterte ohrenbetäubend. Duncan sollte sich wirklich mal etwas einfallen lassen dafür.

Ohne aufzusehen, als das Gitter geräuschvoll nach oben geschoben wurde, rief sie. "Na, was hast Du vergessen? Sag mal, hast Du allen Ernstes die Dosen nach Alphabet geordnet?!"

"Vergessen? Sind die Dosen wirklich sortiert?"

Amanda quiekte erschrocken. Das war nicht Duncans Stimme. Sie knallte die Schranktür zu und drehte sich zu dem Neuankömmling um.

"Methos, was zur Hölle tust Du denn hier?!"

Der älteste der Unsterblichen musterte sie mit einem Grinsen und Amanda wurde bei seinem Blick daran erinnert, daß sie es nicht für nötig gehalten hatte, sich etwas überzuziehen, als sie auf Essenssuche ging.

"Welch charmanter Empfang, Amanda Liebling!" Sein Grinsen wurde breiter. Amanda wurde rot und versuchte, ihre Blöße mit den Armen zu bedecken.
"Ich...wir.. Mac hat nichts davon erwähnt, daß Du kommen würdest!" Verdammt, sie stotterte tatsächlich. Diese grüngoldenen Augen konnten einen aber auch verunsichern.

"Ich habe MacLeod versprochen, ihm bei seiner Party zur Seite zu stehen. Er rief vor 20 Minuten an. Ich dachte, wir würden uns hier treffen." Methos sah sich suchend um.

"Mac ist schon gefahren und ich hatte keine Lust, ihn zu begleiten. Methos, würdest Du mich bitte für einen Moment entschuldigen?!" Dann schritt sie, so würdevoll wie sie konnte, zurück zum Bett, wo sie sich einen Morgenmantel überzog. Methos' Augen folgten ihr durch den Raum.

Amanda hatte sich von ihm weg gedreht und verknotete gerade den Gürtel, als sie Methos' Atem in ihrem Nacken spürte. Sie hatte nicht bemerkt, daß er ihr gefolgt war. Sie spürte, wie seine Hände über ihrer Hüfte strichen und den Knoten wieder lösten. Warme Lippen hauchten einen zarten Kuß auf ihren Nacken.

"Amanda..." murmelte er leise an ihrem Hals.

Seine Hände glitten unter den seidigen Stoff und streichelten ihre weiche Haut. Amanda sog scharf den Atem ein. Sie hatte sich schon häufiger gefragt, wie es wohl sein mochte, mit dem ältesten Mann der Welt zu schlafen. Die Vorstellung, daß er über 5000 Jahre Erfahrungen im Bett verfügte, erregte sie mehr, als sie es sich eingestehen mochte. Seine Berührungen ließen sie erschauern, dabei tat er nichts weiter, als mit seinen langen Fingern an ihren Schenkeln entlangzufahren. Es war nicht einmal ein richtiges Streicheln, mehr ein vorsichtiges Ertasten der Haut. Methos hatte immer noch seinen Mantel an und Amanda konnte das Schwert fühlen, als er sie dichter an sich zog.

"Methos...wir sollten nicht...Mac erwartet Dich..." Sie versuchte, vernünftig zu sein, aber ihre Gedanken waren längst bei anderen Dingen. Sie wollte ihn. Und sie wollte ihn jetzt!

Er schien zu spüren, was sie wollte, denn ruckartig drehte er sie in seinen Armen zu sich um und brachte sie mit einem Kuß zum schweigen. Fordernd fühlte sie seine Zunge zwischen ihren Lippen. Bereitwillig öffnete sie ihren Mund und ihre Zungen trafen sich in einem wilden Tanz. Sie spürte den Kuß in ihrem ganzen Körper. Es begann im Nacken und zog wie eine Flamme ihre gesamte Wirbelsäule hinab bis zu ihrer empfindlichsten Stelle.

Unbemerkt hatten sich ihre Arme um seinen Hals gelegt und ihre Hände wühlten in seinem kurzen Haar, um ihn daran zu hindern, sich von ihr zu lösen. Er biß sanft in ihre Unterlippe und sie wimmerte leise.

Ohne die Lippen von ihren zu nehmen, befreite er sich von ihren Händen und zog seinen Mantel aus. Achtlos ließ er ihn zu Boden fallen. Darunter trug er eine Tunika wie Amanda vage registrierte, als ihre Hände an seinem Körper entlangstrichen. Sie spürte den weichen Stoff an ihren Brüsten, an ihrem Bauch und an den Schenkeln, als Methos sie an sich zog und den Kuß wieder intensivierte. Dann lösten sich seine Lippen plötzlich und, ehe Amanda protestieren konnte, hatte er sie von ihrem Morgenmantel befreit und trug sie zum Bett.

Mit einem letzten Anflug von Rationalität versuchte Amanda, Methos davon abzuhalten. Oh nein, nicht davon mit ihr zu schlafen, sondern es in Duncans Bett zu tun. "Methos wir sollten es nicht in seinem Bett tun!" Aber entweder hatte er ihren Einwand nicht gehört oder er zog es vor, ihn zu ignorieren, denn er platzierte sie in der Mitte der seidigen Laken.

Er ließ sich neben sie auf das Bett fallen und mit einem Lächeln, das nicht anders als lüstern zu beschreiben war, fragte er. "Sehe ich das richtig, daß dies heute nicht das erste Mal ist, daß dieses Bett für genau diesen Zweck genutzt wird?"

Amanda sah ihn verlegen an und warf nach einem Blick in seine Augen sämtliche Schuldgefühle über Bord. Die Wonnen, die sie als Versprechen dort sah, waren es wert, daß Duncan vielleicht etwas gekränkt sein würde. Aber er war ja ein großer Junge und würde damit bestimmt fertig werden.

Eine widerliche kleine Stimme in ihrem Hinterkopf versuchte sich ein letztes Mal Gehör zu verschaffen. 'Damit, daß zwei seiner besten Freunde ihn hintergehen? Nicht sehr wahrscheinlich, oder?' "Ach sei still!" murmelte Amanda leise.

Ein erstaunter Blick aus grüngoldenen Augen traf sie und sie hörte ein Lachen in seiner Stimme. "Ich soll still sein? Warum, magst Du es nicht, wenn beim Sex geredet wird? Soll ich vielleicht auch das Licht ausmachen?"

Amanda lachte auf. "Nein, weder noch, ich versuche nur gerade, mein Gewissen zum Schweigen zu bringen."

Methos stimmte in ihr Lachen mit ein. "Ich bin Dir dabei gerne behilflich!" und mit diesen Worten begann er an ihrem Hals entlang, Küsse zu verteilen. Sanfte Zungenstriche wechselten mit leichten Bissen und schlagartig ging ihr Lachen in ein kehliges Stöhnen über.

Amanda schloß ihre Augen unter seinen hypnotischen Zärtlichkeiten und sie vergab ihm in diesem Moment alles. Alles, was er je gewesen sein mochte, alles, was er je getan haben mochte. Wenn sie etwas zu sagen hätte, würde sie ihn für dieses Wissen um die Empfindlichkeit eines Frauenhalses heilig sprechen lassen. Als der älteste der Unsterblichen dann begann, die Innenseiten ihrer Schenkel mit federleichten Berührungen seiner Hand zu erkunden, verlor Amanda sich in der Sensation ihrer Gefühle. Ihr Körper bäumte sich seiner Hand entgegen und als sie glaubte, es nicht mehr aushalten zu können, spürte sie einen Finger tief in ihre Weiblichkeit eindringen.

Sie schrie seinen Namen, als die Wellen ihres Höhepunktes über ihr zusammenschlugen. "Meethoos...."

Über ihren schweren Atem hinweg hörte sie wie aus weiter Ferne ein tieferes Echo ihres Schreis.

"Methos!!"

Träge öffnete sie die Augen und erstarrte.

 

Duncan stand, Methos mit einer Hand an den Haaren den Kopf in den Nacken ziehend, mit der anderen ein Schwert an seinem Hals, neben dem Bett.

"Mac.." versuchte Methos, etwas zu sagen, was allerdings nur zur Folge hatte, daß Duncan sein Schwert fester an seinen Hals preßte und ihn anzischte. "Halt's Maul Bastard!"

Amanda setzte sich auf und erschrak, als sie die Mordlust in Duncans Augen sah. Die widerliche kleine Stimme in ihrem Hinterkopf meldete sich wieder, diesmal mit einem eindeutig hämischen Unterton. 'Er wird damit schon fertig werden, ja? Er ist ja ein großer Junge, wie? Sieht ganz so aus, als ob er damit auf seine eigene schottische Art und Weise fertig wird!'

"Duncan, hör sofort auf damit. Methos ist Dein Freund und man tötet keine Freunde!"

Duncan sah sie an und Amanda zuckte leicht zusammen, als sie die Wut und die Trauer über ihren Verrat in seinen dunklen Augen bemerkte.

"Ach ja? Ein Freund vergreift sich aber auch nicht am Eigentum des anderen!"

Die Schuldgefühle, die Amanda vielleicht hätten ereilen können, verflogen bei diesen Worten wie in einem Orkan. Sie rollte sich an den Rand des Bettes, ergriff ihr Schwert und brachte es in einer fließenden Bewegung an Duncans Hals.

"Eigentum?! Du betrachtest mich als Dein Eigentum? Mehr bin ich nicht für Dich? Eigentum, wie ein Sessel oder ein Schwert? Oh nein, wenn er es gewagt hätte, Dein Schwert zu nehmen, hättest Du wahrscheinlich keine Sekunde gezögert ihm den Kopf zu nehmen!" Ihre Stimme überschlug sich fast während sie ihn anschrie. "Wenn Du ihn tötest dann werde ich Dich töten, Highlander und das ist ein Versprechen!" Duncan war so überrascht von diesen Worten das er den Griff an Methos Haaren gelockert hatte und auch der Hals des alten Mannes war nicht mehr in akuter Gefahr von den Schultern getrennt zu werden. Er atmete erleichtert auf und befreite sich unter Zurücklassung einzelner Haarsträhnen vollständig aus Duncans Griff.

 

Ein Lachen stieg in seiner Kehle auf. Was für eine absurde Situation. Er stand nackt vor dem Highlander, wie er es sich in seinen Träumen so oft erhofft hatte. Hier begannen sich Traum und Realität allerdings zu trennen. Während Duncan in seinem Traum voll von leidenschaftlichen Gefühlen der Liebe für ihn war, war der reale Duncan voller wütender Leidenschaft über den Verrat seiner Freunde.

Methos seufzte laut, während er es bedauerte, daß die Zeiten der römischen Moral schon so lange vergangen waren. Damals hätten sie sich zu dritt weiter vergnügt und es wäre bestimmt sensationell geworden, aber leider hatten weder Amanda noch der Schotte jemals die Orgien mitgemacht, die in den Kaiserpalästen der guten alten Zeit so beliebt waren.

Mit einem Ruck kam er in die Realität zurück, als er bemerkte, daß Amanda und Duncan sich anschrien wie alte Marktweiber.

"Ich dachte, Du liebst mich! Aber anscheinend habe ich mich getäuscht! Wie konntest Du!! Und das gilt auch für Dich, Du scheinheiliger alter Bastard!" brüllte Duncan Amanda und Methos an.

"Ja, ich liebe Dich, Du blöder Schotte, aber das hat doch nichts mit körperlicher Lust zu tun! Verdammt nochmal Duncan, Du behauptest doch auch, daß Du mich liebst und trotzdem sprichst Du im Schlaf von IHM!" schrie Amanda zurück und zeigte auf Methos.

Diese Worte hatten einen Effekt auf die beiden Männer, als hätte jemand warmes Wasser über ihnen ausgeschüttet, während die Temperaturen weit unter Null lagen. Sie waren erstarrt. Amanda schien es in ihrer Wut nicht zu bemerken.

Sie schmiß ihr Schwert in die Ecke und brüllte weiter. "Warum also bist Du jetzt so wütend? Weil Methos dein *Eigentum* nicht respektiert oder weil Dein *Eigentum* etwas getan hat, was Du selber gerne tun möchtest, Dich aber nie trauen würdest?! Sei doch endlich ehrlich, Duncan, was zum Teufel läßt Dich so ausrasten? Es ist ja nicht so, daß Du mich noch nie betrogen hättest. Verdammt nochmal, wir sind unsterblich! Alle drei! Hier sind sechseinhalb Tausend Jahre Erfahrungen und Wissen vereint und wir benehmen uns, als wenn wir blöde Sterbliche wären, bei denen es eine Rolle spielt, wer mit wem schläft!"

Methos hatte Amandas Ausbruch wie ein schwaches Flüstern wahrgenommen, weil er völlig in den Anblick von Duncans Gesicht versunken war, auf dem sich das Entsetzen über Amandas Aussage spiegelte. Bei den letzten Worten wurde er allerdings hellhörig. Amanda schien doch ähnlich zu denken wie er, vielleicht hatten sie ja gemeinsam eine Chance, Duncan zur Vernunft zu bringen. Ein kleines Lächeln überzog sein Gesicht bei dem Gedanken. Zur Vernunft war vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Er wünschte sich nichts sehnlicher, als das Duncan ihm gehörte. Eigentlich wollte er ihn nicht einmal mit Amanda teilen, aber wenn sich hier und jetzt die Gelegenheit ergeben würde...mit Amanda...warum nicht...dann konnte er ja immer noch weiter sehen wie es mit dem Schotten weiterginge...

Duncan war immer noch wie erstarrt. Verdammt, warum ausgerechnet jetzt? Ja, er hatte von Methos geträumt. Ja, diese Träume waren nicht jugendfrei gewesen und ja, er war wütend, weil er...ja, *weil was Duncan* fragte er sich selber..weil er gerne an Amandas Stelle gewesen wäre.

Der Schock dieser Erkenntnis, der er sich zum ersten Mal bewußt gestellt hatte, brachte ihn wieder zur Besinnung. Er hatte keine Zeit, sich mit den beiden auseinanderzusetzen. Er mußte auf diese verdammte Party! Aber er würde bestimmt nicht alleine gehen und er würde den Teufel tun, nur einen der beiden mitzunehmen.

Er gab sich einen Ruck und griff nach Amandas Arm. Er zog sie an seinen Körper und gab ihr einen Kuß. "Hör auf so rumzukeifen!" murmelte er an ihrem Mund.

Amanda war sprachlos vor Erstaunen. Was bildete sich der Highlander eigentlich ein? "Zieh Dich an, wir gehen auf eine Party," befahl er ihr, während er sie in Richtung Badezimmer schubste. Halb auf dem Weg hatte sie sich wieder gefangen und wollte gerade wütend etwas in der Art von *Du kannst mich mal* erwidern, aber als sie sich umdrehte, blieben ihr die Worte im Halse stecken.

Duncan hatte sich zu Methos hinunter gebeugt und gab ihm ebenfalls einen Kuß. Kurz, flüchtig nur, aber eindeutig ein Kuß auf die Lippen. Methos schien genauso erstaunt wie sie selber zu sein. Ein dümmliches Lächeln erschien auf seinem Gesicht, als Duncan sich von ihm löste und ihm ebenfalls den Befehl gab sich für die Party anzuziehen. Ohne das Grinsen zu verlieren kam der alte Mann wortlos Duncans Befehl nach.

Kopfschüttelnd ging Amanda ins Bad und zog sich ein weißes Ding an, das Duncan früher am Abend dort für sie hingelegt hatte. Nach einem kurzen Blick in den Spiegel entschied sie, daß es heute keine Rolle spielen würde, wie sie aussah, obwohl sie zugeben mußte, daß ihr die Tunika ausnehmend gut stand.

Sie machte sich Gedanken über Duncans Verhalten. Er hatte Methos geküßt! Vor 20 Minuten wollte er ihn noch töten und jetzt hatte er ihn geküßt!! Sie hatte sich also nicht getäuscht, was seine Gefühle gegenüber dem alten Mann angingen. Nur daß er so schnell bereit war, sich seinen Gefühlen auch zu stellen, erstaunte sie sehr. Sie warf ihrem Spiegelbild ein letztes Lächeln zu. Das würde ein interessanter Abend werden.

 

 
Kapitel 2
 

Schweigend legten sie den Weg zum Fest zurück, jeder der drei war tief in seine eigenen Gedanken versunken. Amanda sah aus dem Fenster auf die vorbeiziehenden Straßen und schwelgte in Phantasien von zwei wunderschönen Männerkörpern, die sie verwöhnten und ihr sinnliche Freuden schenkten, wie sie sie seit Jahren nicht mehr erlebt hatte.

Duncan versuchte, sich nur auf die Straße zu konzentrieren, was ihm allerdings nicht völlig gelang. Er zweifelte inzwischen an seiner Entscheidung und machte sich Sorgen, ob er nicht zu weit gegangen war, als er Methos geküßt und damit quasi eine Einladung ausgesprochen hatte.

Der älteste Mann der Welt saß auf der Rückbank und freute sich ob der Entwicklung der Dinge. Als der Highlander sein Schwert an seinem Hals hatte, hatten ihn heftige Schuldgefühle übermannt, nur Millisekunden lang, wie er sich selbst versucht hatte weiszumachen, aber jetzt rückblickend konnte er es sich eingestehen, es war tatsächlich eine Art Schuldbewußtsein gewesen. Nicht weil Amanda und er Duncan betrogen hatten, sondern weil er seinen Gefühlen gegenüber nicht ehrlich gewesen war. Er wollte Duncan und nur weil er alles darauf gesetzt hätte, daß der Highlander es niemals in Erwägung ziehen würde, eine Beziehung mit einem Mann geschweige denn mit ihm, Methos, anzufangen, hatte er seine Gefühle erst gar nicht offenbart. Wie gut, daß die Sache mit Amanda passiert war. Vielleicht war das seine einzige Chance, an Duncan heranzukommen. Scheinbar war der Schotte doch nicht so prüde, wie er immer gedacht hatte. Nein, prüde war nicht das richtige Wort..er überlegte einen Augenblick lang und schmunzelte, als ihm das passende Wort, Duncan MacLeod vom Clan der MacLeod zu beschreiben, einfiel. Straight. In jeder Beziehung war Duncan straight. Nicht nur in seiner sexuellen Ausrichtung, Duncan war der Prototyp eines *geraden* Menschens. Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse, es gab fast keine Chance für Grautöne. Methos lächelte immer noch, als sie den Parkplatz erreicht hatten.

Schweigend steigen sie aus, schweigend gingen sie zum Eingang und schweigend betraten sie den Festsaal.

 

Das Stimmengewirr, das ihnen entgegen brandete, wirkte fast unwirklich auf die drei. In dem Moment, als Duncan den Saal betreten hatte, stürmte ein Geschwader älterer Damen auf ihn zu und hatte ihn in Sekunden von seinen Freunden getrennt. "Oh, Mr. MacLeod, wie schön, daß sie es doch noch geschafft haben, wir haben uns schon Sorgen um sie gemacht. Kommen sie doch bitte hier hinüber, Mr. Jones möchte ihnen noch die letzten Anweisungen für ihren Auftritt geben." Duncan schluckte kurz und sah sich suchend nach Amanda und Methos um. Verdammt, er hatte vergessen ihnen zu sagen, daß ein kleines Rollenspiel der Veranstalter geplant war, und er teilnehmen mußte. Er konnte sich die nächste Zeit nicht um sie kümmern. Mrs. Walters bemerkte seinen Blick und versuchte, ihn zu beruhigen. "Keine Sorge, Mrs. Moris und Mr. Lobin haben ihre Freunde unter ihre Fittiche genommen und werden ihnen die nötigen Anweisungen geben. Wie schön, daß Lisa sie noch erreicht hat, wir wußten schon gar nicht mehr, wo uns der Kopf steht."

Fragend wand sich Duncan zu ihr um. "Lisa mich erreicht hat.. Warum? Und was ist mit meinen Freunden?"

Ein strahlendes Lächeln begleiteten den Dolchstoß, der Duncans Herz Sekunden später traf. "Aber dann wußten sie gar nicht, da&szli; Mr. und Mrs. Limin krank geworden sind und nicht auftreten können? Was für ein glücklicher Zufall, daß sie dann ihre Freunde passend gekleidet mitgebracht haben! Sie bekommen gerade die Einweisungen in unser kleines Stück. Ich hoffe, daß alles ohne große Proben funktionieren wird, aber sehen sie.." sie zeigte auf eine kleine Gruppe entzückter Komiteemitglieder, die enthusiastisch auf Methos und Amanda einredeten und dabei wild gestikulierten.

"Sie scheinen sich ja prächtig in die Gruppe einzufinden. Sagen Sie mal Duncan, ist Ihre Freundin vielleicht mit der Familie Darrieux verwandt? Sie erinnert mich so sehr an meine alte Freundin Amanda. Eigentlich sieht sie ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich. Wenn ich es nicht besser wüßte.."

An dieser Stelle hielt Duncan es für angebracht zu intervenieren. Schlimm genug, daß Methos und Amanda gezwungen wurden, in dieser Aufführung mitzumachen, aber daß Mrs. Walters Amanda scheinbar von füher kannte, glich einer kleinen Katastrophe "Ach Mrs. Walters, wo sagten sie würde ich Mr. Jones treffen? Ich muß noch dringend mit ihm ein paar Sachen besprechen." Während er fieberhaft überlegte, wie er sich und seine Freunde aus dieser Situation herausbringen konnte, schob er Mrs Walters, eine Hand auf ihrem verlängerten Rücken, durch die Menge. "Aber Duncan, ich könnte ihre Mutter sein!" kokett lächelnd tat Mrs. Walters, als wenn sie sich von Duncan lösen wollte, dabei war ihr die Situation durchaus angenehm. Ein schöner Mann der Hand an sie legte, wann war das das letzte Mal ...sie überlegte, brachte sich dann aber energisch wieder in die Realität zurück. Sie hatte keine Zeit zu träumen, sie wollten ein Stück aufführen, das von Anfang an auf wackeligen Beinen gestanden hatte, nun aber durch den Ausfall zweier Hauptdarsteller nahe daran war, einfach umzufallen.

"Aber nein, meine Liebe, dafür sind sie viel zu jung!" hörte sie Duncans Stimme durch den Nebel ihrer Gedanken. "Zu jung, wovon sprechen Sie?" fragte sie leicht irritiert. "Zu jung, um meine Mutter zu sein, Beryll," lächelte Duncan sie an. " Was für ein charmanter Mann sie doch sind..wenn ich nur 30 Jahre jünger wäre..naja oder vielleicht besser 40.." Dann lachte Mrs. Walters und ehe Duncan noch was erwidern konnte, hatten sie auch schon Mr. Jones erreicht, der gleich wie ein Wasserfall auf Duncan einredete. "MacLeod, froh sie zu sehen, sehr froh! Kaum zu glauben, was in den letzten Stunden alles schiefgelaufen ist. Kann mich auf sie verlassen? Ja natürlich, haben sogar Paris und Helena gefunden. Sehr schön, dann können wir ja anfangen." Begeistert klopfte er Duncan auf die Schulter. Der runzelte die Stirn und, nachdem ihm aufgefallen war, was ihn störte, sprach er es aus, bevor Mr. Jones wieder anfing zu sprechen. "Wieso denn Paris und Helena? Ich denke, wir wollten Cäsars Ermordung geben. Immerhin sind die Römer und nicht die Griechen unser Thema, oder?" Ein lautes Lachen fegte seine Bedenken weg. "Ja mein junger Freund, Cäsars Ermordung, dachten da aber noch Mr. und Mrs. Limin haben die Hauptrollen. Nun sind sie nicht da und nach einem Blick auf ihre Freunde hat das Komitee beschlossen, die Entführung der schönen Helena aus Sparta zu geben. Hat doch viel mehr Dramatik. Das wollen die Leute sehen."

Duncan blinzelte. "Helena und Paris haben mehr Dramatik als die Ermordung Cäsars? Das ist doch nicht Ihr Ernst! Außerdem ist das ein griechisches Stück, Mr. Jones und zu guter Letzt haben wir das Stück noch nie geprobt."

Mr. Jones blickte ihn leicht vorwurfsvoll an und auch Mrs. Walters schien aus irgendeinem Grund etwas gekränkt zu sein. "Glauben nicht an uns, junger Freund, wie? Glauben, wir könnten nicht improvisieren, was? Ha, werden ihnen das Gegenteil beweisen! Ihre Freunde hatten ja auch keine Zeit zu proben, also werden wir einfach mal spontan sein.!"

Mrs. Walters schlug in die gleiche Kerbe. "Mr. MacLeod, Duncan, seien sie doch nicht so spießig, wir werden viel Spaß haben! Wir treffen uns gleich hinter der Bühne und gehen dann die Besetzung durch. Bis zum Auftritt haben wir noch eine halbe Stunde und alles wird wunderbar klappen. Vertrauen sie uns doch ein bißchen. Wir sind zwar keine Schauspieler, aber der Autor kann uns ja auch nicht mehr wegen Veränderung seines Stückes belangen." Und mit diesen Worten und einem fröhlichen Lachen ob ihres Scherzes gingen Mrs. Walters und Mr. Jones hinter die Bühne zur Besprechung.

Duncan war am verzweifeln. Wie zum Teufel war ihm das nur alles so außer Kontrolle geraten. Nicht nur, daß Methos und Amanda mitspielen sollten, sie hatten jetzt auch noch in wenigen Sekunden die Hauprollen bekommen in einem Stück, das Duncan noch gar nicht kannte. Natürlich kannte er die Geschichte, aber seines Wissens nach hatte es dazu noch kein Bühnenstück gegeben, jedenfalls keines, das unter 3 Stunden gespielt werden konnte. Er sah eine Katastrophe auf sich zurollen.

 

Er bewegte sich langsam in Richtung der anderen Schauspieler und versuchte dabei, einen Blick auf seine Freunde zu erhaschen, leider waren sie aber nicht mehr zu sehen. Also begab er sich in sein Schicksal und gesellte sich zu den anderen um von Mr. Jones seine Anweisungen entgegenzunehmen.

"Duncan, da bist Du ja, Du hast mir ja gar nicht gesagt, daß eine Freundin von Großmutter in eurem Komitee ist!" Amanda zeigte Duncan die Zähne, für die Außenstehenden sah es vielleicht so aus wie ein Lächeln, aber Duncan wußte, daß dieser Gesichtsausdruck noch Schwierigkeiten bedeuten würde, es sei denn, er konnte Amanda plausibel erklären, warum er sie nicht gewarnt hatte. Aber diese Erklärung hatte er ja wenigstens, mit einem entschuldigenden Achselzucken erwiderte er deshalb: "Amanda Schatz, ich wußte es bis vor wenigen Minuten selber nicht, wie hätte ich es Dir also sagen können?" Amanda schien zufrieden zu sein, zumindestens mit der Antwort auf diese Frage. Duncan ahnte aber irgendwie, daß die Stunde der Inquisition erst noch kommen würde. Aber das erste Mal an diesem Abend schienen die Götter ein Einsehen mit ihm zu haben.

"Schönste Helena, darf Ihnen meinen immerwährenden Dank aussprechen, dafür daß sie sich bereit erklärt haben, uns aus der Bredouille zu helfen." Mr. Jones verbeugte sich gerade vor Amanda und küßte ihr die Hand. Sie lächelte ihm huldvoll zu und neigte leicht ihren Kopf in Anerkennung des Komplimentes.

" Und auch Ihnen gleichwohl meinen größten Dank Paris, ohne dessen genialen Einfall wir jetzt dieses langweilige Gemetzel von Cäsars Tod spielen müßten. Bravo, Bravo!" Seine großen Hände legten sich auf die Schultern von Amanda und Methos und schoben sie nach vorne, damit sie den Jubel der anderen Mitwirkenden, der jetzt ausbrach, entgegennehmen konnten. Duncan war wie erstarrt. Methos?? Methos war dafür verantwortlich, daß sie hier eine Stehgreif-Posse statt eines Dramas aufführen und sich damit lächerlich machen würden? Die letzten Worte hatte er scheinbar laut gesprochen, denn empörte Blicke trafen ihn von allen Seiten, und es blieb nicht bei Blicken alleine.

"MacLeod, seien Sie doch nicht so pessimistisch!"

"Sie trauen uns aber auch gar nichts zu!"

"Wenn es Ihnen nicht paßt, dann steigen sie doch aus!"

"Niemand wird hier gezwungen, sich lächerlich zu machen, Mac, also warum versuchen wir es nicht einfach und sehen, was dabei rauskommt? Ich glaube, die Menschen hier sind sehr gut in der Lage zu improvisieren und wenn wir jetzt endlich anfangen würden, dann könnten wir auch noch ein bißchen üben, zumindestens die Namen.." Methos grinste seinen Freund an.

Duncan sah an der Reihe der Gesichter entlang die gespannt auf eine Reaktion von ihm warteten. "Also gut, wahrscheinlich habt ihr recht, also, wer ist wer und was genau spielen wir?"

 

Keiner konnte später sagen, wie es passierte, aber Methos hatte plötzlich das Kommando und Mr. Jones, der ansonsten eifersüchtig auf seine Autorität gepocht hatte, war wie Wachs in seinen Händen. Nur bei der Besetzung blieb das Komitee unerbittlich, Methos wurde trotz heftiger Gegenwehr zu Paris (Das Komitee und besonders die Frauen bestanden darauf, vor allem wegen der langen Wimpern und des wohlgestalteten Körpers, der dem eines Jünglings glich..), Amanda zu Helena, Duncan sollte Menelaos seinen Körper und seine Stimme leihen und Mr. Jones Zeus. Hera übernahm Mrs. Walters und Pallas Athene wurde von Lisa verkörpert, jener Frau die Duncan angeblich hatte Bescheid geben wollen, daß sich die Pläne geändert hatten. Er kam nicht dahinter, aber irgend etwas war faul an dieser ganzen Sache, nichts verlief so, wie es sollte seit ein paar Stunden..selten war er so aus dem Konzept gebracht worden in so kurzer Zeit.

Das Stück, das sie geben wollten, wurde verteilt. Es bestand aus 2 kleinen Zetteln und war handgeschrieben. Irgendwie kam Duncan die Schrift bekannt vor, aber er traute sich nicht, darüber nachzudenken warum oder wann Methos ein Stück zu Helena und Paris aus dem Ärmel geschüttelt und es auch noch vervielfältigt hatte. Grobe Angaben zum Charakter und zu den Aktionen waren darauf zu erkennen, ansonsten blieb es anscheinend jedem selber überlassen, sich um seinen Part zu kümmern.

 

" Warum ist Menelaos froh, daß Helena entführt wird, Adam?" fragte Lisa und nutzte die Gelegenheit um eine Hand auf seinen Arm zu legen. *Soso, wir sind also schon bei Adam!!* dachte Duncan grimmig, während er sich zurücklehnte, um sich das Spektakel um Methos im Ganzen anzusehen. Jeder und vor allem jede schien sich mit Fragen automatisch an Methos zu wenden. Er war wie ein Fels in der Brandung..gab es da nicht mal so eine Werbung von einer Versicherung? Duncan lächelte über den ungewollten Vergleich und doch...irgendwie war Methos wie eine Versicherung..ein Versicherung, daß das Leben sich stets ändern und niemals langweilig würde, ein Versicherung, daß es immer Leben geben würde, auch wenn es manchmal hoffnungslos aussehen mochte. Eine Versicherung, daß es immer Liebe geben würde....an dieser Stelle brach Duncan seine Gedanken ab, weil er das dringende Bedürfnis hatte, etwas alkoholisches zu trinken. Methos und Amanda schienen mit der ganzen Sache blendend fertig zu werden, und er konnte sich bestimmt beruhigt einen kleinen Schluck genehmigen.

"Menelaos? Bring mir bitte einen Wiskey mit, wir sollten auf unsere letzte gemeinsame Nacht trinken, oder meinst Du nicht?" Amanda warf ihm einen schelmischen Blick zu. "Wie immer, werde ich Deine Wünsche prompt erfüllen Du schönste aller Schönen!" gab Duncan mit einer eleganten Verbeugung zurück.

Kurze Zeit später waren alle vorbereitet oder zumindestens bereit für die Aufführung. Nur Duncan konnte sich eines kleines Unbehagens nicht erwehren. Er hatte nicht besonders gut zugehört als Methos die spärlichen Anweisungen zu dem Stück gegeben hatte, er war damit beschäftigt, wie hypnotisiert auf den Mund seines Freundes zu starren und sich zu fragen, was die Menschen hier wohl sagen würden, wenn er Methos jetzt küssen, ihn über seine Schulter werfen und einfach in sein Auto tragen würde. Bei der Vorstellung, was das für eine Verwirrung, auch bei Methos, auslösen würde, fing Duncan an zu kichern, was ihm auch nicht unbedingt dabei half, sich mehr auf die Worte des Objektes seiner Begierde zu konzentrieren. Also stand er nun am Bühnenrand und hoffte, die Geschichte noch so gut in Erinnerung zu haben, daß er halbwegs Schritt halten konnte mit den Anderen und seinen Einsatz nicht verpassen würde.

 

Auf der Bühne warben gerade Hera, Aphrodite und Pallas Athene um die Gunst von Paris oder besser gesagt um sein Urteil und den goldenen Apfel. Duncan mußte zugeben, daß sie wirklich gut improvisierten. Vor allem Mrs. Walters lief zu Hochtouren auf, als sie versuchte, Paris davon zu überzeugen, sie als Schönste zu küren. Jetzt war es passiert...Paris hatte nicht Hera und nicht Athene sondern Aphrodite gewählt, die ihm im Gegenzug die Liebe der schönsten Frau der Welt versprach. Helena, die Gattin des Menelaos. Hera verfluchte in ihrer Wut Paris und sein ganzes Volk. Gruselig, dachte Duncan und das Publikum stimmte ihm durch einen spontanen Applaus zu.

Jetzt war Paris endlich in Sparta angekommen. Duncan zuckte kurz zusammen, als er Amanda auf der Bühne entdeckte, deren eine Brust unbekleidet war. Tosender Applaus begleitete Ihren Auftritt. Was zum Teufel?! Aber bevor er etwas sagen konnte, wurde er mit einem kräftigen Stoß in den Rücken auf die Bühne befördert, wo Helena schon auf ihn wartete. "Oh Menelaos, welch Glück, daß Du mir heute zur Seite stehst. Wir haben Besuch bekommen von einem Gast, der weit, sehr weit gereist ist, nur um Dich zu sehen."

Sie legte ihre Hand auf seine und deutete mit der anderen in die Ferne. "Seht mein Geliebter, dort kommen die Gäste." Duncan sah sich angestrengt um, "Ja, Helena, es ist mein Freund Paris, er ist auf der Suche nach einer trojanischen Prinzessin, die von Griechen entführt wurde!"

Welch sinnvoller Dialog, dachte Duncan ironisch, die Laien-Schauspieler hatten eine bessere Vorstellung abgegeben als er gerade. Er hoffte, daß Paris es wieder rausreißen würde. Aber solange Amanda mit halb entblößter Brust auf der Bühne stand, konnten die Männer im Publikum sowieso nicht zuhören, weil sie zu sehr mit ihren Augen beschäftigt waren.

Paris konnte es rausreißen. Duncan lief zu Höchstform auf, als er mit Methos spielte. Der alte Mann konnte einen wirklich glauben lassen, daß man die Person war, die man spielte, und vor allem, daß er die Person war, die er spielte. Der Auftritt mit Menelaos und Paris dauerte viel länger, als es eigentlich nötig gewesen wäre, aber es schien niemandem aufzufallen, nicht einmal Helena schien etwas dagegen zu haben, auch wenn sie ihre Aufmerksamkeit gemäß ihrer Rolle auf Paris konzentrierte.

 

Methos war froh, daß die Aufführung zu Ende war. Nicht nur, daß er die ganze Zeit verzweifelt versucht hatte, nicht immer auf Menelaos zu starren, der in Wirklichkeit nicht annähernd so gut ausgesehen hatte wie der kleine Schotte, der hier so selbstherrlich vor ihm stand und ihn zu verhöhnen schien mit seinen nackten Beinen und seinem breiten Kreuz, nicht nur daß er sich zusammenreißen mußte, um sich auf Helena zu konzentrieren, nein er hatte auch noch unbemerkt vom Publikum, wie er hoffte, mit Amanda um die Vorherrschaft kämpfen müssen, als es darum ging, Helena aus ihrem Schlafgemach zu entführen. Die kleine Schlange hatte ihm ins Ohr gflüstert, daß er ja doch lieber Menelaos nehmen würde und daß sie das Stück einfach umdichten sollten. Helena verkleidet Menelaos als Frau und gibt ihn Paris mit, um alleine regieren zu können. Duncan, Amanda und er hatten sich kaum beherrschen können, als sie sich die Szene bildlich vorstellten.

Besonders Methos hatte fast einen Schluckauf bekommen, als er an die historische Helena denken mußte. Niemals wäre sie auf die Idee gekommen, Menelaos gegen Paris zu tauschen, aber die Zeit und das später als Stockholmsyndrom bekannt gewordene Phänomen, hatten das ihre getan und sie sich in ihr Schicksal fügen lassen.

Nachdem er also gegen Amanda gewonnen hatte und er sie auf den Armen davongetragen hatte und nicht sie ihn über der Schulter, wie ein alberner Vorschlag von Duncan lautete, womit es ihm fast gelungen wäre, Methos aus der Ruhe zu bringen, hatten sie das Stück fast unfallfrei beenden können. Nur ein kurzer aber heftiger Lacher von Methos, den Amanda aber sofort mit einen herzergreifenden Schluchzer getarnt hatte, hatte sie nochmals kurz aus dem Konzept gebracht. Duncan hatte dafür gesorgt, als er in einem Moment, in dem Helena und Paris sich gerade einig wurden, wohin genau sie fliehen wollten, leise murmelte: "Bora Bora soll schön sein zu dieser Jahreszeit."

 

Jetzt standen sie umringt von den anderen Schauspielern und der sogenannten besseren Gesellschaft von Seacouver inmitten einer rauschenden Party und wurden wie große Schauspieler gefeiert. Sie waren großartige Schauspieler, alle miteinander, niemand war aus seiner Rolle gefallen und selbst er, Methos, hatte sich an seine Rolle gehalten und sich mit Helena beschäftigt. Er grinste, als er daran dachte, was der Abend noch bringen würde. Duncan konnte vielleicht versuchen, sich zu verstecken aber es würde ihm nicht gelingen, zu deutlich hatte er heute Abend gezeigt, daß er bereit und willig war, und weder Methos noch Amanda, wie er mit einem Blick auf sie feststellen konnte, würden sich davon abhalten lassen, mit dem Highlander noch ein ganz privates Rollenspiel abzuhalten.

 

Ein seliges Lächeln umspielte Duncans Lippen. Wann hatte er sich das letzte Mal so entspannt gefühlt. Er konnte sich nicht daran erinnern. Sein Gehirn schien sich an gar nichts mehr erinnern zu können oder zu wollen außer daran, daß Methos neben ihm stand, viel zu weit weg und noch mit viel zu vielem bekleidet. Er schob sich näher an seinen Freund heran und wollte gerade einen Arm um ihn legen, als er verschwommen wahrnahm, daß Amanda ihm einen neuen Drink brachte und auch dem alten Mann noch etwas nachschenkte.

"Sind sie weg?" nuschelte Methos an seinem Ohr.

"Wer?" fragte Duncan zurück. "Na die ganzen Leute, die hier waren. Sind sie endlich weg? Oder sind wir weg? Ich kann gar niemanden mehr sehen." Methos hatte das konzentrierte Gesicht eines vollständig Betrunkenen. Aber Duncan konnte ihm keine große Hilfe sein, denn er zeigte eine Unbeständigkeit in seinem Blick, die ebenfalls eindeutig auf den zu starken Genuß von alkoholischen Getränken hinwies.

"Na Jungs, ich glaube, ihr habt endlich genug..können wir jetzt bitte nach Hause gehen?" hörten sie Amandas Stimme zwischen sich.

"Amanda. Liebes, warum sind wir überhaupt noch hier? Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir schon vor Stunden heimgehen können!" Duncans Stimme war nur ein Flüstern. Während seiner Worte sah er Methos tief in die Augen und zwinkerte ihm verstohlen zu. Er glaubte jedenfalls das es unauffällig gewesen sei, für alle anderen war es noch in 2 Metern Entfernung lustig zu beobachten, da es ihn anscheinend große Mühe kostete mit dem oberen Lid das untere zu finden.

"Nein, mein kleiner Sturkopf, das war keinesfalls der Fall. Du wolltest aus zwei Gründen nicht nach Hause gehen. Der erste war, daß Du als Komiteemitglied die Party nicht so schnell verlassen konntest, und der zweite, den Du allerdings nicht in der Form genannt hast war, daß Du Angst hast. Du weißt nicht, was Dich zu Hause erwartet, und deshalb wolltest Du lieber hierbleiben und Dich betrinken. Gut, das ist Dir gelungen, ebenso wie dem alten Mann neben Dir, der es sich ja nicht nehmen lassen konnte mitzuhalten.." Sie sah Methos vorwurfsvoll an, der sie aber nur mit einem betrunkenen Lächeln bedachte und hingebungsvoll zustimmend nickte. "Angst, jawohl Highlander, Angst hast Du! Glaubst, ich könnte Dir was tun, als ob ich Dir jemals etwas tun könnte!" Seine Stimme klang anklagend.

Amanda schüttelte den Kopf über die beiden Männer. Das war lächerlich! Sie hatte keine Lust mehr, sich permanent Sorgen machen zu müssen, ob sie sich richtig benahmen oder nicht. Duncan hätte es ihr nicht gedankt, wenn sie ihm erlaubt hätte, Methos zu küssen. Nicht vor der versammelten Gesellschaft. Ihn davon abzuhalten, es zu tun, vor allem da der alte Mann nicht die geringsten Anstalten machte, ihr in irgendeiner Weise behilflich zu sein, Duncan von seinem Wunsch abzubringen, hatte sich als echte Herausforderung erwiesen. Jetzt 2 Stunden nach dem erfolgreichen Abschluß des Theaterstückes waren die beiden Jungs völlig hinüber und sie mit ihren Nerven am Ende. So hatte sie sich den Ausgang des Abends ganz bestimmt nicht vorgestellt.

Ein Blick auf die Uhr teilte ihr mit, daß es mittlerweile 1 Uhr morgens war. Sie zuckte mit den Schultern, dann legte sie eine Hand unter Duncans rechten die andere unter Methos linken Arm und zog die beiden mit sich nach draußen zum Auto. Eine wirklich gute Zeit, um nach Hause zu gehen und noch ein bißchen Spaß mit den Jungs zu haben.

 

 
Kapitel 3
 

Let's make it baby ( Bon Jovi)
 
When I look in your eyes
I can feel the fire
I see through the sky
There I can see your desire
 
I've been reading your lips
I don't need no translation
They're wanted a kiss
I want to give my donation
 
Turn out the lights
I'm going down slowly
Tell me what's right
Tell me you want me
Tell me you want me
Don't tell me you love me
Tell me you want me
And..
Let's make it baby!
 
Come, come, come a little bit closer
I want to play doctor
Oh it's getting harder, harder, harder
To keep you away
I want to tast the sweat, rolling over your body
Get the sheets all wet, baby, make you feel alright
 
So turn out the lights
I'm going down slowly
Don't tell me what's right
Just tell me you want me
Don't tell me you love me
Tell me you want me
And..
Let's make it baby!
 
 

Amanda atmete tief ein. Sie saßen zu dritt auf dem Sofa und jeder von ihnen hatte einen großen Whisky in der Hand, nicht daß die beiden Jungs noch Alkohol nötig gehabt hätten, aber auf den Schreck hatte sie es für angebracht gehalten, ein Auge zuzudrücken und noch einen Schluck zu genehmigen. Sie hatte die beiden endlich nach Hause gebracht. Zum Glück heilte ein Knochenbruch bei Unsterblichen ja ziemlich schnell.

Duncan war in seinem Eifer, Methos endlich küssen zu dürfen, zu hastig aus dem Auto gesprungen, hatte dabei den letzten Rest Kontrolle über seinen Körper verloren und war der Länge nach auf den Parkplatz geschlagen. Weder Methos noch Amanda hatten seinen Sturz aufhalten können. Es zeigte, wie betrunken der Highlander war, wenn er es nicht einmal mehr schaffte, seinen Sturz abzufangen. Nachdem Methos sich seine Nase angesehen und notdürftig das Blut gestillt hatte, hatte Amanda die beiden in den Aufzug verfrachtet, und sie waren glücklich im Loft angekommen.

Sie betrachtete die beiden Männer, die so einträchtig nebeneinander auf dem Sofa saßen, sinnierend. Was für ein schönes Paar. Sie verglich sie miteinander. Beide waren ungefähr gleich groß. Allerdings wirkte Methos irgendwie größer, weil er schlanker war. Duncan hatte breitere Schultern, wenn sie auch mit einem Lächeln ihr früheres Urteil über den alten Mann korrigierte, auch er hatte breite Schultern, er war sogar makellos gut gebaut, aber eben nach einem andern Bauplan als der Schotte. Sein Körper wirkte insgesamt graziler, er war eigentlich der Prototyp des griechischen *Schönlings*. Sie kicherte. Methos ein Schönling...was er wohl dazu sagen würde. Sie würde ihn später unbedingt darauf ansprechen.

Duncan war eher der Archetyp des Barbaren. Muskulös und gefährlich auf den ersten Blick. Duncan hatte eine animalische Anziehungskraft. Er strahlte den puren Sex aus. Zumindestens wenn er die richtigen Klamotten anhatte. Wie jetzt zum Beispiel. Diese Tunika stand ihm ausgezeichnet. Auch Methos sah einfach zum anbeißen aus in diesen Laken.

Das schien auch Duncan bemerkt zu haben, jedenfalls versuchte er die ganze Zeit seine Hände unter den weichen Stoff zu bringen. Amanda tauschte ein wissendes Lächeln mit Methos, das Duncan entging, weil er fasziniert der Bewegung seiner Hand auf Methos' Bein folgte. Methos hielt den Atem an, als er die warme Handfläche an seiner nackten Haut fühlte. Was für ein Wahnsinnsgefühl, ob Duncan das wohl auch machen würde, wenn er nicht mehr betrunken war? Methos stöhnte frustriert auf und fühlte sich total ernüchtert.

"Nein!" Duncan zuckte zurück und auch Amanda, die ganz in den Anblick der beiden versunken war schreckte auf. "Nein?" verwundert sah Duncan Methos in die Augen. "Nein?" Auch Amanda sah ihn fragend an. Methos nahm Duncans Hand von seinem Bein. "Nein, nicht wenn Du so betrunken bist, nicht wenn wir alle betrunken sind!" Er stand auf und lief im Zimmer auf und ab. "Ich habe keine Lust auf Vorwürfe morgen früh! Oder auf ein Bedauern, das könnte ich nicht ertragen. Ich will Euch! Beide!" er blieb vor dem Sofa stehen, sah erst Duncan und dann Amanda tief in die Augen. "Aber ich will, daß ihr beide ganz genau wißt, was ihr tut!" Amanda lächelte ihn strahlend an. "Methos, ich weiß ganz genau, was ich tun möchte und das nicht erst seit dem letzten Whisky!" Duncan nickte etwas unsicher und versuchte sich zu erklären. "Ich auch, glaub ich!" Dann lächelte er von Methos zu Amanda. "Worauf warten wir denn jetzt?"

Methos schüttelte den Kopf und zeigte auf Duncan, der langsam, aber sicher, immer tiefer ins Sofa rutschte. "Amanda, siehst Du denn nicht, daß Duncan völlig betrunken ist? Er konnte sich vor knappen 10 Minuten nicht einmal selbst helfen, als er umgefallen ist. Meinst Du, das ist eine gute Voraussetzung für eine Orgie?" Ein schiefes Lächeln begleitete die Frage. Amanda sah sich Duncan an und entschied mit einem bedauernden Seufzer, daß Methos Recht hatte. Aber sie wollte sich nicht so schnell von ihrem Traum für diese Nacht verabschieden.

"Ok, dann müssen wir eben zusehen, das wir unseren Boyscout wieder ausnüchtern! Obwohl..." sie lächelte verträumt. "Obwohl was?" fragte Methos neugierig. "Obwohl er wirklich gut ist, wenn er betrunken ist..." Duncan versuchte sich aufzusetzen, was ihm leider nicht so gelang wie geplant, aber einmal auf dem Boden konnte er wenigstens nicht weiterrutschen. Zufrieden mit dem Ergebnis seiner Bemühungen konnte er sich jetzt auf das Reden konzentrieren "Amanda! Soll das heißen, ich bin nicht gut im Bett, wenn ich nüchtern bin??!!" Seine Stimme klang ehrlich empört. "Es hat sich noch nie jemand beschwert! Wenn ich nicht gut bin, warum hast Du mir das nie gesagt? Amanda!" Seine Stimme hatte einen anklagenden Ton. Amanda beugte sich zu ihm hinunter. Sie nahm seinen Kopf in die Hände und brachte ihn mit einem Kuß zum schweigen. "Duncan! Du Esel! Ich meinte damit nicht, daß Du nüchtern nicht gut bist.." murmelte sie nachdem sie sich von ihm gelöst hatte.

"Ich meinte damit nur, daß Du im Gegensatz zu den meisten anderen Männern nicht vollkommen nutzlos bist, wenn Du betrunken bist!" Methos hatte dieses Zwischenspiel amüsiert beobachtet. Jetzt hielt er es für angebracht, sich wieder in Erinnerung zu bringen. "Also gut, nachdem wir das geklärt haben, müssen wir ja nur noch zusehen, daß wir alle wieder nüchtern werden. Irgendwelche Vorschläge?" Ein Grinsen zeigte sich auf Duncans Gesicht. Er nickte und sagte mit einem Seufzer "Sex?!" Methos stimmte in Amandas Lachen mit ein.

"Nein, ich glaube eine kalte Dusche und ein Kaffee würden da besser und schneller wirken." Amanda stand auf und versuchte, Duncan mit sich hochzuziehen. Erst mit Methos' Hilfe gelang es ihr. Schwer auf seine beiden Freunde gestützt grinste Duncan vor sich hin. "Was habt Ihr gegen Sex? Ich verstehe Euch nicht. Warum sollen wir denn warten? Da drüben steht ein großes, wirklich bequemes Bett, das nur auf uns wartet...hm??" Amanda lachte erneut auf. "Methos, am besten geht ihr beide schon mal duschen und ich mache uns einen Kaffee."

Zusammen begleiteten sie Duncan zum Bad. Dann drehte Amanda sich entschlossen um und ging Kaffee kochen. In Gedanken war sie allerdings nicht in der Küche, sondern bei den beiden Männern im Bad. Warum hatte sie angeboten, den Kaffee zu kochen? Sie zweifelte an ihrem Verstand. Sie könnte jetzt mit den beiden unter einem warmen Wasserstrahl stehen und sich am Anblick zweier perfekter Körper erfreuen, aber nein, sie mußte ja die Heldin spielen, weil Methos Duncan unbedingt ausgenüchtert haben wollte und sie nicht für ihre Handlungen hätte garantieren können, wenn sie das Badezimmer betreten hätte. Ob der alte Mann es wohl konnte? Oder Duncan? Sie kannte Duncan, wenn er betrunken war...wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann war es schon in nüchternem Zustand schwer, ihn davon abzubringen, betrunken war es fast eine Unmöglichkeit. Der Kaffee war fast fertig, als sie aus ihren Gedanken auftauchte. Sie lauschte auf Geräusche aus dem Bad. Lachen, sie hörte ein tiefes kehliges Lachen. Duncans Lachen. Scheinbar hatten die beiden Jungs ziemlich viel Spaß miteinander. Was sie wohl gerade taten? Ob Methos Duncan wohl einseifte? Den schönen gebräunten Körper unter seinen Händen spürte? Sie seufzte.

"Nein! Duncan hör auf! Bist Du verrückt? Laß das!" Methos kreischte. Was? Ein kreischender Methos? Nein, ihre Ohren spielten ihr bestimmt einen Streich. Methos würde nicht kreischen. Aber da war es wieder deutlich zu hören. "Hilfee..Amanda..Duncan nicht!" Dann ein lauter Schrei von Methos.

"Neeiiinn!!" Amanda wunderte sich, allerdings nicht lange. Der Kaffee war sowieso fertig. Sie füllte 3 Becher und ging in Richtung Badezimmer. Je näher sie kam, desto lauter wurde das Lachen und die Stimmen. "Methos, stell dich bitte nicht so an, niemand kann in einer Dusche ertrinken, und soo kalt ist das Wasser nun auch wieder nicht."

Amanda öffnete die Tür und verschüttete beinah den Kaffee, als sie die beiden sah. Duncan stand, noch völlig bekleidet, unter der Dusche und hatte einen ebenfalls noch bekleideten Methos im Arm, der sich heftig wehrte, um dem kalten Wasserstrahl zu entkommen. Duncan schenkte Amanda sein strahlendes Lächeln. "Amanda, wie schön, komm doch zu uns und zeige unserem kleinen Warmduscher, wie schön eine kalte Dusche sein kann." Lachend stellte Amanda den Kaffee ab und näherte sich vorsichtig der Dusche.

Das Wasser hatte sich bereits im ganzen Badezimmer verteilt, und sie gab den Versuch auf, trockenen Fußes zu den beiden zu gelangen. Sie zog ihre Sandalen aus und lehnte sich an die Duschwand. "Was wird denn das, wenn es fertig wird? Das sind doch keine Jeans, die man noch einschrumpfen lassen muß..." Duncan hatte Methos einen Moment lang losgelassen, was der sofort nutzte, um dem kalten Wasserstrahl zu entkommen. "Ich hasse kaltes Wasser! Ich kann kaltes Wasser nicht ausstehen!" murmelte er vor sich hin, als er versuchte, aus der Dusche zu steigen. "Oh nein, mein Freund. Du hast mich hier unter dieses kalte, wirklich sehr kalte Wasser gestellt, damit ich ausnüchtere und dieses Schicksal wirst Du mit mir teilen!" rief Duncan und zog ihn unter Gelächter wieder zurück.

"Ach, dabei fällt mir ein, ich glaube die Idee dazu kam von einer Lady, die irgendwie noch ziemlich trocken aussieht!" fügte er mit einem teuflischen Lächeln hinzu und griff nach Amandas Arm, ehe sie sich in Sicherheit bringen konnte. Sie schrie auf und versuchte zu entkommen, aber mit einem Mal hatte nicht nur Duncan sondern auch Methos einen Arm von ihr ergriffen, und sie wurde unerbittlich in die Dusche gezogen. "Hört mal Jungs, ich habe wirklich nicht vor, hier das Telephonhäuschenspiel zu spielen. Die Dusche ist viel zu eng für uns alle..außerdem bin ich nicht betrunken...Laßt mich los!!"

Aber es war schon zu spät. Sie stand zwischen Duncan und Methos unter einem eiskalten Wasserstrahl. Sie gab die Gegenwehr auf. Sie bemerkte, wie die Schminke über ihr Gesicht lief, was Duncan wieder zum lachen reizte. "Amanda Du siehst so unglaublich komisch aus...Methos, schau mal, wie ein trauriger Clown.." Methos sah sie an und versuchte sein Lachen zu unterdrücken. Vergeblich. "Oh, Amanda, es ist wirklich komisch.." Er drehte sie um, so daß sie sich in dem großen Spiegel betrachten konnte, der gegenüber der Dusche hing. Es grinsten ihr 3 klatschnasse Gestalten entgegen. Die ehemals so schönen Kleider hingen wie Lumpen an den Körpern und sie sahen aus, als ob sie gerade den Untergang der Titanic erlebt hätten. Amanda stimmte in das fröhliche Lachen mit ein.

Ihr Herz wurde leicht, als sie die lächelnden Gesichter der beiden Männer im Spiegel betrachtete. So locker und gelöst hatte sie Duncan und Methos schon lange nicht mehr gesehen. "Ok, wir sind alle naß und nüchtern, darf ich jetzt die Dusche verlassen?" fragte sie schmunzelnd. Duncan und Methos sahen sich über ihren Kopf hinweg an und schienen zu überlegen. "Na gut, dann wollen wir mal nicht so sein..." Duncan gab ihr einen Kuß, der sie das kalte Wasser, das noch immer an ihrem Körper herablief, vergessen ließ. "Aber nur, wenn wir Dir beim abtrocknen helfen dürfen..." murmelte Methos, während seine Hände an ihrer Hüfte vorbeistrichen, um sie dann zusammen mit Duncan enger an sich zu ziehen.

Sie spürte seine warmen Lippen an ihrem Nacken. Er leckte Wassertropfen von ihrer empfindlichen Haut, und Amanda fragte sich kurz, warum ihr das Wasser vorhin so eisig vorgekommen war. Jetzt schien es ihr fast zu warm. Duncans Zunge spielte mit ihrer und sie fühlte seine Erregung durch ihre Kleider, aber nicht nur seine Erregung auch die von Methos war ganz deutlich zu spüren. Sie hätte schreien können vor Freude. Endlich! Auch Duncan war wie erlöst. Methos' Hände auf seinem Körper zu spüren, hatte etwas befreiendes. Er löste seine Arme von Amandas Schultern ohne ihren Kuß zu unterbrechen, ließ seine Handflächen über Methos' Brust wandern und befreite seinen Oberkörper von der Tunika. Mit seinen Fingern erkundete er die feine Linie der Schlüsselbeine und fuhr an ihnen entlang zu den Schultern. Es war unglaublich. Amanda und Methos gleichzeitig im Arm zu haben, war etwas, das er sich nie hätte träumen lassen. Wenn es ein Traum war, wollte er nie wieder daraus erwachen.

Methos' Geist hatte sich von seinem Körper gelöst. Er wollte nicht mehr denken, er wollte nur noch fühlen. Und was für ein Gefühl das war! Amandas Rücken dicht an sich gepreßt, Duncans knackiger Hintern unter seinen Händen und Duncans Hände auf seinen nackten Schultern.

Keiner wollte dieses Spiel unterbrechen, sie waren zu sehr in ihren Gefühlen gefangen. Aber leider holte die Realität sie wieder ein. Das Telefon klingelte. Die ersten 15 mal ignorierten sie den durchdringenden Ton einfach, aber irgendwann wurde es penetrant. Mit einem bedauernden Seufzer löste Duncan sich von Amanda und Methos und verließ mit einem breiten Grinsen und den Worten "Macht ja nicht ohne mich weiter!" die Dusche um ans Telefon zu eilen.

"Ich fasse es nicht, wie kann er einfach aufhören?!" Amanda begann zu frösteln, als Duncan die Dusche verlassen hatte. Methos hatte ein entrücktes Lächeln auf den Lippen. "Was?" Amanda drehte das Wasser ab. "Schon gut, ich glaube abtrocknen gehört nicht zu den Dingen, die wir nicht ohne ihn machen sollten, oder?" und ohne eine Antwort abzuwarten zog sie Methos aus der Dusche und warf ihm ein großes Handtuch zu. Methos dachte kurz nach, sein Gehirn hatte wieder die Kontrolle übernommen. "Och, ich weiß nicht.." grinste er sie an. "Ich dachte eigentlich, daß Du mir vielleicht helfen könntest? Weißt Du, ich hab's so im Kreuz..." Amanda drehte sich lachend zu ihm um. "Ich glaube nicht, daß ich schon jemals gehört habe, daß jemand das hier.." sie griff nach der deutlich sichtbaren Ausbuchtung unter der Tunika und begann sie zu streicheln "mit *ich hab's im Kreuz* umschrieben hat. Aber Du bist der Doc und ich lerne ja immer gerne dazu!"

Methos sog scharf den Atem ein. " Hölle, Mädchen, pass auf, was Du tust, nicht daß uns der Highlander wieder sein Schwert an den Hals hält." Amanda ließ nicht locker, ein kleines Teufelchen hatte von ihr Besitz ergriffen. "Ich wüßte viel bessere Stellen für das *Schwert* von Duncan." Sie leckte sich die Lippen und begann Methos von den Resten seiner Tunika zu befreien. "Du bist so schön wie ein griechischer Gott!" flüsterte sie heiser, als er nackt vor ihr stand. Ihr fiel ein, was sie ihm noch sagen wollte. "Methos, Du bist der Prototyp des griechischen Schönheitsideals, gib es zu, Du hast den Bildhauern damals Modell gestanden!" Methos war perplex, damit hatte er nicht gerechnet. "Was?" Amanda kicherte. "Kann es sein, daß sich Deine ansonsten hervorragenden geistigen und sprachlichen Fähigkeiten unter körperlicher Erregung in Nichts auflösen? Du hast doch gehört, was ich gesagt habe...ich gebe ja zu, daß die Statuen nicht in allen Details mit dem Original übereinstimmen." Sie kniete sich vor ihm nieder und ließ ihre Zunge an seinen Lenden entlang streichen. "Das hier zum Beispiel,...ich habe mich immer schon gefragt, warum die Modelle der Griechen alle so spärlich ausgestattet sind.. aber zumindestens die Nase haben sie hervorragend getroffen." Sie lächelte und sah zu ihm auf. Was für Augen...seine Pupillen hatten sich geweitet und ließen seine Augen fast schwarz erscheinen. Methos grinste. Amanda war unglaublich.

"Ich habe doch gesagt, ihr sollt auf mich warten!" Ein Lächeln begleitete die Worte von Duncan, als er wieder im Badezimmer erschien. Immer noch naß und mit seiner am Körper klebenden Tunika bot er den beiden ein atemberaubendes Bild. Wie magisch von ihm angezogen gingen Amanda und Methos auf ihn zu. Abwehrend hob Duncan die Hand. "Nein, so nicht!" "Verdammt Duncan, was ist denn?" Amanda wollte es nicht glauben. "Ich glaube das Verhältnis stimmt hier nicht ganz..." Methos und Amanda wechselten einen fragenden Blick und sahen dann zu Duncan. "Verhältnis?" sprach Methos die Frage aus. "Ja, ich finde Amanda hat noch zu viel an, und ich will auch endlich aus diesen nassen Sachen raus!" grinste er zurück.

Erleichtert atmete Amanda aus. Sie hatte schon befürchtet...aber nein, Duncan würde jetzt keinen Rückzieher mehr machen, dazu war er schon viel zu erregt. Sie freute sich, als sie sah, daß das Telefonat seiner Lust keinen Abruch getan hatte. "Ok" rief sie und war wie ein Blitz aus ihrem Kleid gestiegen. "Jetzt Du!" Ein Lachen auf den Lippen entledigte sich auch Duncan seiner nassen Sachen und griff zu einem Handtuch. Methos riß es ihm aus den Händen. "Davon war nicht die Rede!" Verdutzt sah Duncan ihn an. Methos stand vor ihm und genoß den Anblick. Er hatte schon manchen Mann nackt gesehen, aber dieser ließ seinen Atem trotz 5000jähriger Erfahrung stocken. Duncan war schön! Fasziniert folgten Methos' Augen einem Wassertropfen, der aus Duncans Haar auf seine Schultern getropft war und sich jetzt einen Weg über das Schlüsselbein und die breite Brust nach unten bahnte. Über den flachen Bauch mit den ausgeprägten Muskeln bis in die dunklen Locken über seiner eregierten Männlichkeit. Und was für eine Männlichkeit. Methos biß sich auf die Lippen. Dann sah er Duncan in die Augen und was er dort sah, ließ erneut seinen Atem stocken. Lust. Pure, animalische Lust.

Amanda trat leise hinter Duncan und fing an, mit ihrer Zunge die Wassertropfen aufzufangen. Duncan schluckte und zitterte kurz, seinen Blick weiter in Methos' Augen gebohrt, blieb er aber schweigend stehen. Wie in Trance beugte Methos seine Knie und fing, seine Augen nicht von Duncans abwendend, ebenfalls an, das Wasser von Duncans Körper zu lecken. Duncan hatte sich immer für einen starken Mann gehalten, jetzt bemerkte er allerdings, daß die Knochen in seinen Beinen sich irgendwie in Luft aufzulösen schienen. Er konnte sich kaum noch aufrecht halten. Verdammt, er mußte etwas tun, ansonsten würde er hier im Badezimmer zusammenbrechen. Er griff nach dem nächsten, was in Reichweite war. Das waren Methos Schultern. Wie ein Ertrinkender hielt er sich an dem Körper fest, der vor ihm kniete und ihn mit seiner Zunge um den Verstand zu bringen versuchte. Stöhnend schloß er die Augen und warf den Kopf in den Nacken. Er genoß das Gefühl zwei Zungen auf seiner heißen Haut zu spüren.

"Hört mal ihr beiden... meine Beine schlafen gerade ein.. könnten wir das Ganze bitte ins Bett verlegen?" Amandas Atem hatte sich beschleunigt und sie stöhnte leise, als sie versuchte, wieder auf die Beine zu kommen. Sie stützte sich an Duncan ab, den das beinahe zu Fall gebracht hätte. Er ließ Methos los und half ihm ebenfalls auf die Füße. Methos verzog schmerzhaft das Gesicht. "Amanda ich würde Dich für die Unterbrechung erwürgen, wenn es nicht eine so gnadenlos gute Idee wäre.." stöhnte er, während das Blut sich wieder in seinen Beinen verteilte. "Ja alter Mann, ich weiß ja, daß Du's *im Kreuz hast*, stets zu Diensten!" kicherte Amanda. Fragend hob Duncan eine Augenbraue. "Das laß Dir vom Doc erklären," grinste Amanda und ging ins Zimmer. Duncan und Methos folgten ihr.

Amanda ging zum Kühlschrank. "Hast Du Hunger?" fragte Methos abgelenkt. Nicht, daß er eine Antwort erwartete, er war wie gebannt von Duncans nacktem Körper. "Jaa..!" hörten die beiden Amanda hinter der geöffneten Kühlschranktür murmeln. Sie hatte sich früher am Abend noch gefragt warum Duncan so *komische* Sachen im Kühlschrank hatte. Jetzt kannte sie die Antwort. Für diese Nacht. Sie lächelte, als sie mit fast dem kompletten Inhalt des Kühlschrankes zum Bett kam. Methos hatte es sich schon bequem gemacht im Bett, Duncan stand vor der Stereoanlage und suchte eine CD.

"Opera, Opera, Opera.." lachte Methos leise. "Hoffentlich wenigstens den Bolero.." Amanda lachte mit und flüsterte laut. "Aber der reicht doch kaum für das Vorspiel." Sie zwinkerte ihm zu und steckte ihm eine Erdbeere in den Mund. Duncan stand mit dem Rücken zum Bett und murmelte irgend etwas, das sich anhörte wie: "Macht Euch nur lustig über mich, wir werden ja sehen, ob ich Euch nicht überraschen kann." Dann hatte er gefunden was er gesucht hatte, er legte die CD ein und drehte sich mit ausgebreiteten Armen zu seinen beiden Freunden um. "Tata...hier kommt die ultimative CD für wilden, hemmungslosen, genialen, mindblowing Sex!" Die ersten Töne von *let me entertain you* erfüllten den Raum und brachten Fassungslosigkeit bei Methos und Amanda mit sich. Duncan legte mit wenigen Schritten die Entfernung zum Bett zurück und ließ sich mit einem herzhaften Lachen zwischen die beiden fallen. "Wartet's ab, das wird noch besser" schmunzelte er und warf sich auf Methos, um ihm mit einem wilden Kuß die vor Erstaunen geöffneten Lippen zu verschließen.

Amanda sah interessiert zu, wie Methos' Hände sich selbständig machten und in Duncans langen Haaren wühlten. Sie biß in eine Erdbeere und öffnete die Champagner-Flasche. Das laute Knallen brachte Duncan und Methos zurück auf die Erde. "Alkohol? Ich dachte wir wollten nüchtern bleiben!" Duncan nahm ihr die Flasche aus den Händen. "Doch nur für den Geschmack, mein Herz, Erdbeeren schmecken mit Champagner doch viel besser.." damit nahm sie Duncan die Flasche wieder weg. Sie legte Methos eine Beere auf den Bauch und übergoß sie mit einem Schluck Champagner, der sich im Bauchnabel sammelte. "Aber probier doch selbst, wenn Du mir nicht glaubst." Duncan ließ sich das nicht zweimal sagen und begann sofort, die Leckerei von Methos Bauch zu naschen. Als er die Erdbeere zwischen den Zähnen hatte, beugte sich Amanda zu ihm hinüber und biß ein Stück ab. Der Saft tropfte über Duncans Kinn und bevor er ihn auffangen konnte war Amandas Zunge schon der süßen Spur gefolgt. Dann leckte sie ein paar Tropfen Champagner aus dem Bauchnabel des alten Mannes und beugte sich zu ihm, um ihn mit einem Kuß an ihrem Genuß teilhaben zu lassen. Methos schnurrte wie eine Katze, als er die Süße der Frucht gepaart mit dem prickelnden Champagner in Amandas Mund schmeckte. Die beiden verschluckten sich fast an ihrem Kuß, als sie bemerkten, daß jetzt * lay your hands on me* lief und Duncan die Aufforderung wörtlich nahm. Seine Hände schienen überall zu sein und seine zarten Berührungen versetzten sie in eine Art Trance...
 
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*Living in Sin* ( Bon Jovi)

Methos hatte die Sahne für sich entdeckt, wie ein Künstler bemalte er Amandas Körper mit der weichen weißen Creme, die auf ihrer heißen Haut sofort zu schmelzen begann. Bis auf das Laken konnte sie allerdings nicht tropfen, da Duncan mit seinem Mund den Fingern von Methos auf ihrer Haut folgte und die Sahne in langen Zungenstrichen ableckte.
 
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*Something to believe in* ( Bon Jovi)

Die seidigen Laken unter seiner Haut und die samtenen Fingerstriche auf ihr brachten ihn in einen Zustand, der nicht weit von einem Delirium war. Selten hatte er sich bei einem Liebesspiel so gehen lassen. Er fühlte sich völlig geborgen, niemand konnte ihm etwas antun, er fühlte sich unsterblich. Ein Lächeln überzog sein Gesicht, er war unsterblich! Aber dieses hier war etwas anderes, etwas tieferes, es sollte nur Sex sein, aber es berührte seine Seele.
 
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*The boy's are back in town* ( Bon Jovi)

Sie lachte glücklich. Sie fühlte sich froh und frei wie ein Kind. Nun ja als Kind hatte sie sich nie so gefühlt, aber so mußte es sein. Das perfekte Gefühl, völlig frei zu sein, nicht über das Morgen nachzudenken, völlig den Augenblick genießen zu können. Sie lag zwischen Duncan und Methos und konnte fühlen, wie die beiden sich in ihr berührten. Es war ein wunderschönes Gefühl und sie glaubte, mit den beiden zu einer Einheit zu verschmelzen. Niemand würde ihr dieses Gefühl jemals wieder nehmen können. Sie fragte sich, warum sie nicht schon viel früher auf die Idee gekommen war. Duncans Stöße wurden heftiger und bei jedem Stoß hörte sie neben ihren auch die Schreie von Duncan und auch Methos stöhnte, wenn die beiden sich trafen. Es war die perfekte Harmonie.
 
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*Let's make it baby* ( Bon Jovi)

Die Küsse wechselten in schneller Folge mit kleinen Bissen. Duncans Bauch war angespannt. Nicht nur der Bauch, sein ganzer Körper schien wie unter Hochspannung zu stehen, daß sie ihm die Augen verbunden hatten, machte die ganze Sache noch spannender. Er verlor sich in seinen Gefühlen. Die Haut ist das empfindlichste Organ des Körpers, hatte Amanda ihm mal aus einer Zeitschrift vorgelesen, damals hatte er darüber gelacht. Er wollte auch jetzt lachen, weil er erkannt hatte, daß es absolut wahr war, aber seiner Kehle entfuhr nur ein lautes Stöhnen, als er den Mund öffnete, denn in diesem Moment fühlte er, wie eine Zunge über die Spitze seines Gliedes leckte. Er konnte Amandas und Methos' Hände auseinanderhalten aber ihre Münder nicht. Wessen Mund war es, der sich jetzt über ihn senkte und ihn tief in sich aufnahm...ein anderer Mund legte sich auf seinen und erstickte die Schreie, die ihm entfuhren. Amanda, er erkannte ihren Geruch. Amanda roch wie eine Frühlingsblume, Methos hatte etwas erdigeres an sich, ein Geruch, der sich nach dem ersten Kuß in Duncans Gehirn eingebrannt hatte.
 
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*I believe I can fly* ( R.Kelly)

Niemand konnte das aushalten, dessen war er sich absolut sicher. Niemand, der nicht unsterblich war, und selbst er hatte das Gefühl, sterben zu müssen vor Glück. Er war tief in Amanda und Duncan tief in ihm vergraben. Synchron stießen sie sich in die Höhen der absoluten Extase. Er hätte in diesem Moment seine Unsterblichkeit dafür gegeben, in alle Ewigkeit dieses Gefühl erleben zu dürfen. Ein letzter Stoß, er hörte die Schrei seiner beiden Geliebten, die sich mit den seinen mischten, dann fiel er in eine weiche Schwärze, die seine Seele umfing und ihn ins Nirvana trug.
 
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*Princes of the universe*

Seine Lippen waren geschwollen von den vielen Küssen. Er liebte es, von den beiden geküßt zu werden. Sie bildeten eine perfekte Einheit. Methos und Amanda schienen sich ohne Worte zu verstehen, sie schienen sich mit seinem Körper in völligen Einklang bringen zu können und anscheinend erzählte ihnen sein Körper Dinge, die er selber nie hätte aussprechen können, weil er von ihnen bisher noch nichts gewußt hatte. Natürlich hatte er auch schon vorher wilden, heißen oder romantischen Sex gehabt, aber diesmal schien sich sein gesamter Körper in Schwingungen zu befinden, die auch seine Seele berührten und sie zum singen brachten, er fühlte sich wie ein Gott. Nichts konnte ihn stoppen, nichts konnte sie stoppen, sie waren die mächtigste Einheit im Universum. Seine Gedanken flogen zu den Sternen, um sie Methos und Amanda zu bringen.
 
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*Oh Yeah* ( Yello) / *Poison* ( Alice Cooper)

Brauchte man wirklich etwas anderes als Sex? Amanda konnte sich dieser Frage momentan nicht wirklich von der neutralen Seite aus nähern, denn sie war gefangen in einem Strudel aus Lust und Leidenschaft...und Liebe...ja, sie liebte die beiden Männer, die ihr so viel Freude bereiteten, aus tiefstem Herzen. Was hatte sie nur all die Jahre ohne die beiden gemacht? Sie wußte es nicht, aber sie wußte, daß sie nach dieser Nacht nie wieder ohne diese Droge leben wollte. Methos und Duncan waren eine magische Kombination aus himmlischen Körpern und geballtem Können. Sie hatten sie mit ihren seidenen Halstüchern an das Bett gefesselt. Arme und Beine waren gespreizt und während Duncan sich von ihrem Hals nach unten vorarbeitete, hatte Methos mit seinen Händen und seinem Mund an ihren Füßen angefangen und kam ihm entgegen. Viel zu langsam, wie sie fand, arbeitete er sich an ihren Beinen entlang und als seine Zunge sich endlich auf ihre geschwollene Klitoris legte, glaubte sie zu explodieren. Sie würde schlicht und ergreifend auseinanderbrechen, wenn er jetzt anfing, an ihr zu lecken, aber Methos war ein Meister des Folterns. Er hatte bemerkt, wie kurz sie davor war, sich einfach aufzulösen, und hatte im letzen Moment einen Rückzieher gemacht. Seine Zunge bewegte sich jetzt in etwas ungefährlicheren Randzonen. Amanda stöhnte frustriert und zerrte wie eine Wahnsinnige an ihren Fesseln. Als das nicht zu helfen schien, schrie sie die beiden an: "Methos bitte, ich werde verrückt, wenn Du nicht weitermachst! Duncan, bitte, wenn Du mich liebst, erlöst Du mich!" Aber die beiden Männer schienen ihren Spaß an der Folter zu haben. Sie versuchte es mit betteln und mit Versprechungen, mit Demut und mit Drohungen, aber nichts hatte Erfolg. Die beiden trieben sie nicht nur immer weiter an den Rand des Wahnsinns, sie stießen sie weit darüber hinaus.
 
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*Angel* ( Robbie Williams)

Die Sonne stand schon lange am Himmel, als die drei Liebenden endlich bereit waren einzuschlafen. Duncan lag in der Mitte und hatte je einen Arm um Methos und Amanda gelegt. Die beiden lagen jeweils halb auf ihm und hatten ihre Hände ineinander verschränkt. "Ich wußte gar nicht, wie ausgehungert ich war bis zu dieser Nacht," lächelte Amanda müde. "Wie in guten alten Zeiten, Brot und Spiele.." kam es verschlafen von Methos. Leises Lachen war die Antwort darauf und auf Duncans Gesicht zeigte sich ein seliges Lächeln, als er leise murmelte "Ich liebe Euch!"

Fin :-)

P.S.
Für diejenigen unter Euch, die es interessiert, hier noch eine Setlist, was auf der CD noch zu hören war..für den Fall der Fälle mit Interpret dazu....was dabei noch passiert sein könnte, werde ich Eurer Phantasie überlassen...

Let me entertain you (robbie williams)
Lay your hands on me (bon jovi)
Flash for fantasy (billy idol)
I belive I can fly (r. kelly)
Riverdance (riverdance the show)
Living in sin (bon jovi)
Bohamian Rhapsody (queen)
Love in an elevator (aerosmith)
Poison (alice cooper)
Fever (elvis)
Let's make it baby (bon jovi)
Mama (phil collins)
Tonight, tonight, tonight (genesis)
Princes of the universe (queen)
Ode an die Freude (beethoven)
Oh yeah (yello, vielleicht heißt es auch yellow, weiß ich nicht so genau..)
Master and Servant (depeche mode)
Moni (billy idol)
Keep the faith (bon jovi)
Untill it sleeps (metallica)
Africa (Rose Laurens)
Here comes the hotstepper (ini kamoze)
It's like that (run dmc)
The boys are back in town (thin lizzy glaub ich..kenn nur die coverversion von bon jovi)
It's rainig men (the weather girls)
Something to believe in (bon jovi)
Youth gone wild (skid row)
Back in black (ac/dc)
Rebell yell (billy idol)
We will rock you (queen)
We are the champions (queen)
Angel (robbie williams)
In too deep (genesis)
Time warp (rocky horror picture show)
Bobby brown (frank zappa)
 
Fin

 

 
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